Paradise Killer – im Test (Switch)

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Seite 1

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In einer anderen Dimension bevölkert eine Art Sekte eine Insel, die alle paar Jahrtausende erneuert wird mit dem Ziel, irgendwann perfekt zu sein, um so außerirdische Götter beschwören zu können. Vor der 25. und letzten Inkarnation des Eilands werden aber die Anführer ermordet und die eigentlich verbannte ”Recherche­spezialistin” Lady Love Dies (das seid Ihr) gerufen, um den Täter zu finden.

Das klingt total seltsam? Absolut, denn Paradise Killer ist ein ausgesprochen eigentümliches Erlebnis, auf das man sich einlassen muss – dann zieht es Euch aber in seinen Bann. Eure Detektivin wie auch die Insel­einwohner warten mit einem Design auf, das aus besonders durchgeknallten Comics der 1980er stammen könnte, während das Eiland selbst von der Internet-Ästhethik der 1990er geprägt ist. Dazu dringt ein feiner Retrowave-Soundtrack in die Gehörgänge – das lässt sich in Worten nur schwer gebührend beschreiben, ergibt aber ein umwerfendes Gesamtbild.

Auch spielerisch werden Mechaniken ungewohnt kombiniert: Die fast frei erkundbare Insel inspiziert Ihr zu Fuß aus der Ego-Sicht, dabei löst Ihr ein paar Rätsel und sammelt vor allem Hinweise – entweder als Objekte oder in Plaudereien mit anderen Menschen nach Visual-Novel-Art. So entfaltet sich bald ein faszinierend komplexes Story-Gebilde und es tauchen immer neue Fragen auf, die Ihr aber nicht unbedingt alle lösen müsst: Es steht Euch nämlich frei, jederzeit den abschließenden Prozess einzuleiten, wenn Ihr meint, genug Indizien gefunden zu haben.

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