Monster Hunter Rise – im Test (Switch)

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Beeindruckend wird es im neuen ”Randale”-Modus, wo Ihr es mit ganzen Horden von großen und sehr großen Monstern zu tun bekommt. Alleine oder im Team verteidigt ihr die Tore von ­Kamura vor anstürmenden Bestien. Auf Bollwerken und am Boden errichtet Ihr aktive und passive Verteidigungsanlagen, gelegentlich greifen Euch andere Dorfbewohner unter die Arme. Das ist eine interessante Abwechslung von der üblichen Jagd und kurzweilig, aber auch nicht so komplex wie die klassischen Monsterkämpfe.

Hier glänzt Monster Hunter Rise: Die 14 Waffengattungen spielen sich hochgradig unterschiedlich und jede Klinge, ­Keule und Schusswaffe hat Vor- und Nachteile, die es zu erlernen gilt. Dazu kommen Spezialtechniken, katzen- und hundeartige Helfer und zahllose nützliche Gegenstände – all das gibt Euch Rise wieder von Anfang an in die Hand. Hier hält man sich nicht lange auf, schnell steht Ihr Eurer bissigen Beute gegenüber. Das sorgt ­serientypisch natürlich auch dafür, dass die Einstiegshürde durchaus substanziell ist. Zwar ist sie im Solo-Modus noch einmal niedriger als in früheren Episoden, aber dennoch: Neulinge müssen sich erst einspielen und sollten sich nicht entmutigen lassen, wenn sie sich zunächst von all den Systemen überfordert fühlen. Gerade in den ersten Stunden kommt man auch mit den Grundtechniken durch – und wenn Euch das Jagdfieber erst einmal gepackt hat, baut Ihr auf den Grundlagen auf und ergänzt Eure Spielweise Stück für Stück mit neuen Tools und Tugenden.

Die tolle Technik kommt dabei sehr entgegen: Monster Hunter Rise sieht prächtig aus – und das nicht nur für Switch-Verhältnisse. Capcoms RE Engine läuft prima, das Abenteuer hält fast durchgehend 30 Bilder pro Sekunde und geht nur selten einmal in die Knie. Die Auflösung ist zwar jeweils etwas unter dem im Dock- und Handheld-Modus Möglichen, doch die Designer haben exakt erkannt, wo man Ressourcen sparen kann und wo nicht: Anti-Aliasing wird wenig eingesetzt und es kommt auch mal vor, dass Eure Figuren mit einem halben Fuß in einem Stein stehen. Doch im Eifer des Gefechts fällt das kaum auf, dank klug eingesetzter Power ist ­Monster Hunter Rise eine Augenweide, wie man sie der Switch kaum zugetraut hätte.
Und als wäre das noch nicht genug, serviert Capcom zusätzlich einen fabelhaften Soundtrack: Träumerische Melodien in Kamura, treibendes Orchester im Kampf und mystische Klänge beim Erkunden der weitläufigen Gebiete untermalen das Geschehen perfekt – schade nur, dass es im Gegensatz zum Vorgänger nicht für deutsche Sprachaus­gabe gereicht hat. Hier redet man je nach Vorliebe Englisch, Japanisch oder die eigene Monster Hunter-Sprache.

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bupple
30. Juni 2021 10:22

Moin,

das Spiel ist richtig gut – keine Frage. 400 Stunden etwa habe ich versenkt. Leider wird es auch dabei bleiben, obwohl ich in Monster Hunter World 2500 Stunden versenkt habe. Warum ist das so? Für mich war ein zentrales Element der Langzeitmotivation das Zusammenspiel in der Jagdgruppe und das ausfüllen der Gildenkarte – sprich alles auf 999.

Das Zusammenspiel auf der Switch ist ein Krampf. Das Cap der Gildenkarte haben sie auf 9999 gesetzt – unfassbar. Irgendwie ist mir die Motivation direkt flöten gegangen…

Gruß,
bupple

Fuffelpups
29. Juni 2021 14:19

Monster Hunter 4U lief auf dem NN3DS mit nahezu 60 FPS. Es war nicht perfekt, aber besser die unstabilen 30 FPS mit dem N3DS. Wenn die Switch Pro kommt, dann spätestens mit der Ultimate Erweiterung wird das Spiel die neue Hardware komplett nutzen.

Capcom hat mit biegen und brechen Monster Hunter Rise in drei Parts aufteilen müssen, damit es noch vor dem FY 2020 veröffentlicht werden konnte. Je nachdem wie gut das Team aktuell die Arbeiten an der Erweiterung aufnehmen konnte, macht es eventuell Sinn erst mit der Erweiterung ein größeres Update für die neue Hardware zu veröffentlichen.

Die bessere CPU sollte einigen Spielen direkt einen kleinen Boost geben. Monster Hunter Rise hat leider ein 30 FPS cap. Es braucht ein Update speziell für die neue Hardware, damit es drastische Änderungen gibt.

T3qUiLLa
29. Juni 2021 9:38

komme mit den 30 fps wunderbar klar. kenne monsterhunter nicht anders…es sei denn man spielt world auf der ps5 oder xsx. und unterstützt wird das auch nicht. ist nur der abwärskompatibelmodus, ein richtiges update wird es für die next gen konsolen eher anhand eines vollkommen neuen teils kommen.
warte noch ein, zwei jahre dann kommt world 2 oder so. solang geb ich mich mit dem grandiosen rise zufrieden. ist in meinen augen auch besser als world, da wenige komplex, was für viele ja sehr ansprechend ist. die entschlackung wirkt für den handheld wunder und motiviert ins unendliche.

28. Juni 2021 23:30

hoffe der Switch Pro wird dies in 60fps zum Laufen bringen (aber wird Nintendo bzw. 3rd Hersteller so “Upgrades” für den Switch Pro auch unterstützen, wie bei Xbox SX & PS5?.., falls der Switch Pro wirklich demnächst kommt.., und genug Power hat MWR in 60fps zu darstellen)