Resident Evil 7 biohazard – im Test (PS4 / Xbox One)

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Meinung 2

Michael Herde meint: Bravo, Capcom, bravo! Genau so muss Resident Evil sein. Das Spiel ist bei genauer Betrachtung so unverschämt Old School, dass ich nostalgisch grinsen musste – wenn mir nicht mal wieder vor Schreck der Controller entglitt oder ich feige in einer dunklen Zimmerecke kauerte, pausierte und mich nicht weiterzuspielen traute. Aber so will ich das ja haben! Stark finde ich außerdem, dass Capcom nicht in die Nostalgiefalle zahlloser Hollywood-Reboots tappt: Statt plump alte, beliebte Szenen und Anspielungen aufzuwärmen, streut Capcom solche Momente sehr subtil ein. Trotz struktureller Parallelen und Reverenzen an frühe Episoden ist Teil 7 keineswegs anbiedernd. Das Spiel ist seinen Wurzeln treu und findet zugleich eine eigene Identität. Gerade Dauer-Recycler Capcom verdient dafür in meinen Augen größtes Lob: Die Entwickler haben präzise herausgearbeitet, was die Reihe ursprünglich auszeichnete, und das modern und komfortabel spielbar gemacht, ohne etwas überzustrapazieren. Schönes Detail: Trotz mehrmaligen Scheiterns an einer Stelle gab das Spiel nicht wie Uncharted sofort, sondern nur langsam immer genauere Lösungstipps im Ladebildschirm. Unbedingt wollte ich auch den VR-Modus ausprobieren: Nach zwei Stunden wurde mir flau, bis dahin ergötzte ich mich an der Bewegungsfreiheit und der intensiven Immersion. Die Unschärfe des Displays trübte zwar das Vergnügen, aber ich war definitiv im Baker-Haus! Die Story erfindet im Grunde das Rad nicht neu, wird aber toll erzählt. Ein paar ungeklärte Fragen hätte ich allerdings noch – die beantworten vielleicht die kommenden Zusatzinhalte.

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