Revelations: Persona – im Klassik-Import-Test (PS)

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Während japanische Rollenspielfans schon auf dem Super Nintendo die Dämonen von Persona beschworen, mussten sich westliche Highschool-Abenteurer mit einem wehmütigen Blick auf die unverständlichen Kanji-Menüs begnügen. Die amerikanische 32-Bit-Version schafft Klarheit: Als fleißiger Schüler der St. Hermelin Highschool beginnt für Euch in der Mittagspause ein schrecklicher Alptraum. In einem Abstellraum öffnet sich das Tor zur Dimension der Dämonen, Geister und Zombies, die zähnefletschend Eure Heimatstadt überlaufen. Schult ist ein Experiment des Konzernchefs Guido sar Denia, der mittels Dimensionsforschung die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Anders als in konventionellen Rollenspielen aus drei Perspektiven: Durch die Polygonstraße Eurer Heimatstadt schlendert Ihr aus der Vogelperspektive, Dungeons und Gebäude durchstreift Ihr feldweise in 3D. Puzzles löst Ihr aus isometrischer Sicht, dabei erscheinen Eure Helden als putzig animierte Studenten-Sprites.

Auf der Suche nach Security-Cards und Obermotz Guido stellen sich Euch hungrige Monstergruppen in den Weg, die gierig zum Kampf auffordern. Während unermüdliche Krieger in bewährtem Rundenkampf die Schleimklumpen, Untoten und Drachen mit Schwert, Handfeuerwaffe und Dämonenzauber aus dem Weg räumen, verwickeln diplomatische Zeitgenossen die Widerlinge in ein Gespräch: Ängstliche Monster verschreckt Ihr mit großen Sprüchen und abfälligen Bemerkungen. Mit sexy Flirtversuchen und einschmeichelnden Komplimenten schwatzt Ihr doofen Gegnern Goldstücke, magische Steine oder gar eine der begehrten Magiekarten ab, die Euch in Kombination mit anderen Karten und der entsprechenden Mondphase Macht über einen Dämonen und dessen Magie verleihen.

Persona setzt insbesondere auf das Kombinieren von Magiekarten, das Erfroschen von Dungeons kommt auf der Suche nach den mächtigsten Dämonen natürlich nicht zu kurz. Dabei sorgen Zwischenspiele für Abwechslung, die düster-mystisch gehaltene Grafik ist unspektakulär, überrascht jedoch mit einigen Gags. Die komplexen, dennoch übersichtlichen Menüs erleichtern Euch den Einstieg, die Steuerung ist intuitiv. Teils mulmige, teils freche Hintergrund-Sounds (von der Opern-Arie bis zu japanischen Bubigesängen) passen hervorragend zur esoterisch-verschrobenen Stimmung und sorgen obendrein für einige Lacher. Wer von gewohnter Fantasy-Kost genug hat, sollte das eigenwillige Persona anspielen. Übrigens: Für fleißiges Ausprobieren solltet Ihr sechs Blocks auf Eurer Memory Card reservieren.

In der Gewalt der Dämonen: Düsteres Highschool-Abenteuer mit umfangreichem Magiesystem und Monsterplausch.

Singleplayer74
Multiplayer
Grafik
Sound
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Von allen Spielen auf dem Classic ist das erste Persona wirklich befremdend.Das ist ein furztrockener Dungeoncrawler,hat mit Teil 3 bis 5 noch wenig gemeinsam.Wollte man wahrscheinlich mit dem Namen was reissen.