Orgarhythm – im Test (PSV)

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Ein Gott ist nur so groß wie seine menschliche Gefolgschaft: In Acquires Orgarhythm bewandert Ihr zwölf Welten, Euren Glauben verbreitend und die Anhänger einer dunklen Macht mit Feuer und Schwert strafend. Direkt steuern könnt Ihr Eure göttliche Hoheit nicht Ihr seid außerdem verletzlich. Während der Gott seinen Weg durch Wüsten und Täler stoisch beschreitet, weder abbiegen noch verharren kann, schützen und schirmen ihn wuselnde Jünger vor feindlichen Attacken. Am Ende jeder Route wartet ein Gegen-Götze oder eine blasphemische Kriegsmaschine.

Orgarhythm mischt Echtzeit-Strategie und Musikspiel: Mit Touchscreen-Wischern gruppiert und dirigiert Ihr Eure Jünger und trommelt im Beat des Soundtracks. Erst tippt Ihr auf den Gott in der Mitte. Dann wählt Ihr zwischen roten, blauen und gelben Soldaten, mit dem dritten Tipper schließlich eine von vier Angriffsmethoden, z.B. die Pfeil-und-Bogen-Fernattacke. Bleibt im Takt, wenn Ihr Befehle gebt, damit Ihr wie in einem Musikspiel mit ’Good’, ’Cool’ oder ’Excellent’ belohnt und nicht mit ’Bad’ ausgebuht werdet. ’Excellent’-Combos heben Euren Level, die Musik schwillt an – über den Techno-Beat legen sich Rock-Gitarren, Choräle mischen sich mit Rap – und neue Jünger werden geboren, bis Ihr eine halbe Hundertschaft führt. Gesammelte ’Support’-Energie verwandelt Ihr in Buffs und Heilzauber.

Orgarhythm trumpft mit interaktivem Soundtrack und intuitiver Ein-Finger-Steuerung auf, weniger mit göttlicher Optik: Die Welten sind trostlos, ohne Highlight oder Geheimnis – wenig mehr als eine scrollende Unterlage für das Spiel der Töne und Icons, Taps und Farben. Auch weil der Finger immer auf dem Display tanzt, Meldungen und Status-Anzeigen eingeblendet werden, ist der Feldzug unübersichtlich – im Gemetzel lassen sich Freund und Feind kaum unterscheiden. Der Spaß beginnt, wenn man erkennt, dass Übersicht und minutiöse Taktik nicht wichtig sind: Orgarhythm ist kein Spiel für gemütliche Denker, sondern ein schwungvoller Kriegstanz, den man am besten unter einem Kopfhörer und in kleinen Portionen auf der Jagd nach dem perfekten Score genießt und meistert. Die Spielmechanik ist fabelhaft reduziert: Achtet darauf, dass die richtigen Farben aufeinander treffen (nicht etwa ein roter Trupp in eine blaue Verteidigungslinie stürmt) und immer genügend Jünger vor dem Titanen sind – dann bleibt Frust ein Fremdwort. Viel Spieltiefe und Abwechslung dürft Ihr nicht erwarten. Neben der Solo-Kampagne in drei Schwierigkeitsstufen gibt es drahtlose Koop- und Versus-Modi für zwei, aber keine Online-Multiplayer-Variante. Das Internet nutzt Orgarhythm nur für Bestenlisten und zum Download weiterer Tracks in der Packung fehlt das physische Handbuch.

  • einfache Touchscreen-Steuerung,
  • reduzierte ”Casual”-Spielmechanik
  • optisch unübersichtlich und wenig präzise
  • im US-PSN als Download erhältlich

Der Rhythmus-Feldzug ist ein originelles wie kurzweiliges Vergnügen, das Euch tanzend, nicht grübelnd in die Schlacht schickt.

Singleplayer70
Multiplayer
Grafik
Sound