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| Spiel: | Nier |
| Publisher: | Square Enix |
| Developer: | Cavia |
| Genre: | Action-Rollenspiel |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 6 / 2010 |
Was haben eine fluchende Wasserstoffblondine in Unterwäsche, ein sarkastisches Zauberbuch, ein kleiner Junge mit dem Versteinerungsblick der Medusa und ein Wildschwein mit Driftfunktion gemein? Sie alle sind den kruden Gedanken der japanischen Entwickler von Cavia entsprungen, sie alle sind Teil von Nier und verleihen dem Titel einen eigenwilligen Charme.
Nier ist kein Spiel von der Stange, kein Hochglanzprodukt ohne Ecken und Kanten, kein Happen für zwischendurch. Obwohl Titelheld Nier seine Feinde wie Dante oder Kratos in Echtzeit verkloppt, liegt der Fokus – ähnlich der Zelda-Reihe – nicht in erster Linie auf den Hack‘n‘Slay-Einlagen: Stattdessen erkundet Ihr eine weitgehend karge, vereinsamte Welt, kehrt in Dorfschenken ein, um Aufträge anzunehmen, sprecht mit den Bewohnern und erledigt unterwegs kleine Grüppchen garstiger Schattenwesen, die das Land heimsuchen. Titelheld Nier geht das Schicksal dieser Welt anfangs nur wenig an, für ihn steht die Suche nach einem Heilmittel für seine kranke Tochter an erster Stelle – das Mädchen wurde von der mysteriösen Runenpest heimgesucht, muss hustend das Bett hüten und darauf hoffen, dass ihr Vater fündig wird.
Schon nach kurzer Zeit lacht sich Nier zwei Begleiter an: Die knapp bekleidete Kaine ist selbst halb Mensch, halb Schatten, fällt durch ihr loses Mundwerk auf und unterstützt Euch im Kampf mit Schwert und Magie. Setzt aber nicht zu sehr auf ihre Hilfe, in brenzligen Situationen lässt Euch ihre KI schon mal im Stich.
Eine wichtigere Rolle kommt dem sprechenden Zauberwälzer Grimoire Weiss zu: Dieser knurrige Geselle verbündet sich schon kurz nach Spielbeginn mit Nier und ist fortan die magische Komponente in den Kämpfen – nebenbei lässt er keine Gelegenheit aus, Euch ob Eurer Gutmütigkeit oder Kaine wegen ihrer Kraftausdrücke zu rügen. Weil Niers Schwertcombos ziemlich simpel ausfallen, sind Grimoire Weiss‘ magische Fähigkeiten (u.a. Energiespeer, Zauberbarriere, Stacheln aus dem Boden) von großer Wichtigkeit in den Kämpfen. Ihr verteilt sie frei auf zwei Schultertasten des Controllers; wer zudem Niers Block- und Ausweichmanöver für unwichtig erachtet, kann sogar zwei zusätzliche Buttons mit Magieattacken belegen – vorbildlich.











Mir hat Nier gefallen. Die Grafik ist eher mäßig aber dafür ist der Sound einfach klasse.
Ich hab das Spiel voll gesuchtet. Entsprechend würde ich eine höhere Wertung vergeben. Mindestens 85 % aber auch 90 % wären für mich in Ordnung. Der Soundtrack ist hammer und selbst mit dem Angeln kann man endlos Zeit verbringen. War ein Geheimtipp für die PS3.
Matthias Schmid liebste Spiel. 😃
Sicherlich ist die Präsentation von NieR weniger mit halten als von Westen Videospiel und Anfang zäh wirkt.
Punktet einen guten Kampfsystem, interessanten Kamera Perspektive, schrulligen Figur und gelungene Dungeon.
Der grandiosen Soundtrack des Tekken Komponist Keiichi Okabe sollte gehört haben.