Skylanders Giants – im Test (PS3)

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Fiesling Kaos erweckt antike Riesenroboter und bedroht so erneut die kunterbunte Schwebewelt Skylands: Spyro, Stump Smash und zahlreiche weitere Helden brechen auf, um selbst einen Giant zu erobern und Kaos zur finalen Schlacht zu zwingen. Wie beim Vorgänger liegen dem Starterpaket drei Spielzeugfiguren bei, die Ihr per Portal ins Spiel übernehmt. Kompatibel sind alle bekannten Helden und 20 Giants-Exemplare, neuerdings darf man sie bis Level 15 entwickeln und so ihre Kampfkünste ausbauen. In 16 Kapiteln knüpft Ihr Euch Kaos’ Schergen vor: In jedem Level gibt es neben den üblichen Arenakämpfen, Schiebe- und Schalterrätseln zahlreiche Elementaufgaben, die nur von einem bestimmten Heldentypen bewältigt werden können und dann geheime Bereiche öffnen. Ähnlich Pokémon unterscheidet man acht Klassen wie Feuer, Wasser, Pflanze und Geist. Des Weiteren erwarten Euch in jedem Level mehrere Zonen, in denen bestimmte Elementtypen Kampfboni genießen: Wer Rätsel und Geheimnisse ausreizen möchte, muss also mindestens acht Figuren zur Hand haben, diese abwechselnd via Portal ins Spiel bringen und parallel aufbauen – sonst hakt es in späteren Kapiteln. Grundsätzlich lässt sich das Abenteuer aber auch nur mit dem Starterpaket durchspielen und wenn später neue Helden dazukommen, kann man ältere Kapitel wiederholen. Bei den Kämpfen verfügt jede Figur über drei Angriffe bzw. Modi (z.B. Flug), die Ihr mit gesammelten Schätzen freischaltet und verbessert: Manche Helden bevorzugen Nahkampf, andere spucken Geschosse oder flächendeckende Elemente wie Blitze. Im Koop-Modus ergänzen sie sich prima. Zusätzlich erlernen sie Superattacken, nutzen KI-Helfer und erweitern ihre Statuswerte mit zahllosen Hüten. Jede Figur meistert zudem neun eigene Quests und einen Herausforderungslevel.

An vielen Stellen wird die Action mit Minispielen aufgelockert: Schlösser knackt Ihr mit verzwickten Labyrinthaufgaben, Ihr bedient Kanonen sowie Giant in Ego-Perspektive und besiegt allerlei Wächter mittels Puzzle-Kartenspiel. Für PS3-Verhältnisse ist die Grafik stellenweise etwas unspektakulär und unscharf ausgefallen, da ist man von der Konkurrenz mehr gewohnt – auch was die Renderfilme angeht. Der spaßigen Aufmachung fehlt in manchen Szenen zudem etwas der Schwung, weil die Synchronsprecher mehr kindlich denn witzig daherlabern: Hier kann Toys for Bob noch etwas bei Disney und Dreamworks spicken.

Oliver Ehrle meint: Elementkonter, hohe Rätseldichte und jede Menge Kampfaction mit ausgeschlafenen Monstern: Für junge Spieler ist Skylanders Giants ein aufregendes Abenteuer, das Euch ständig umdenken lässt. Da kann man bei der nicht immer aktuellen Grafik auch mal ein Auge zudrücken – man hätte auch mehr Obermotzkämpfe einbauen können. Die umgesetzten Designideen sind jedoch abwechslungsreich und bieten selbst Profis neue Herausforderungen. Erwachsene blicken aber nicht nur ins Spiel, sondern auch auf den Geldbeutel: Die Fähigkeiten pro Figur (= zehn Euro) sind doch sehr überschaubar und wer bei den Kämpfen nachhaltige Abwechslung genießen möchte, muss dann doch nachkaufen. Der Vorwurf der Geldmacherei ist also durchaus berechtigt, wenn man den Preis für herkömmliche Charakter-DLCs vergleicht. Bei nur zwei kompatiblen Videospielen bleibe ich gegen das Sammelfieber immun.

  • vergnüglicher Mix aus Action und Rätseln
  • übernehmt Actionfiguren per RFID-Portal ins Spiel und entwickelt sie
  • Duell- und Koop-Modus nur lokal
  • optisch nicht auf dem neusten Stand

Kämpfe, Elementrätsel und Sammelwahn mit realen Spielfiguren: Die Aufmachung ist aber noch nicht auf Disney-Niveau.

Singleplayer79
Multiplayer
Grafik
Sound
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