Majin and the Forsaken Kingdom – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Screenshot von Majin and the Forsaken Kingdom
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Seite 2

Damit es nie so weit kommt, ist es eine gute Idee, dem klobigen Kuschelmonster so gut wie möglich beizustehen: Weil Euer Menschlein mit dem Stahldübel bewaffnet ist, der zuvor den Majin an sein Gefängnis fesselte, trägt er einen Teil dessen magischer Essenz mit sich herum. In Kombination mit Teotls Kampfkraft ist die mystische Schraube eine extrem wirkungsvolle Waffe!

Je höher die Synchronität zwischen dem ungleichen Pärchen, des­to effektiver die Combo-Attacken, die den beiden zur Verfügung stehen: Zunächst fegt Teotl Angreifer mit einem mächtigen Hieb von den Beinen. Dann bearbeitet Ihr die am Boden liegenden Widersacher, drückt im richtigen Moment die Combo-Taste – und schaut gut gelaunt dabei zu, wie der kleine Kerl von seinem großen Bruder mit viel Schmackes in die Luft und gen Gegner geschleudert wird.

Aber keine Sorge: Die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Mann und Monster beschränken sich längst nicht nur auf das Schlachtfeld. Noch wichtiger ist das Kommando-Menü, mit dem Tepeu seinen grasbewachsenen und pelzigen Kameraden herumscheucht. Denn obwohl Teotl das Herz am rechten Fleck hat – über besonders viel Hirn verfügt der stiernackige Bursche nicht.

Darum gibt’s auf Schultertastendruck eine Befehlsliste, die sich der jeweiligen Situation anpasst: Einfach die passende Option wählen, schon verharrt der Majin brav auf der Stelle oder marschiert treudoof hinter Euch her. Das Kommando ’Handeln’ wiederum verrät Eurem magischen Freund, dass er das angepeilte Objekt begraben, manipulieren, herumschubsen oder durch die Mangel drehen soll: Auf diese Weise öffnet der starke Teotl Türen oder greift sich z.B. einen am Boden liegenden Käfig, um ihn daraufhin einer übergroßen Teer-Spinne an die Birne zu donnern.

So richtig interessant wird das Abenteuer, wenn Ihr den Majin füttert: in manchen Szenarien wartet – von besonders garstigen Schatten bewacht – eine extradicke, leckere Frucht, die einen Teil von Teotls verloren gegangenen Kräften in sich birgt. Erobert Ihr das zauberhafte ’Früchtchen’ und kredenzt es Eurem stämmigen Kollegen, entwickelt der ungeahnte Talente – darunter z.B. die Fähigkeit, Elektrizität zu produzieren, mit gewaltigen Windböen Teile der Level-Architektur ins Wanken, Schwanken und Schwingen zu bringen oder noch kräftiger reinzudreschen.

Auf diese Weise wird die Odyssee der beiden nicht nur zum mit kernigen Gefechten gespickten Action-Adventure, sondern zugleich zum herausfordernden Rätsel-Parcours. Nur schade, dass der viel zu oft mit Geschicklichkeitseinlagen verquickt wird, für die sich die wenig präzise Steuerung nur bedingt eignet – hier ist Frust vorprogrammiert, wenn Euer Duo mal wieder nicht das macht, was Ihr Euch vorstellt.

Majin and the Forsaken Kingdom lebt aber nicht von packender Action oder seinem Handling – das verzauberte Ambiente und der herzige Weggefährte machen das Abenteuer besonders. Dafür nimmt man auch den einen oder anderen Schnitzer in Kauf.

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