
| Spiel: | Nights of Azure |
| Publisher: | Koei-Tecmo |
| Developer: | Gust |
| Genre: | Action-Rollenspiel |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 5 / 2016 |
In der Welt gehen finstere Dinge vor sich: Blaublütige Monster wüten in der Nacht und bringen die Menschheit in Gefahr. Doch da gibt es noch Arnice, die selbst mit dem gefährlichen Monsterblut in Berührung kam und sich nun als heiliger Ritter der Kurie dem grotesken Gezücht entgegenstellt. Auf einer Insel in der Nordsee soll es zum großen Gefecht zwischen Arnice und den Mächten der Finsternis kommen. Und mittendrin ist Lilysse, eine Jugendfreundin von Arnice, der die Aufgabe zufällt, die Überreste des Herrschers der Nacht endgültig zu versiegeln zu einem hohen Preis. Und dann gibt es da noch einige romantische Untertöne zwischen Arnice und Lilysse…
Nach vielen Atelier– und ein paar Ar-Tonelico-Spielen versucht sich das kleine Studio Gust Nagano an einem Action-Rollenspiel. Arnice bekämpft ihre Gegner nicht runden- und menübasiert, sondern direkt mit schnellen Schlägen, harten Attacken und natürlich auch mit durchschlagenden Spezialmanövern. Dabei ist sie nicht alleine: Bis zu vier Servans, monströse Begleiter, beschwört sie im Kampf, die auf Befehl ihre eigenen Supermanöver starten, sonst aber eigenständig agieren. Da gibt es Angreifer, Heiler oder Monster, die sich um eine stabile Defensive kümmern. Eine kluge Mischung und regelmäßiges Optimieren der Truppe ist essenziell: Steigen die Servans eine Stufe auf, verbessern sich nicht nur ihre Werte, Ihr habt auch die Wahl zwischen zwei verschiedenen Talent-Boni. Noch dazu bekommt Ihr regelmäßig Nachschub, immer wieder findet Ihr Gegenstände unterwegs, denen Ihr mit gesammeltem Monsterblut Leben einhaucht. Zwischen den maximal 15-minütigen Missionen interagiert Ihr in einem noblen Hotel mit Hotelmanager Simon, Euren Servans oder der lieblichen Lilysse. Dabei spielt Nights of Azure die unvermeidliche Erotik-Karte aus: Kaum ein Outfit von Arnice und Lilysse, das nicht jede Menge Haut zeigt, kaum eine Sequenz, in der kein wogendes Dekolleté ins Bild gehalten wird. Auch im Kampf gibt sich Arnice offenherzig, vor allem bei der Verwandlung in ihre mächtige Dämonenform bleibt nur wenig der Fantasie des Spielers überlassen.
Thomas Nickel meint: Zu PS2-Zeiten waren Spiele wie Nights of Azure fast alltäglich: Eine kompetente RPG-Klopper-Mischung mit netter Story, treibender Musik und ein paar eigenen Ideen traf man Mitte der 2000er Jahre häufig an. Heute ist das eher die Ausnahme, und die kann sich nicht mehr alleine auf spielerische Qualitäten verlassen: Nur mit wogenden Brüsten und nackter Haut hat ein Nights of Azure offenbar noch Chancen an den Kassen. Das ist schade, denn hinter der pubertären Fleischbeschau versteckt sich ein kompetenter Genremix, dem man gerade durch die niemals zu langen Missionen zwar anmerkt, dass er wohl für die Vita konzipiert wurde, aber auch auf der PS4 unterhält. Klar, grafisch reißt das Spiel mit seinen manchmal etwas steif animierten Figuren und den meist eher simpel gestalteten Hintergründen keine Bäume aus und etwas mehr Treffer-Feedback beim Monstermetzeln wäre auch nett gewesen. Trotzdem: Die Mischung aus Kämpfen, Leveln sowie Beute einsacken motiviert immer wieder zu einer Runde und auch die Handlung ist nicht uninteressant.
- viele lustige Hilfsmonster
- Action in überschaubaren Happen
- ohne Softerotik geht es wohl nicht
Ordentliches Action-RPG, das Euch gemeinsam mit Euren Monstern auf Dämonenjagd schickt und viel nackte Haut bietet.
| Singleplayer | ![]() | 73 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |






















schade dass das testurteil eher mittelmäßig ausgefallen ist. ich hatte mir von den atelier machern mehr versprochen. zumindest vom artstil sieht das spiel recht hübsch aus. der rest ist rpg stangenware, dass man in dieser form unzählige male gesehen hat.