Pro Evolution Soccer 2015 – im Test (PS3/PS4/360/XOne)

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Eigentlich müsste dieses Spiel Pro Evolution Soccer 7 heißen, so sehr erinnert es an die glorreichen Zeiten, als der Konami-Kick noch keine Jahreszahl im Titel hatte und mit der Konkurrenz den Boden aufwischte. Das bedeutet: knackige, taktische und gut spielbare Matches, verpackt in biedere Präsentation. Reicht das, um FIFA die Stirn zu bieten?

Beginnen wir mit dem Wichtigsten, dem Kick auf dem Rasen: Im Angriff zeigt PES 2015 seine Schokoladenseite. Mitspieler zeigen Laufwege und sprinten in Freiräume, der eigene Sportler schlängelt sich mit minimalen Stickbewegungen durch die Abwehr, Flanken und Schüsse haben Wucht. Passé sind die langen Eingabeverzögerungen aus dem Vorjahr – endlich gibt es wieder schnelle Abschlüsse, Abstauber und flinke Pässe. Großer Vorteil gegenüber FIFA: Das Mittelfeld wird nicht einfach überbrückt, der Spielaufbau und überlegte Pässe sind essenziell für erfolgreiche Matches. Schwächen zeigt die eigene Defensive: Mit simplen Stocherern und Grätschen ist man der rempelnden und Trikot-ziehenden kanadischen Konkurrenz unterlegen, Verteidiger legen oft eine Denkpause ein oder schaffen es auch zu dritt nicht, einem durchschnittlichen Stürmer den Ball abzujagen. In Zweikämpfen fallen Kontrahenten oft wie vom Blitz getroffen um, Foul-Animationen hinken FIFA hinterher. Den Schiedsrichter kümmert’s nicht, er pfeift äußerst selten.

Offline-Spieler zocken die bewährte schmucklose Meisterliga, in der Ihr Spieler transferiert, die Jugend beobachtet, Scouts ausschickt und hoffentlich Titel holt. Alternativ arbeitet Ihr Euch im ”Werde zur Legende”-Modus mit einem einzigen Spieler zum Star hoch. Ihr startet mit relativ guten Werten, erste Tore und Vorlagen sind nach wenigen Matches auf dem Konto. Werdet Ihr ausgewechselt, lässt sich der Rest der Partie aber immer noch nur beschleunigen, nicht per Knopfdruck simulieren. Online verdient Ihr im neuen ”myClub”-Modus In-Game-Währung, um Scouts zu verpflichten, die Euch Verstärkung für Euer Team anbieten. Alternativ zahlen Ungeduldige per Mikrotransaktion mit echtem Geld.

Spielerisch macht PES also eine Kehrtwende in die Vergangenheit, für die Technik gilt das nicht. Auf PS4 und Xbox One läuft der Titel nahezu ruckelfrei, und viele Spieler sehen ihren realen Vorbildern sehr ähnlich. Zu bunte Trikots und einige holprige Animationen trüben aber den Gesamteindruck.

Tobias Kujawa meint: Kann ein Rückschritt ein Fortschritt sein? Bei PES eindeutig ja! Die Teile 4 bis 6 habe ich verschlungen, 2015 fügt sich in diese Reihe ein, behält aber auch die Schwächen dieser lange zurückliegenden Epoche bei. Torhüter und Abwehr haben heutzutage ein zu limitiertes Fähigkeiten-Repertoire, um einem ernsthaften Angriff standzuhalten. Meckern muss ich leider über den FC Bayern München und Real Madrid. Beide Mannschaften sind jeder anderen Elf haushoch überlegen, daneben nehmen sich etwa Manchester City und Barcelona mit wackeliger Defensive wie Dilettanten aus. Mal sehen, ob Konami hier mit den neuen wöchentlichen Aktualisierungen, die das reale Fußballgeschehen spiegeln sollen, nachbessert. Insgesamt atme ich nach dem hakeligen letzten Teil aber wieder auf.

Sascha Göddenhoff meint: Ich hatte für PES 2015 nur eine Hoffnung: Es möge bitte kontrolliert spielbar sein. Und ich bin erleichtert, denn endlich kommen Pässe wieder beim Mitspieler an und Torschüsse fliegen mit Wucht gen Keeper. Besonders wichtig dabei: Anders als bei der FIFA-Daueroffensive läuft hier der Spielaufbau über das Mittelfeld und gibt mir die Möglichkeit, einen Angriff gezielt herauszuspielen. Das klappt auch deshalb sehr gut, weil Stürmer clever die Räume besetzen und dabei das Anspiel fordern. Der Defensive gehen ähnliche Feinheiten ab, hier führt leider allzu häufig Gestocher zum Erfolg. Über die Präsentation der Spielmodi rede ich am besten nicht, denn die ist erneut sehr bieder. Am Ende spielt das für mich jedoch keine große Rolle, denn PES ist wieder Fußballspiel und nicht mehr Gestolper.

