
| Spiel: | Stories: The Path of Destinies |
| Publisher: | Spearhead Games |
| Developer: | Spearhead Games |
| Genre: | Action-Rollenspiel |
| Getestet für: | PS4 |
| Erhältlich für: | PS4 |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 6 / 2016 |
Das Schicksal will es so, dass sich der ehemals diebische Fuchs Raynard aktiv in den Kampf der Rebellen gegen den irre gewordenen Kröten-König seiner Fantasy-Welt einbringen muss. Das Wie und Warum lässt uns in Stories ein (englischer) Erzähler aus dem Off wissen, auch während des eigentlichen Geschehens meldet er sich häufig mit teils ironischen Kommentaren zu Wort. Das gab es u.a. schon bei Bastion, doch hier wird dieses gewitzte Element durch einen klugen Kniff weiter aufgewertet: Denn Ihr erlebt mit Raynard keine strikt lineare Geschichte, sondern absolviert basierend auf Schlüsselentscheidungen nach jedem Kapitel andere Handlungsstränge, die wiederum beim nächsten Durchgang neue Verzweigungen und frische Szenarien eröffnen. Erst wenn Ihr dabei die vier Kernwahrheiten entdeckt habt, ist der Weg zum richtigen Finale frei.
Dieses Rezept dient als Hauptantrieb für ein Action-Rollenspiel (mit Fokus auf Action), das ansonsten zwar gefällig, aber nicht wirklich hervorstechend wäre: Die hübsche und bunte Grafik liefert ordentlich Abwechslung, dafür kommt die Bildrate häufiger ins Stottern. Die häufigen Kämpfe erinnern in ihrer Konter-Lastigkeit dezent an Batman und gehen flott von der Hand, besonders wenn Ihr durch Aufleveln beständig Raynards Fähigkeiten erweitert und seine Schwerter verbessert. Geschicklichkeits- und Schleicheinlagen lockern das Geschehen vereinzelt auf, erstaunlich ist der komplette Verzicht auf Obermotze, was unterm Strich aber nicht weiter stört.
Ulrich Steppberger meint: Zwingend gespielt haben muss man Stories nicht. Aber wer für originelle Erzählweisen etwas übrig hat und dafür beim Spieldesign keine großen Innovationen erwartet es ist nun einmal ein relativ handelsübliches Action-RPG , bekommt hier ausgefuchste Unterhaltung serviert. Mich hat es jedenfalls motiviert, bis zum richtigen Ende dabeizubleiben, da auch Raynards wachsende Aktionsvielfalt, die bunten Welten und die zwar häufigen, aber stets dynamischen Kämpfe für Kurzweil sorgen. Dass es dafür technisch manchmal etwas unrund läuft, lässt sich verschmerzen.
Gutes Action-Rollenspiel, das sich vor allem mit kluger Story-Erzählstruktur und flottem Kampfsystem hervorhebt.
| Singleplayer | ![]() | 71 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |











