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Bereits in den ersten paar Minuten zeigt uns Split Fiction, wie verschieden die Figuren und ihre erdachten Welten sind. Während wir Mio und ihre Vorliebe zu Sci-Fi-Geschichten in Form von zahlreichen Cyberpunk-Aspekten, knalligen Neon-Levels und treibenden Techno-Sounds kennenlernen, passt sich die Spielmechanik klammheimlich an die Optik an und führt uns sachte in das kooperative System ein. Ausgestattet mit einer Laserpeitsche kann Zoe beispielsweise schwere Gegenstände heben und Knöpfe umlegen, während Mio mit ihrem pinken Cyberninja-Schwert die Schwerkraft beeinflussen und sich teleportieren darf. Hierbei liegt der Fokus auf Action und Dynamik, sodass der Einstieg zwar relativ flott, aber dennoch zugänglich vonstattengeht. Kleinere Umgebungsrätsel, die wir natürlich nur im Team lösen können, sind in Mios Abschnitten hingegen gerade zu Beginn eher selten zu finden. Später steigen wir sogar noch gemeinsam auf ein Motorrad, flüchten vor einer fiesen Parkraum-Überwachungsdrohne und infiltrieren eine gewaltige Fabrik, die unser Teamwork mit allerlei Roboter-Gesocks und Metroidvania-Elementen auf eine harte Probe stellen wird. Denn im Mittelpunkt steht, wenn auch nicht immer sofort ersichtlich, nun mal der kooperative Ansatz – und der erfordert Geduld, Absprachen und Zusammenhalt.
Eben diese Fähigkeiten sind besonders in jenen Sequenzen gefordert, die uns in Zoes Fantasy-Welten entführen und zugleich mit vollkommen anderen Herausforderungen konfrontieren. Ein Abschnitt lässt uns beispielsweise zu Gestaltwandlern werden, sodass Marcus als riesiger Gorilla Abhänge überqueren und Stampfattacken ausführen oder sich als putziger Otter unter Wasser an Orte bewegen darf, die mir als winzige Fee verwehrt bleiben. Dafür kann ich durch kleinste Öffnungen flattern oder mich in ein Baumwesen mit optisch mir sehr bekannten Wurzeln verwandeln und die Natur um uns herum verändern oder diese sogar als Ganzes selbst steuern, um uns neue Wege zu eröffnen. Klingt schräg und schwer vorstellbar? Ist es auch, dennoch passen die vielen verschiedenen Spielmechaniken, die Split Fiction auffährt, wieder wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Wer wollte nicht schon einmal als Pinball-Kugel verkleidet durch einen lebendigen Flipper geschossen werden, nachdem man zuvor auf einem Drachen durch die Lande galoppiert oder geflogen ist und diese durch eine riesige Murmelbahn vor dem Aussterben bewahrt hat?









Ich sehe es anders als meine Vorredner. Mir gefällt Split Fiction besser. Das Tempo, das Gameplay, die größere Herausforderung (Auch zu zweit), der Soundtrack und auch die tiefgreifende Story finde ich allesamt eine Spur besser als beim imaginären Vorgänger.
Sind beide super gut, aber wenn ich eins wählen müsste, wäre das Split Fiction.
Ach ja und “Figuren bleiben oberflächlich” stimmt halt einfach nicht. Grade für so ein Spiel sind sie deutlich mehr als steuerbare Avatare. Das ist meiner Meinung nach eine Falschaussage. 😉
Für mich bisher mein Spiel des Jahres. It takes Two ist vielleicht minimal besser, aber auch Split Fiction ist ein herausragendes Koop Spiel.
Fand it takes two auch besser, insbesondere wegen der Story und der generell für mich kohärenteren Welt
Meine Schwester und ich hatte mit Split Fiction menge Spaß gehabt. Ein Geschehnis nach dem anderen aus mengen bekannten Genre und Anspielung. Daher wäre es Ratsam keine weitern Videos sehen oder die Screenshots ausblenden, wenn Ihr nicht gespoilert wird. Schade, das es mir zu hektisch wirkt im Gegensatz zur It Takes Two.
Muss ja gestehen, dass ich von Split Fiction eher enttäuscht bin. It takes two sah irgendwie besser aus, hatte eine sympathischere Story, die Levels waren kreativer und die Bosse nicht so konstruiert und nervig. SF fühlt sich in jeder Hinsicht wie ein downgrade an.