  • myClub-Modus statt Online-Meisterliga
  • abgespeckte Präsentation auf PS3 / 360
  • deutsche Teams: Bayern, Schalke, Leverkusen, Nationalmannschaft
  • neu: viele europäische Zweite Ligen

Nach dem verkorksten letzten Jahr meldet sich ”PES” eindrucksvoll mit gutem Mittelfeld- und Angriffsspiel zurück. Die Abwehr schwächelt noch.

Singleplayer84
Multiplayer
Grafik
Sound
Walldorf
I, MANIAC
Walldorf

Ich bleibe bei PES 2011, das spielt sich immer noch am Besten.PES 2015 macht aber auch einen guten Eindruck, hätte ich eine PS4, würde ich es kaufen. Auf der Xbox 360 ist die Rasentextur leider ziemlich unscharf.

Hitokiri
I, MANIAC
Hitokiri

[quote=Boushh]Das Einzige das mich dieses Jahr vom Kauf abschreckt ist der Judas Götz€ auf dem Cover. Den will ich nicht im Regal stehen haben.[/quote]Wieso Judas? Eher Mesias, oder wer hat das WM Siegtor grandios geschossen? Vorschlag: Scan dir das Cover ein und für am PC per Bildbearbeitung Lewandows…oh ups.. geht ja auch nicht… ja dann 😀 Großkreuz…*schüttel* und dann hast ein eigenes PES Cover zum Austauschen ;)Ich kann jetzt nur von der PS3 Demo sprechen, die wirkte aber doch schon sehr “”lahmarschig””. Da bleib ich lieber bei PES2010 🙂

Sanftmut
I, MANIAC
Sanftmut

Genau! WO IST DER EMBLEM-EDITOR?Da hab ich mir so schön den BVB zusammen gebastelt, nur um dann entsetzt feststellen zu müssen, daß ich keine Trikotwerbung mehr anfertigen kann. Und dann dieses blöde PES-United Logo…Allerdings ist eine Sache sehr löblich: Bei früheren Teilen hatten die “”Selbstgebastelten”” Mannschaften teilweise gehörige Aussetzter auf´m Platz. Das ist jetzt nicht mehr so!

Kinski
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Kinski

Bin am überlegen ob ich es mir dieses jahr mal wieder geben soll.

Rutte
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Rutte

Pes ist super und meiner meinung nach bei 89%. Es spielt sich super und ist ein ECHTES PES! Aber der Versuch der Ultimate Team Abzocke ist traurig. Allerdings ist FUT bei ea der beliebteste modus und daher kann man es konami nicht für übel nehmen. Noch ein punkt, korrigiert mich wenn ich falsch liege aber wo ist der emblem editor hin? Die können den doch nicht weg lassen. Ich will logos basteln!

cuthbert
I, MANIAC
cuthbert

Kann mich hier ebenfalls nur einreihen in die Kritik.2 Wochen Fifa und ich lache mich mittlerweile tot wie das Spiel künstlich an der Engine schraubt um Spiele zu drehen oder spannend zu machen. Momentum ist der totale Megaschrott mit teilweise krotesken Spielverläufen und wundersamen Mutationen einzelner Spieler. PES siegt eindeutig auf dem Platz und muss daher mindestens gleichhoch bewertet werden. Was mich ebenfalls wundert ist das kein Mensch diesen Kartenmodus in FIFA kritisiert wo dreist wie bei Smartphonespielen ala Clash of Clans nur weiterkommt wer Dollars investiert. Handyspiele nicht testen wollen und bei Konsolenspielen das gleiche gutheißen….Schimpfe Schimpfe!

Boushh
I, MANIAC
Boushh

Vom Gameplay her gefällt es mir auch um Längen besser als Fifa, hab´s neulich bei ´nem Kumpel gezockt. Das Spiel fühlt sich einfach viel mehr nach Fussball an, die Physik wirkt authentischer usw.Das Einzige das mich dieses Jahr vom Kauf abschreckt ist der Judas Götz€ auf dem Cover. Den will ich nicht im Regal stehen haben.

Bastian_RS6
I, MANIAC
Bastian_RS6

Richtig gutes Fußballspiel, über die hohe Wertungs-Differenz zu FIFA wundere ich mich auch. Die Präsentation war bei FIFA immer besser, aber das sollte doch eigentlich zweitrangig sein… Egal, mir gefällt es um Längen besser als jedes FIFA, spielt sich wunderbar.

Bravopunk
I, MANIAC
Bravopunk

Da kann ich nicht anders als mich zu beschweren wie Fifa dagegen im Verhältnis 90% einheimsen konnte. Gnagnagna^^.