Prince of Persia – im Klassik-Test (PS3 / 360)

1
1497
Zurück
Nächste

Seite 2

Nach einem kurzen Tutorial, das mit der Befreiung Ahrimans endet, erkundet Ihr vier Gebiete, die von Finsternis verseucht ihrer Heilung harren. Also hüpft, hangelt, schlittert und kraxelt Ihr auf linearen Parcours durch die ersten vier Abschnitte, wo Ihr das Schergen-Quartett Ahrimans kennenlernt. Legt auf der Karte einen Zielpunkt fest und folgt Elikas Lichtstrahl über Abgründe und an Wänden entlang. Die Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen sind fließend und unterscheiden sich primär durch ihre Farbgebung. ­Geheilte Bereiche erstrahlen in satten Farben, neue Orte sind dunkel und werden von der zähen schwarzen Macht des Finstergottes beherrscht, die Ihr meiden solltet. Am Ende jedes Abschnittes lauert ein Gegner, dem Ihr mit vier Angriffsarten zu Leibe rückt: Schwertstreich, Wurf, Akrobatik und Elika. Um ihren Magie­angriff auszulösen, müsst Ihr nah am Gegner stehen. Deshalb stecken ungeduldige Spieler häufig Treffer ein, denn Blocken und Magie lassen sich nicht kombinieren. Vermasselt Ihr den Kampf, schreitet Elika ein, was auch die Energieleiste Eures Gegenübers auffrischt. Nur mit dem richtigen Timing kombiniert Ihr alle Manöver zu spektakulären Aktionen. Flüchtet der angeschlagene Gegner, heilt Elika das befreite Areal auf Knopfdruck.

Sammelt anschließend frei ­gewordene Lichtkeime, um vier Spezial­fähigkeiten zu erwerben. 540 Stück genügen, Achievement-Jäger spüren jedoch alle 1.001 Keime auf. Aktiviert damit farbige Felder in den 24 ­Abschnitten, um an ihnen durch die Luft zu wirbeln, Schwindel ­erregende Rennpassagen über Kopf und an senkrechten Wänden zu meistern oder im freien Flug Hindernissen auszuweichen. So erschließt Ihr in selbstbestimmter Reihenfolge neue ­Bereiche.

Die an sich gelungene Hüpfkost gefällt durch ­edlen Comic-Stil und eine zugängliche Steuerung, ­enttäuscht aber Fans der Vorgänger. Das Spiel nimmt Euch die meiste Arbeit ab, denn es sind stets weniger Eingaben nötig als erwartet. Das raubt dem Spiel auf Dauer die Spannung, der Story hingegen fehlt die treibende Dramatik vergangener Abenteuer. Wo einst ein Prinz sein Reich vor dem selbstverschuldeten Untergang retten musste, reißt nun ein dahergelaufener Grab­räuber Witze – kein Wunder, schließlich kann Euer Held nicht sterben.

Zurück
Nächste
1 Kommentar
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Dre
Dre
16. Mai 2025 7:15

Für mich war es ein sehr gutes Spiel. Ich wollte kein The Sands of Time 4. Einzig das offene Ende fand ich nicht so sehr gelungen, was aber der Epilog für mich wieder ausbügelte.