Persona 4 Golden – im Test (PS4 / Xbos Series X / Switch)

10
2020
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Seite 1

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2008 gehörte die PS2 eigentlich längst zum alten Eisen und war von Xbox 360, PS3 und Wii abgelöst worden. Atlus störte das aber wenig, und so bauten die RPG-Experten aus Tokio auf dem exzellenten Fundament von Persona 3 auf und brachten den Nachfolger ­Persona 4 auf die zwar nicht HD-fähige, aber dafür bestens bekannte und vor allem enorm weit verbreitete Sony-Hardware. Doch es ist das Vita-Update ­Persona 4 Golden, das den Mystery-RPG-Alltags-Mix 2012 schließlich zum Kultspiel werden lässt: ­Hübschere Grafik und noch mehr Inhalt machen die portable Fassung zum Must-have der kleinen, aber begeisterten ­Vita-Gemeinde und legt die Grundlage für den weltweiten Erfolg von Persona 5 Jahre später. Nachdem es auf PC bereits 2020 eine Portierung gab, werden nun endlich Konsolenbesitzer damit bedacht, inklusive einer lebendigen deutschen Übersetzung.

Spielte der direkte Vorgänger noch in der Großstadt, verschlägt Euch der vierte Serienteil aufs Land, genauer gesagt in die Kleinstadt Inaba. Wo es eigentlich ­entspannt-idyllisch zugehen sollte, passieren seltsame ­Dinge: In regnerischen Nächten soll man, wenn man in einen ausgeschalteten Fernseher schaut, seinen Seelenpartner erblicken. Dramatischer sind aber die Morde: Die Leichen erscheinen einfach morgens und baumeln von hohen Fernsehantennen. Diesen Geheimnissen kommt die Heldentruppe nach und nach auf die Spur. Ihr selbst lebt bei Eurem Onkel und Eurer kleinen Cousine, habt gerade erst die Schule gewechselt und lernt schnell neue Freunde kennen. Da sind zum Beispiel die energische Kampfsport-Könnerin Chie und deren beste Freundin, die elegante Yukiki, Tochter der hiesigen Herbergs-Besitzer. Oder Yosuke, dessen Familie eine große Ladenkette gehört. Und noch einige mehr. Gemeinsam verschlägt es Euch in die TV-Dimension, wo Ihr nicht nur den ebenso seltsamen wie freundlichen Teddie kennenlernt, sondern auch mit den dunklen Aspekten Eurer Psyche konfrontiert werdet – und irgendwie scheint diese TV-Dimension auch mit den Morden zusammenzuhängen.

Und so entsteht schnell wieder der nunmehr klassische Persona-Loop: Gelingt es Euch, Schulalltag, Freizeit und die gefährliche TV-Dimension zu meis­tern und den Mörder ausfindig zu machen? Ihr habt dafür ein Jahr lang Zeit!

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AdvanceWarsFOREVER
I, MANIAC
AdvanceWarsFOREVER

Keine Physische Version => kein Kauf für mich. So leid es mir tut. Aber ich möchte dieses Spiel im Regal stehen haben. Und wenn es über nen Umweg wie PlayAsia oder sonst woher kommt.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

@Monty Kein Problem, so konnte ich seiten-technisch auch mal wieder über den Tellerrand schauen und es war tatsächlich spannend zu sehen, wie unterschiedlich zwei Seiten mit dem gleichen Namen sein können 😀

Ansonsten stimme ich xarjaz zu, hab P4G auf der Vita gespielt und die Möglichkeit, hier und da mal 10 – 30 Minuten zu spielen und trotzdem Fortschritte zu machen, ist bei so einem Umfangmonster Gold wert.

