Medal of Honor: Vanguard – im Klassik-Test (PS2)

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Ein Sprung ins Ungewisse: Eben sitzt unser Alter Ego Corporal Keegan noch gemütlich im Bauch des Transportflugzeugs, im nächsten Moment katapultiert er sich aus der Luke hinaus in die dunk­le Nacht. Einige Schrecksekunden später öffnet sich der Fallschirm und wir sinken sanft, dann immer schneller zu Boden. Ein flüchtiger Blick nach unten zeigt: Die Schlacht am Strand ist bereits in vollem Gange. Instinktiv bremsen wir den Abstieg und lenken den Fallschirm zur Seite, weg von den tödlichen Salven der deutschen Flakgeschütze. Trotzdem setzt Keegan hart auf, verliert wertvolle Sekunden und Lebensenergie, bevor er sich aufrappelt, das Gewehr zückt und wir zu den Kameraden eilen.

Die ersten Momente in Medal of Honor: Vanguard sind gleichzeitig die besten: Statt dem Charakter beim Sprung aus dem Flugzeug über die Schulter zu blicken, steuert Ihr den Fallschirm eigenhändig zu Boden. Sicher, die Landezone ist begrenzt und Einfluss auf den weiteren Spielverlauf nehmt Ihr mit dem kurzen Flugmanöver nicht. Eine willkommene Abwechslung im historischen Baller-Einerlei stellt der Fallschirmsprung dennoch dar. Unten angekommen geht es dann in gewohnter Shooter-Manier weiter: Auf linearem Weg kämpft Ihr Euch durch zerstörte ­Städte, hastet durch Schützengräben und erobert Brücken sowie Gebäude. Hin und wieder klebt Ihr einen Sprengsatz an ein deutsches Geschütz, beharkt Panzer mit der Bazooka oder klemmt Euch hinter ein stationäres Geschütz, viel mehr steckt in Vanguard aber nicht drin. Bevor es langweilig wird, ist der digitale Weltkriegsaufguss auch schon vorbei – und Ihr seid um ein paar Stunden Freizeit ärmer. Über den Splitscreen-Modus schindet Medal of Honor noch ein bisschen Dauermotivation, die meisten Zocker legen das Spiel jedoch schnell ad acta. Ein letztes Wort zur Grafik: Optisch sieht die PS2-Version ordentlich aus, es gefällt vor allem die Weitsicht bei den Fallschirmsprüngen.

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