The Legend of Zelda: Twilight Princess – im Klassik-Test (GC)

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Im Wolfspelz greift Link auf zahlreiche nützliche Fähigkeiten zurück: Ihr erschnüffelt Geruchsfährten, balanciert auf Seilen über Abgründe, ­spürt lichtscheue Krabbler auf, buddelt Euch unter morschen Gartenzäunen hindurch, plaudert mit der Tierwelt oder schaut den Geisterwesen der Schattenwelt auf Tastendruck direkt in die furchterfüllten Augen – Ihr seht, es gibt auch als Wolf eine ganze ­Menge zu tun. Auf Eurem Rücken sitzt meist keck die ungehobelte Wichteldame Midna, die praktische Tipps spendiert oder für ­einen Wolf unmögliche Sprünge erlaubt.

Um todbringende Schatten und ma­rodierende Monsterhorden auf ewig aus Hyrule zu verbannen, gilt es, eine Vielzahl an Aufgaben zu erfüllen: Ihr löst die großen und kleinen Sorgen der Bewohner, trefft auf alte Bekannte (z.B. Goronen, Zoras) und vertreibt Euch die Zeit mit Minispielen wie Angelausflug oder Floßfahrt. Die wahren Herausforderungen stellen jedoch die ebenso vertrackten wie gigantischen Kerkerausflüge dar: Beispiellos ausgeklügelt und ideenreicher denn je, verlangen Wüs­tentempel, Goronenmine & Co. Euren grauen Zellen Höchstleistungen ab. Nur durch den geschickten Einsatz der Items ­findet Ihr Serienklassiker wie Masterschlüssel, Herzteile, Kompass oder Dun­geonkarte. Neue Gegenstände und Waffen erhaltet Ihr wie gewohnt nur, wenn Ihr einem besonders bösen ­Bossbuben den Hintern versohlt: Dann verblüfft das perfekte Design ein ums andere Mal. Ihr überquert aberwitzige Hindernisse spielend, nutzt die Schwachstellen der Feinde gnadenlos aus und profitiert obendrein von der bedienungsfreund­licheren Handhabung der Items: Nutzt Lampe und magischen Bumerang gleichzeitig oder springt flugs in die klobigen Metallstiefel, ohne den Umweg übers Menü nehmen zu ­müssen.

Technisch braucht sich die Game­cube-Fassung hinter der Wii-Version nicht zu verstecken: Zwar fallen Wasser- und Feuereffekte nicht so glanzvoll aus, liebevolle Spielwelt, gelungene Animationen und cineastische Sequenzen machen Twilight Princess aber zum Hingucker. Die Möglichkeit, jederzeit zu speichern und das äußerst faire Rücksetzsystem reduzieren das Frustpotenzial auch für Cube-Abenteurer auf ein Minimum – nur wer kurz vor dem Kerkerboss versagt, muss lange Laufwege in Kauf nehmen.

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hnh4u
18. März 2024 23:42

Veröffentlichung der Wii. Kunden scharen an den Scheiben, Media Markt macht deswegen früher auf und innerhalb von 2, 3 Minuten sind alle Wii Konsolen weg.
Zelda gab es für mich dazu und ich musste erstmal die Steuerung begreifen. Aber hat man die drin, ist es ein tolles Spielgefühl. Eine für damalige Verhältnisse, große Welt, ein toller Soundtrack, eine fantastische Geschichte, für Nintendo Verhältnisse, für mich Platz 2 meiner liebsten Zelda Spiele.

Whitebeard91
18. März 2024 15:52

2006 zu Weihnachten bekommen.
Im ersten Durchgang habe ich damals knapp 60 Stunden im zwielichtigen Hyrule verbracht und jeden Millimeter der Spielwelt abgegrast.
Twilight Princess war echt genial und ich war damals vom Umfang überrascht.
Tolle Dungeon, neue Waffen und grandioser Soundtrack. Für mich persönlich belegt Twilight Princess Platz 3 im Zelda Ranking.
Wären diese nervtötenden Kinder nicht, würde ich wahrscheinlich ein weiteres Mal den Game Cube anschmeißen

HIMitsu
18. März 2024 12:24

Lieblingsteil (wii)