Sly 3: Honour Among Thieves – im Klassik-Test (PS2)

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Denn auch Raufbold Murray, Tüftler Bentley und Neuzugänge wie ein Yoda-ähnlich anmutender Koala-Guru oder ­ei­ne süße Hacker-Maus verfügen über besondere Talente. Während das Nilpferd den Mann fürs Grobe gibt, rauscht der seit Teil 2 gehbehinderte Bentley im Rollstuhl durch die Levels und heizt seinen Widersachern mit allerlei schurkischen Erfindungen ein. Der Guru wiederum lässt seine ­willenlosen Opfer per Gedankenkon­trolle in Hindernisse rauschen oder ­verwandelt sich bei Gefahr in einen arglosen Felsbrocken (je nach Level wird auch mal ein Häuflein Reisig, ein Topf Tulpen oder ein Käserad draus).

Wo wartet die nächste Herausforderung auf Eure Helden – und vor allem: auf wen wartet sie? Fragen, die in Sly 3 schnell und komfortabel beanwortet sind: Egal ob Ihr gerade in der Lagunenstadt Venedig unterwegs seid, Abenteuer im australischen Outback erlebt, auf einem Piratenschiff die Karibik durchkreuzt oder Euch in Holland zwischen Windmühlen und Blumenfeldern mit tollkühnen Tieren in ihren fliegenden Kisten duelliert – am Anfang jeder Mission steht das behagliche Diebesversteck. Hier erfahrt Ihr nicht nur, für welches Team-Mitglied ein Auftrag ansteht. Nein, Ihr dürft außerdem Euer sauer Erklautes via Computer im ‘Thiefnet’ verbraten: So eine Art eBay-Pendant für Gauner, über das Ihr neue Nahkampfmanöver und Spezialfertigkeiten für Eure Helden ersteht.

Anschließend geht’s mit dem Charakter Eurer Wahl in den Ausgangs-Level – ein riesiger Jump’n’Run-Tummelplatz, der sämtliche Abschnitte und Einsatzziele miteinander verbindet. Verkrümelt Euch hier an ein sicheres, vorzugsweise schön hoch gelegenes Plätzchen und blendet auf Button-Druck Euer nächs­tes Auftragsziel an. Am Horizont prangt ein riesiger Pfeil – und der lotst Euch unübersehbar zum kommenden Schauplatz. Vorausgesetzt natürlich, Euch passiert vorher kein tödliches Missgeschick: Unvorsichtige Diebe stürzen in tiefe Schluchten, ersaufen im Kanal, gehen im Sumpf unter und plumpsen vom Dach geradewegs zwischen eine wütende Dingo-Meute. Geschickte Leisetreter dagegen nutzen den Weg zum nächsten Level, um ihren Kontostand aufzubessern: Während Sly und Bentley sich von hinten an ihr Opfer ranschleichen, um ihm mit langen Fingern bzw. ferngesteuertem Magnet die ­Taschen zu leeren, schüttelt Murray seine Opfer wie ein Geldbäumchen, das seine Früchte klimpernd auf dem Textur-Asphalt verteilt.

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