NASCAR 08 – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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”Nur Ovale? Das ist doch sooo langweilig!“, so denkt zweifelsohne der Schumi-verwöhnte Durchschittsfan, wenn die Sprache auf die amerikanische NASCAR-Serie kommt. Wer aber dieses Vorurteil überwindet, dürfte feststellen, dass die Rundkursrennen jede Menge zu bieten haben – angefangen mit mehr Überholmanövern in einem Lauf als bei einer ganzen F1-Saison. Inzwischen wächst das Interesse auch hier zu Lande, überträgt doch Premiere alle Rennen live und mit Juan ­Pablo Montoya ist nun ein vorzeigbarer Star am Start. Das alles nutzt Elec­tronic Arts, um einen neuen Versuch zu starten, die NASCAR-Spiele in Europa zu etablieren – kein Wunder, dass der Kolumbianer Montoya dafür auf dem Cover prangt.

Egal, auf welcher Konsole Ihr das Gaspedal durchdrückt – die Ausstattung ist gelungen: Alle 22 Kurse (darunter gerade mal zwei Nicht-Ovale) der NASCAR-Königsklasse sind dabei, während eine Hand voll prominenter Fahrer fehlen, doch das lässt sich verschmerzen. Auch die ’kleineren‘ Rennserien der Busch- und Pickup-Kategorie gibt‘s überall, die skurrilen Modified-Flitzer dagegen nur bei der PS2.

Je nach Konsolengeneration bekommt Ihr aber zwei deutlich unterschiedliche Spiele: Auf der PS2 ist die Ausrichtung spürbar zugänglicher, was insbesondere am Fahrverhalten festzumachen ist. Die Boliden lassen sich leichter steuern und liegen sicherer in den Kurven. Außerdem gibt es ein paar praktische Details mehr (so läuft oben stets der aktuelle Zwischenstand durch) und Ihr spielt einen Karriere-Modus, bei dem Ihr Euch von der untersten Rennklasse hocharbeitet und nebenbei Euren Fahrer in diversen Kategorien verbessert.

Auf PS3 und Xbox 360 dagegen zieht EA – neben der detailreicheren Grafik (die dafür aber nur mit 30 statt 60 Bildern pro Sekunde läuft) – knallhart die Simulationskarte: Die Autos sind wesentlich nervöser und reagieren sensibler auf Eure Kommandos. Schon kleine Lenkfehler sorgen dafür, dass Ihr die Kontrolle verliert, auch Rempler anderer Fahrzeuge bringen Euch leichter ins Trudeln – das macht die Rennen anspruchsvoller und anstrengender zugleich. Um Euch halbwegs auf den Ernst des NASCAR-Lebens vorzubereiten, spielt Ihr zu Beginn der eingeschränkteren Karriere zahlreiche Tutorials, bevor Ihr überhaupt zu Rennen ran dürft.

Wer online spielen will, der muss sich so oder so mit zahlreichen Trainingsstunden anfreunden: Denn mit bis zu elf menschlichen Gegnern messt Ihr Euch nur auf der Next-Gen-Hardware.

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