Phoenix Point: Behemoth Edition – im Test (Xbox One)

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Die Menschheit steht vor ihrem Untergang – mal wieder. In Phoenix Point haben jedoch weder Teufelswurm-Infizierte wie in Back 4 Blood noch der Gestrandete Tod wie in Death Stranding Schuld an der Misere. Vielmehr ist es die globale Erderwärmung, die zum Schmelzen des Permafrosts führte und dadurch das Pandoravirus freisetzte. Das Virus außerirdischen Ursprungs verbreitete sich rasant schnell, infizierte zunächst die Ozeane und schließlich auch einen Großteil der Erdbewohner, die daraufhin zu grotesken Hybriden aus Mensch und Krabbe mutierten. Inmitten dieser schier unaufhaltsamen Tragödie besteht Eure Aufgabe nun darin, die namensgebende Geheimbasis Phoenix Point wieder in Betrieb zu nehmen, um die bevorstehende Apokalypse doch noch aufzuhalten.

Der letzte Absatz klingt verdächtig nach UFO: Enemy Unknown und XCom? Kein Wunder, denn Spieldirektor und Chefdesigner ist kein Geringerer als UFO-Erfinder Julian ­Gollop. Spielmechanisch übernimmt Gollop auf den ersten Blick viele Grundkonzepte seiner Klassiker. Auch hier agiert man also sowohl auf einer globalen Strategiekarte als auch in rundenbasierten Taktikkämpfen. Einsatztrupps zusammenstellen und an Brennpunkte rund um den Globus entsenden, Ressourcen sammeln, Forschung betreiben, ­Charaktere ausrüsten und hochleveln, mit ­rivalisierenden Fraktionen verhandeln, die alle ganz eigene Ziele verfolgen – Genre-Kenner finden sich gut zurecht und tauchen schnell ein in die konsequent, aber mit einfachen Mitteln ­erzählte Geschichte. Einsteiger brauchen indes deutlich länger, bis sie alle Spielmechanik-Finessen verinnerlicht haben, zumal die Tutorials etwas kurz und oberflächlich gestaltet wurden.

Schaut man genauer hin, fallen allerdings diverse Elemente ins Auge, die Phoenix Point anders macht als die XCom-Serie. Dies betrifft insbesondere das Zielen während der Gefechte, für das sich Snapshot Games vom V.A.T.S.-System aus Fallout 3 inspirieren ließ. Will heißen: Bevor Ihr einen Gegner angreift, dürft Ihr gezielt bestimmte Gliedmaßen anvisieren. Ballert Ihr beispielsweise einem feindlichen Infanteristen den Arm weg, kann er zweihändige Schusswaffen nicht mehr nutzen. Pumpt Ihr einem Alien-Boss Blei in die Krallen, kann dieser Nahampfattacken nicht mehr durchführen usw. Dazu gesellen sich vielseitig zerstörbare Umgebungen und die ­Ressource ­”Willenskraft”. Letz­tere wird durch klaffende Wunden, angsteinflößende Monster, sterbende Kameraden etc. dezimiert und führt dazu, dass Betroffene Panikattacken bekommen und sogar bleibende psychische Schäden nehmen, die sich dann oft nur durch bestimmte Technologie ­kurieren lassen.

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