Operation Flashpoint: Red River – im Test (360)

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Afghanistan war gestern, jetzt haben sich Osamas Gefolgsleute in Tadschikistan verschanzt und zetteln dort einen handfesten Aufstand gegen die chinesische Volksarmee an! Da hat die US-Armee natürlich auch ein Wörtchen mitzureden: Kurzerhand wird einmarschiert, um Terroristen sowie Kommunisten eine ordentliche Abreibung zu verpassen. Das Szenario hat Codemasters diesmal noch militanter angelegt, da bestaunt man zu Megadeths ”Symphony of Destruction” mächtige Luftangriffe und hört die Kameraden über die Vernichtung der ’Tadschis’ jubeln – Zartbesaitete sind hier fehl am Platz.

Wie im Vorgänger kommandiert Ihr einen dreiköpfigen Trupp durch jetzt 18 Kampagne-Missionen: Dank des neuen ’Drop-In Drop-Out’-Modus dürfen sich aber jederzeit Mitspieler einklinken. Das Zusammenspiel der KI-Kameraden klappt in Red River besser, weil man jetzt keinen Medic mehr braucht – jede Figur kann Verbände anlegen, so kommt man sich jetzt gegenseitig zu Hilfe. Das klappt sogar eigenständig, weshalb Ihr Euch mehr auf die Action konzentrieren könnt: Es gilt, Dörfer auszukundschaften, in Bedrängnis geratenen Teams aus der Patsche zu helfen, Luftunterstützung und Artillerie einzuweisen. Anschleichen klappt nur, wenn Ihr verdeckt vorgeht: Bei den meisten Kampfschauplätzen müsst Ihr das Team geschickt von Deckung zu Deckung lotsen, damit es die Gegner ins Kreuzfeuer nimmt – übers Steuerkreuz lassen sich die einzelnen Soldaten blitzschnell anwählen und kommandieren. Wie im Vorgänger durchkämmt Ihr riesige Gebiete, wobei man allerdings an zahlreiche Checkpoints gebunden ist – in Red River habt Ihr jetzt etwas mehr Spielraum, da es einige alternative Pfade zu entdecken gibt. Für erfüllte Aufträge gibt es Fähigkeitspunkte, mit denen Ihr das Team in sechs Eigenschaften wie Kampfbereitschaft und taktischer Überblick schult – außerdem werden neue Waffen, Mods und Fähigkeiten freigeschaltet, mit denen Ihr das Team individuell ausstatten dürft. Alternativ zur Kampagne spielt Ihr den Truppengefechtsmodus, in dem überschaubare Kurzeinsätze und Spezialmodi auf Punktejäger warten.

+ sehr guter Koop-Modus
+ Mitspieler können sich jederzeit einklinken

– hohe, manchmal fast unrealistische Aufmerksamkeit der Feinde
– man bleibt manchmal an Kanten hängen

Oliver Ehrle meint: Taktischer Einsatz mit KI-Soldaten oder wüste Team-Ballerei mit eingespielten Freunden: Red River ist ein turbulenter Taktik-Shooter, der mit umfangreichen Missionen reichlich Abwechslung bietet – zumal man jetzt sein Team auch individuell upgraden kann. Stressig ist nach wie vor die hohe Aufmerksamkeit der Soldaten: Oft bekämpft Ihr pixelkleine Feinde am Horizont, die Ihr ohne Fernglas nur mittels Zielhilfe ins Visier bekommt. Da versteift man sich schnell auf die Sniperrifle, speziell wenn der kaum sichtbare Feind pausenlos mit Raketenwerfern ballert: Es gibt einige Stellen, die man ohne kompetente Freunde nicht zweimal spielen möchte – der Koop-Modus ist Pflicht. Ebenfalls finden sich in den Levels auch diverse Positionen, an denen man sich leicht verhaken kann und dann z.B. an einer Stufe hängen bleibt – diese gilt es sich einzuprägen und fortan zu umgehen.

Für Koop-Soldaten: derb präsentierte Taktik-Schlachten mit stellenweise gewöhnungsbedürftigem Kampf auf große Distanz.

Singleplayer80
Multiplayer
Grafik
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DeKay1980
12. Mai 2011 22:07

Das Spiel an sich ist bestimmt nicht verkehrt.So langsam kann ich den ewigen amerkanischen Hurra-Patriotismus mit den immer gleichen Klischees aber nicht mehr sehen.Womöglich leihe ich es mir von meinem Bruder, aber ein Kauftitel wird es für mich nicht.

enni360
12. Mai 2011 19:52

der Test von Maniac is jetzt besser ausgefallen als ich erwartet hätte. Iwie spaltet das Spiel so manche Gemüter 😀 aber durch den Test bin ich wieder am überlegen ob ichs mir vielleicht doch hohlen könnte