Pit People – im Test (Xbox One)

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Ein riesiger böser Bär kollidiert mit der Erde. Er bringt Chaos und Zerstörung über die Menschheit und was sonst noch an irrwitzigen Gestalten über die hexagonale Oberfläche geistert. Und er macht Blaubeerbauer Horatio – nachdem er mit seiner gewaltigen Pfote dessen Haus sowie Sohn Hansel geplättet hat – zum tapferen wie rachedurstigen Helden des durchgeknalltesten Strategiespiels ­dieser Generation.

Wie die anderen Spiele von The Behemoth bedient sich Pit ­People bewährter Mechaniken, die zwar in einen kunterbunt-bizarren Grafikstil eingebettet und mit einer dicken Schicht Absurdität und Geschmacklosigkeit überzogen werden, letztlich aber eingängig sind und keiner großen Erklärung bedürfen. Nach Plattform-Action und seitlich scrollender Prügelei haben sich die Entwickler diesmal traditionelles Taktik-Rollenspiel zum Vorbild genommen. Mit einer schrägen Heldengruppe aus maximal sechs Leuten (mächtigere Klassen belegen gleich zwei Plätze) zieht Ihr in einem Kanonen-bestückten Planwagen über Land und erledigt Quests und Nebenmissionen, was gewöhnlich mittels rundenbasierter Scharmützel geschieht. Hier zieht Ihr Eure nah- oder fernkämpfenden Helden gemäß ihrer Beweglichkeit (die unter zu schwerer Ausrüstung leidet) in strategisch günstige Positionen, beschäftigt Euch mit Wirksamkeiten und Immunitäten (neben roher Gewalt gibt es zum Beispiel auch Gift-, Eis- oder Elektro­attacken) und beachtet Details der Umgebung wie bevorstehende Bombeneinschläge oder Nester, die frische Gegner generieren. Die große Besonderheit liegt im Ablauf der Runde: Ihr zieht nicht Held um Held, sondern legt sämtliche Zielpunkte fest, zu denen dann auf Knopfdruck gleichzeitig gewandert wird. Anschließend führen die Recken selbstständig ihre Aktionen durch, wobei es ­ihnen bei mehreren erreichbaren Gegnern selbst überlassen bleibt, wem sie die Waffe über die Rübe ziehen. Das Kampfgeschehen, obschon immer noch strikt rundenbasiert, gewinnt dadurch an Action und Dynamik.

Auch die Rollenspiel-Anleihen von Pit People sind klassisch und sorgen für gehörige Motivation: Erfahrung und Stufenaufstieg, durch Waffen und Rüstung zu beeinflussende Attribute (Schaden, Verteidigung, Blocken, Ausweichen), jede Menge Beute und Goldmünzen, die in den Weiten der Welt warten, sowie neue Mitstreiter, die in der Stadt ange­heuert oder in Kämpfen mittels Fangnetz ”rekrutiert” werden können, belohnen verlässlich und lassen die Stunden verfliegen.

Und wie bei ihren Titeln üblich, legen The Behemoth auch bei Pit People wieder großen Wert auf Gamer-Geselligkeit: Das Abenteuer lässt sich ebenso im Koop spielen wie die Arena-Kämpfe, die gegen die KI oder ein menschliches Gegner-Duo ausgefochten werden.

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