Pillars of Eternity: Complete Edition – im Test (PS4)

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Meinung

Max Wildgruber meint: Meine goldene Rollenspielkuh? Ein Hybrid mit der Story und Atmosphäre von Pillars of Eternity und der vorbildlichen Joypad-Bedienung und dem Kampfsystem aus Divinity: Original Sin! Aber genug gemuht… Auch wenn die neuen Ringmenüs umständlicher ausfallen als die Tastatur-Maus-Combo des Originals; auch wenn Miniruckler und epische Ladezeiten den technischen Eindruck schmälern: Erzählerisch bleibt Chris Avellones spiritueller Baldur’s Gate-Nachfolger auch auf Konsolen ein Schwergewicht. Kaum ein aktuelles Rollenspiel blutet mehr Tragik und Atmosphäre aus! Selbst ein Geralt von Riva schaut mir wohlwollend brummelnd über die Schulter, wenn ich am Ende vieler Quests minutenlang auf die Dialogoptionen starre und versuche herauszufinden, welche Lösung das kleinere Übel sein könnte. Denn simples Schwarz-Weiß gibt es hier nicht, alles ist grau. So glückt Pillars of Eternity mit seiner angestaubten Technik etwas, das bei mir bislang nur wenige Spiele geschafft haben: Es stellt mit großer Erzählkunst eine emotionale Bindung zwischen mir und seiner Welt her. Und deshalb spiele ich noch im Kopf weiter, wenn ich das Pad längst weggelegt habe.

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