
| Spiel: | Operation Flashpoint: Red River |
| Publisher: | |
| Developer: | Codemasters |
| Genre: | Action-Strategie |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | 16 |
| Erschienen in: | 6 / 2011 |
Afghanistan war gestern, jetzt haben sich Osamas Gefolgsleute in Tadschikistan verschanzt und zetteln dort einen handfesten Aufstand gegen die chinesische Volksarmee an! Da hat die US-Armee natürlich auch ein Wörtchen mitzureden: Kurzerhand wird einmarschiert, um Terroristen sowie Kommunisten eine ordentliche Abreibung zu verpassen. Das Szenario hat Codemasters diesmal noch militanter angelegt, da bestaunt man zu Megadeths Symphony of Destruction mächtige Luftangriffe und hört die Kameraden über die Vernichtung der Tadschis jubeln Zartbesaitete sind hier fehl am Platz.
Wie im Vorgänger kommandiert Ihr einen dreiköpfigen Trupp durch jetzt 18 Kampagne-Missionen: Dank des neuen Drop-In Drop-Out-Modus dürfen sich aber jederzeit Mitspieler einklinken. Das Zusammenspiel der KI-Kameraden klappt in Red River besser, weil man jetzt keinen Medic mehr braucht jede Figur kann Verbände anlegen, so kommt man sich jetzt gegenseitig zu Hilfe. Das klappt sogar eigenständig, weshalb Ihr Euch mehr auf die Action konzentrieren könnt: Es gilt, Dörfer auszukundschaften, in Bedrängnis geratenen Teams aus der Patsche zu helfen, Luftunterstützung und Artillerie einzuweisen. Anschleichen klappt nur, wenn Ihr verdeckt vorgeht: Bei den meisten Kampfschauplätzen müsst Ihr das Team geschickt von Deckung zu Deckung lotsen, damit es die Gegner ins Kreuzfeuer nimmt übers Steuerkreuz lassen sich die einzelnen Soldaten blitzschnell anwählen und kommandieren. Wie im Vorgänger durchkämmt Ihr riesige Gebiete, wobei man allerdings an zahlreiche Checkpoints gebunden ist in Red River habt Ihr jetzt etwas mehr Spielraum, da es einige alternative Pfade zu entdecken gibt. Für erfüllte Aufträge gibt es Fähigkeitspunkte, mit denen Ihr das Team in sechs Eigenschaften wie Kampfbereitschaft und taktischer Überblick schult außerdem werden neue Waffen, Mods und Fähigkeiten freigeschaltet, mit denen Ihr das Team individuell ausstatten dürft. Alternativ zur Kampagne spielt Ihr den Truppengefechtsmodus, in dem überschaubare Kurzeinsätze und Spezialmodi auf Punktejäger warten.
+ sehr guter Koop-Modus
+ Mitspieler können sich jederzeit einklinken
– hohe, manchmal fast unrealistische Aufmerksamkeit der Feinde
– man bleibt manchmal an Kanten hängen
Oliver Ehrle meint: Taktischer Einsatz mit KI-Soldaten oder wüste Team-Ballerei mit eingespielten Freunden: Red River ist ein turbulenter Taktik-Shooter, der mit umfangreichen Missionen reichlich Abwechslung bietet zumal man jetzt sein Team auch individuell upgraden kann. Stressig ist nach wie vor die hohe Aufmerksamkeit der Soldaten: Oft bekämpft Ihr pixelkleine Feinde am Horizont, die Ihr ohne Fernglas nur mittels Zielhilfe ins Visier bekommt. Da versteift man sich schnell auf die Sniperrifle, speziell wenn der kaum sichtbare Feind pausenlos mit Raketenwerfern ballert: Es gibt einige Stellen, die man ohne kompetente Freunde nicht zweimal spielen möchte der Koop-Modus ist Pflicht. Ebenfalls finden sich in den Levels auch diverse Positionen, an denen man sich leicht verhaken kann und dann z.B. an einer Stufe hängen bleibt diese gilt es sich einzuprägen und fortan zu umgehen.
Für Koop-Soldaten: derb präsentierte Taktik-Schlachten mit stellenweise gewöhnungsbedürftigem Kampf auf große Distanz.
| Singleplayer | ![]() | 80 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |












Das Spiel an sich ist bestimmt nicht verkehrt.So langsam kann ich den ewigen amerkanischen Hurra-Patriotismus mit den immer gleichen Klischees aber nicht mehr sehen.Womöglich leihe ich es mir von meinem Bruder, aber ein Kauftitel wird es für mich nicht.
Der Test ist ja nun schon ein paar Wochen her: Obwohl ich von “”Crysis 2″” bis “”Socom”” sämtliche aktuellen Shooter auf dem Tisch liegen habe, wandert aber doch meistens “”Red River”” in die Konsole – eben weil man hier so schön experimentieren kann, weil es stellenweise bockschwer ist und weil man oft nicht kalkulieren kann was der Feind macht. Das reizt mich auf Dauer mehr als das Gang-artige Ablaufen von Checkpoints mit blind berechenbaren Feinden, wie es bei der Konkurrenz oft der Fall ist. Mit Streitpunkten wie der KI muss man sich meiner Meinung nach einfach nur anfreunden, auch wenn das einige Stunden Routine erfordert: So einfach durchlaufen kann man hier nicht, es gilt stets den Überblick zu bewahren. Die Kameraden wechseln z.B. bei Gegenfeuer eigenständig die Stellung, was dem Zocker im räumlich nahen Zusammenspiel schon mal einen Strich durch die Rechnung macht. Andererseits lassen sie sich etwa von einer Bergspitze mit dem Fernglas aus Kilometer-weiter Entfernung durch ein Taal dirigieren – so kann man den Feind ablenken und ihm selber in den Rücken fallen. Dann ist man froh, wenn sie mal mitdenken und eigenständig Deckung suchen. Man darf “”Red River”” eben nicht so spielen, wie andere Shooter – das gilt aber für alle Teile der “”Operation Flashpoint””-Serie und sollte Genrefans inzwischen bekannt sein. Der durchschnittliche Ballerkonsument hat mit dem Titel sicherlich seine Probleme…aber für den gibt’s ja reichlich Alternativen – kein Grund, das Spiel schlecht zu bewerten. Gruß,Oliver Ehrle
der Test von Maniac is jetzt besser ausgefallen als ich erwartet hätte. Iwie spaltet das Spiel so manche Gemüter 😀 aber durch den Test bin ich wieder am überlegen ob ichs mir vielleicht doch hohlen könnte