xarjaz
I, MANIAC
xarjaz

Persona 4 Golden ist ein absolutes Juwel. Wer die Wahl hat, dem würde ich die Switchversion empfehlen. Das Spiel ist super für Handhelds geeignet: in wenigen Minuten kann man einen Tag durchspielen, ein paar Freunde treffen, mit den Monsterfusionen experimentieren oder ein paar Gänge im Dungeon leer fegen und dann die Konsole wieder zur Seite legen. Oder man gibt sich stundenlangem Dungeoncrawling hin – P4G bietet so viel Abwechslung, dass man immer das Richtige zu tun findet.
Die moralischen Diskussionen zu den Charakteren überlasse ich anderen, man sollte aber meiner Meinung nach schon bedenken, dass man es hier eben nicht mit einem modernen westlichen Spiel zu tun hat, und die Sensibilitäten in Japan nicht zwangsläufig die gleichen sind wie bei uns. Wer schon länger JRPGs und andere japanische Titel spielt, kriegt hier nichts besonders Schockierendes geboten.

deRollEeinE
I, MANIAC
deRollEeinE

Hogwarts ist definitiv nicht mies…
aber darum geht’s hier ja auch nicht.

MontyRunner
I, MANIAC
MontyRunner

@Rudi
Sorry, dass ich nicht genauer war.

Ich werde mir ein eigenes Bild von Persona machen. Kann mir nicht vorstellen, dass ich das ganz so schlimm finde. Eben auch, weil das Spiel schon älter ist; echt Ulrich, schon 15 Jahre??? Krass, wie die Zeit vergeht!
Die Rowlingaversion teile ich hingegen. Zum Glück ist das Spiel ziemlich mies geworden.

belborn
I, MANIAC
belborn

Um was geht es denn genau?Kann mich an keine “umstrittenen” Szenen erinnern.

ghostdog83
I, MANIAC
ghostdog83

Überraschend ist das jetzt nicht. Zuletzt hat Eurogamer.net nicht nur auf einen Test zu Hogwarts Legacy verzichtet, sondern auch jegliche Berichterstattung, die das Spiel mit einbezieht, ignoriert (bspw. die UK Verkaufszahlen nicht mehr veröffentlicht). Auch mit guten Absichten, die ich hier sehe, kann ein eingeschlagener Weg nicht immer der geeignete sein, um mit einer bestimmten Thematik vernünftig umzugehen.

Steppberger
Super-M!

Vor allem ist bei einem der beiden Charaktere (Naoto) die Interpretation auch noch so engstirnig gefasst, dass eine andere mögliche und ausgehend etwa davon, wie die Figur später dann in Persona 4 Dancing auftritt, eigentlich auch wahrscheinlichere schlicht wegignoriert wird.

Dass in den Personas hier und da Situationen auftauchen, die man heute so nicht mehr unbedingt in einem neuen Spiel erleben dürfte, streitet derweil auch niemand ab. Teil 4 hat nunmal auch schon 15 Jahre auf dem Buckel.

Rudi Ratlos
I, MANIAC
Rudi Ratlos

Jetzt habe ich mich extra durch die fürchterliche Seite von Eurogamer.de gequält und keine negative Aussage diesbezüglich gefunden, um dann festzustellen, dass du die .net Seite meinst. Der dort aufgeführte Artikel ist aber ziemlicher Käse (die Autorin der dt. Seite reagiert recht ausführlich darauf in den Kommentaren) und hat arg viel „Überinterpretation eines alten Spiels inklusive des Abgleichs der Moralvorstellungen des Autors“. Alleine schon die Aussage „hab‘s damals nicht gespielt, aber da es jetzt mehr Aufmerksamkeit bekommt, hat Atlus das gefälligst anzupassen“ ist arg arrogant und vermessen.
Und der Tenor, dass P4 und seine Charaktere ziemlich großartig sind, ist eigentlich recht eindeutig, da „gehen die Meinungen nicht weit auseinander“, ist halt in dem Moment die Meinung eines Schreibers 🤷‍♂️

MontyRunner
I, MANIAC
MontyRunner

sympathische Charaktere

Witzig, wie weit die Meinungen auseinandergehen. Auf Eurogamer schreiben sie von veralteten Stereotypen und Misogynie. Ich kann das nicht beurteilen, habe die Personas aber immer noch auf meiner Nice-To-Play-Liste (und selbstverständlich im Stapel der Schande ;-).