Spacebase Startopia – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Vor knapp 20 Jahren veröffentlichte Micky Foot Productions – ein Zusammenschluss aus ehemaligen Bullfrog-Angestellten – eine quirlige, mit viel trockenem Humor gespickte ­Aufbausimulation namens Startopia. Der von Theme Park inspirierte ­Titel kassierte gute Kritiken und schaffte es auf der Insel sogar in die engere Wahl zum PC-Spiel des Jahres. Kommerziell jedoch blieb das Projekt hinter den Erwartungen zurück, weshalb die Marke in Vergessenheit geriet. Bis jetzt, denn mit Spacebase Startopia wagten sich die Realmforge ­Studios aus München an ein Remake des Klassikers.

Erneut werdet Ihr darin zum Leiter donutförmiger Raumstationen abberufen, die es in einer zehn Missionen umfassenden Kampagne zu verwalten gilt. Ergänzend dazu stellt Ihr Euer Manager-Geschick im vielseitig konfigurierbaren Sandbox-Modus sowie einem wahlweise gemeinsam oder gegeneinander spielbaren Multiplayer-Part für bis zu vier Teilnehmer unter Beweis.

Das Grundprinzip ist in ­allen Missionen trotz variierender Schwerpunkte gleich: Um eine florierende Station auf die Beine zu stellen, müsst Ihr die Bedürfnisse Eurer außerirdischen Besucher genau im Auge behalten und jeweils drei Deck-Typen bedacht ausbauen. Los geht es in der Regel mit dem Sub-Deck. Hier errichtet Ihr Schlafkojen samt Flüssigkeits- und Nahrungsspendern, stampft Kliniken zur medizinischen Versorgung aus dem Boden, konstru­iert Recycling-Anlagen, die Müll zu Energie verarbeiten, baut eine Kommunikationszentrale, die frühzeitig auf problematische Ereignisse hinweist usw. Damit auch die Unterhaltung nicht zu kurz kommt, stattet Ihr außerdem das Fun-Deck mit Tanzflächen, Arcades, Cafés, Glücksspielautomaten, Hotels, Fahrgeschäften und dergleichen aus. Bliebe noch das mittels Terraforming anpassbare Bio-Deck: Hier wachsen zahlreiche Ressourcen, die dann wiederum in der Fabrik zu anderen, dringend benötigt Rohstoffen weiterverarbeitet werden.

Seid Ihr mal nicht mit dem motivierenden Ausbau der ­Station beschäftigt, steht ständiges Mikro­management auf der Agenda. Müll sammeln, Krankheiten verursachende Schädlinge wegbeamen, tickende Zeitbomben entschärfen, Mechs von A nach B lotsen, um Störenfriede in Schach zu halten – Startopia-Koordinatoren haben alle Hände voll zu tun und wünschen sich spätestens ab der Hälfte der Kampagne mehr Automatisierungsoptionen sowie eine Pause-Funktion. Mehr Feinschliff hätte ferner den immer wieder stattfindenden Echtzeitkämpfen gutgetan, die leider kaum herausfordern, zuweilen seltsames KI-Verhalten offenbaren und im Gegensatz zum Rest des interstellaren Gewusels recht lustlos animiert sind.

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