Sly 3: Honour Among Thieves – im Klassik-Test (PS2)

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Meinung

Robnert Bannert meint: Großartiges Jump’n’Run mit Bonus-Dreingaben oder wirre Minispielsammlung? Gleich vorweg: Für das begehrte MAN!AC-Prädikat hat es nur gereicht, weil selbst der größte Sly-Muffel die schiere Masse an ­unterschiedlichen Konzepten und Minispielen nicht ignorieren kann – kein anderer Genre-Vertreter bietet so viel Abwechslung. Aber genau hier liegt auch das Problem: Anstatt sich auf die erprobten Hüpf-Tugenden des Hauptcharakters zu konzentrieren und den Rest nur als ergänzendes Beiwerk zu präsentieren, ist der Anteil an teils genrefremden und nicht immer geglückten Experimenten inzwischen so groß, dass Sly zum Nebendarsteller zu verkommen droht und dem Spiel selber ein solides Fundament fehlt. Abseits von diesen Schwächen sowie Sonys lächerlich schwacher Synchro gibt es reichlich charmante und fast perfekt kontrollierbare Jump’n’Run-Kost, die Euch mit zahlreichen Extra-Herausforderungen und freispielbaren Mehrspieler-Ausflügen für ­Wochen beschäftigt. Wer mit Slys Genre-Entschlussarmut und einigen frustigen Design-Ausrutschern leben kann, greift zu – denn das Komplettpaket ist sein Geld allemal wert.

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