The Elder Scrolls IV: Oblivion – im Klassik-Test (PS3)

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Mit hellseherischen Fähigkeiten ist das so eine Sache: Die Taktiken feindlicher Heerführer vorherzusagen, ist ausgesprochen nützlich – ebenso wie die Fähigkeit, beim fürstlichen Pferderennen zielsicher auf den Gewinner setzen und huflahme Schindmähren von vornherein aussortieren zu können. Aber das Wissen um das eigene Sterbedatum – das beschert einem dann doch die eine oder andere schlaflose Nacht.

Auch Tamriels Herrscher Uriel Septim ist mit dieser zweifelhaften Gabe gesegnet: Doch leider weiß der Monarch über den Hauptkontinent in Bethesdas ”Elder Scrolls”-Welt ebenso wenig wie unsereins, was bzw. wer ihm das Ende beschert. Deshalb muss er hilflos dabei zusehen, wie eines Nachts kultische Kuttenträger seine Nachkommen meucheln – um sich dann schließlich an die Fersen des Kasiers höchstselbst zu heften. Der indes flüchtet zusammen mit einem Häuflein Getreuer durch die Schloss-Katakomben in der bangen Hoffnung, den Moment seines Todes noch ein wenig hinauszögern und dem Niedergang seiner Dynastie vorbeugen zu können. Darum vertraut er ausgerechnet Euch – zu diesem Zeitpunkt nicht mehr als ein in Lumpen und rostige Ersatzteile gehüllter Ex-Knasti, gerade erst durch die Gnade des Herrschers dem feuchten Verlies entronnen – sein größtes Geheimnis an: Irgendwo in den Wäldern Tamriels lebt Uriels unehelicher Sohn, und auf dessen Schultern soll bald das Schicksal des ganzen Imperiums ruhen.

Aber bevor es so weit ist, müsst Ihr den hoheitlichen Bastard erst finden: Keine leichte Aufgabe, denn einmal mehr hat US-Entwickler Bethesda mit viel grafischer Finesse und rollenspielerischer Detailversessenheit eine Welt aus dem 3D-Boden gestampft, in der sich selbst fußfitte Abenteurer die Treter wund laufen. Zwar steht schnell ein treues Hottehü bereit, auf dessen bald krumm gehocktem Hohlkreuz Ihr Eure eigene Gesundheit schonen dürft. Doch selbst hoch zu Rosse verschlingt die Reise durch baumreichen Wald und von flauschigem Gras bewachsene Flur viele Stunden. Und das nicht nur, weil allenthalben wütende Wegelagerer oder gemeingefährliches Getier aus dem Unterholz brechen – nein, auch das gemächliche Tempo, das Euer Avatar so an den Tag legt, wenn er (vorzugsweise) aus der Ego-Perspektive durch die Pampa scrollt, zieht die Reise durch die ohnehin schon riesige 3D-Spielwiese erheblich in die Länge. Das ist übrigens seit jeher die Elder Scrolls-Gangart: eine Gangart, die besonders all jene Rollenspieler lockt, die gerne abseits des goldenen Handlungsfadens durch Städte, Verliese bzw. Ruinen forschen. Eine Gangart für Freizeithelden, die das Abenteuer an sich und gut entwickelte Charaktere mehr schätzen als zügiges Vorankommen.

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ninboxstation
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“11/10” Game & Soundtrack…

Spacemoonkey
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Spacemoonkey

war mein erstes ow spiel und die welt hatte mich damals gepackt. deswegen waren mir viele stunden lang die kaputten rpg elemente und die miesen kämpfe erstmal egal. finde alles was danach von dem studio kam besser

SonicFanNerd
Moderator
SonicFanNerd

Mitlevelnde Gegner waren für mich in der “Vanilla-Version der Todesstoß.
An sich hab ich ne Zeit lang Spaß mit dem Spiel gehabt, aber mit der Zeit hat’s mich dann verloren.

Ich hab’s später auch nochmal mit Mods (die u. a. das mitleveln der Gegner veränderten und die Grafik aufmöbelten) nochmal ne Weile gespielt und da hatte ich dann auch mehr Spaß damit.

Ich fand aber vorher Morrowind viel interessanter und habe das richtig gerne gespielt. Vielleicht lags daran, dass Oblivion nicht so gezündet hat bei mir, da Oblivion schon eher (High) Fantasy-Standardkost war und Morrowind irgendwie (für mich) ne ganz andere Stimmung hatte.

Whitebeard91
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Whitebeard91

Oblivion war mein erster Ausflug in die weite Welt von TeS.
Damals in der Summe um die 300 Stunden mit Oblivion verbracht, Schön war’s.

captain carot
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captain carot

Auf dem PC zu Tode gemoddet und dann erst auf 360 ein paar Jahre später durchgespielt. Kommt für mich in keinem Punkt an Skyrim heran. Aber auch wenn Cyrodiil das atandardmäßigste TeS Setting ist, verglichen mit Morrowins hatte Oblivion massig spielerische Detailverbesserungen.

Tabby
I, MANIAC
Tabby

Mein erstes ES war Morrowind gewesen und das hatte mich damals total weggeblasen. Oblivion war da im Vergleich ne ziemliche Enttäuschung gewesen, was vor allem an den mitlevelnden Gegnern, aber auch am Setting allgemein lag. Bin damit nie richtig warm geworden. Skyrim später hatte mich dann aber wieder richtig abgeholt, dass spiele ich selbst heute noch sehr gerne auf meiner Switch.

MontyRunner
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MontyRunner

Bei Oblivion qualmte mir meine Fat Lady weg inklusive Speicherstände. War toll. Hab’s aber nie wieder angefangen.

dmhvader
I, MANIAC
dmhvader

Hat mir auf meiner 360 damals ‘nen RoD beschert. Hab’s aber auch echt gesuchtet, aber mich auch über die mitlevelnden Gegner aufgeregt. Für mich wegen der sonnigen und saftigen Wiesen und stimmungsvollen Grotten immer noch das beste Elder Scrolls, knapp vor Skyrim.

genpei tomate
I, MANIAC
genpei tomate

Auf dem Pc ne Un-Menge an Stunden darin versemmelt und es hat mir danach so was von gereicht, dass ich das folgende Skürüm nicht durchspielen wollte. Obwohl ich kaum die Ladezeiten/Ruckler hatte, die der Konsolenfassung angekreidet werden.
From Software haben mich dann wieder zu Rpgs hingezogen, die aber irgendwie nicht ganz als welche gelten.
Heute kann ich mir Bethesdas Formel kaum noch antun und was danach folgte/noch folgen mag, interessiert mich noch viel weniger.

greenwade
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greenwade

1:1 mitlevelnde gegner und loot machen das spiel komplett sinnlos.

schweini
I, MANIAC
schweini

Schön wars, später mit Skyrim als veredelte Variante gekrönt. Das Aha-Erlebnis mit Rashedas Handschuhen war ein Schlüsselmoment für mich was das Verständnis von Rollenspiel-Mechaniken betrifft. Da war ich allerdings echt noch Anfänger im Genre. 😊

RYU
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RYU

Feiern wir hier den Siegeszug der Microtransaktionen.