Prison Break: The Conspiracy – im Klassik-Test (PS3 / 360)

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Anders als ”24”, ”Lost” oder ”CSI”, deren Spiele erschienen, als ihre Fangemeinde noch groß war und aktuelle Folgen über die Mattscheibe flimmerten, muss ­Prison Break mit zwei Handicaps leben. Die Serie wurde nach vier Staffeln vor knapp einem Jahr beendet. Und obwohl die Quoten in Deutschland auf RTL akzeptabel waren, spielt sie in einer tieferen Popularitätsliga als obige Prominenz. Schuld am Nachzüglerstatus ist der ursprüngliche Publisher Brash Entertainment, dem 2009 ein jähes Ende beschieden war, weshalb die slowenischen ­Entwickler Zootfly erst im Winter eine neue ­Heimat bei Deep Silver fanden. Angesichts der widrigen Umstände stellt sich die Frage: Kann Prison Break: The Conspiracy ohne die TV-Serie bestehen? Testausbrecher Steppberger (gerüstet mit ’Den Namen kenne ich, gesehen habe ich aber keine Folge‘-Wissen) sagt: Ja!

Die Handlung des Action-Abenteuers spielt parallel zur ersten Staffel, in der es noch zentral um die namensgebende Flucht geht. Ihr schlüpft nicht in die Rolle eines Serienstars, sondern werdet als Undercover-Agent in den Knast eingeschleust, um herauszufinden, was die eigentlichen Helden vorhaben. Kenner haben zweifelsohne Verständnisvorteile, zumal die Charakterzeichnung oberflächlich bleibt. Aber auch Novizen kapieren die wichtigsten Zusammenhänge.

Im Gefängnis erwartet Euch gängige Action-Adventure-Kost mit ein paar Eigenheiten: Als Insasse könnt Ihr natürlich nicht tun und lassen, was Ihr wollt. Deshalb spielt der Stealth-Aspekt bei Botengängen und Aufträgen eine zentrale Rolle. Schiebt Euch an Wänden entlang, richtet Überwachungskameras neu aus, klettert durch Luftschächte und achtet stets darauf, keine Aufmerksamkeit bei patrouillierenden Wächtern zu erregen. Immer wieder müsst Ihr Türschlösser mit einem Dietrich knacken, was gut von der Hand geht, aber etwas zu oft vorkommt. Gelegentliche Quick-Time-Einlagen sorgen für Überraschungsmomente, während Ihr hin und wieder bei Prügeleien die Fäuste fliegen lasst – allerdings nur gegen Mithäftlinge, Kontakte mit dem Personal sorgen für das sofortige Aus.

Originelle Einfälle sind bei Prison Break selten, die Grafik ist mit soliden Charaktermodellen, aber wenig detailreichen Umgebungen nicht überwältigend. Doch das interessante Szenario und die gelungene Inszenierung der Aufträge sorgen dafür, dass das Abenteuer nicht langweilt. Allerdings seid Ihr nach acht Stunden durch und es gibt kaum Anreize für einen weiteren Durchgang. Der lieblose ’Fight Club‘-Modus für zwei Spieler entpuppt sich als eine sinnfreie Beigabe: Das simple Kampfsystem stört während der Story nicht, ist hierfür aber entschieden zu banal.

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KVmilbe
24. Februar 2026 17:09

🗣️: ich hol dich da raus! Ich glaub an dich, so wie du an mich glaubst 🎶