The Sinking City – im Test (PS4)

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Seite 1

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Gestatten: Ihr seid Charles Reed, Privatdetektiv, und in die Stadt Oakmont gekommen, um seltsame Fälle von Halluzination zu untersuchen – auch Reed selbst ist davon betroffen. Die Stadt ist zurzeit nur per Boot zu erreichen, weil eine unerklärliche Flut sie vom Rest der Welt abgeschottet hat. Am Hafen werdet Ihr von einem seltsamen Kerl erwartet, der Euch ein Zimmer besorgt hat und erste Tipps gibt – er verabschiedet sich mit den Worten, er werde Euch finden, wenn die Zeit gekommen ist…

Nach diesem etwas hölzernen Aufgalopp mausert sich The ­Sinking City zu einem atmosphäri­schen Kriminalthriller. Schnell merkt Ihr, dass hier so einiges nicht normal ist: Neben der mysteriösen Flut, die die Bewohner aber wenig zu stören scheint, sind einige Leute auch äußerlich seltsam. Der Erste, der Eure Fähigkeiten als Detektiv in Anspruch nimmt, ist ein Affenmensch; auf die Frage nach seiner Herkunft gibt er nur vage Antwort. Er bittet Euch, etwas über den Verbleib seines Sohnes und einer Forschungsexpedition herauszufinden – diese hätte seltsame Rui­nen unter der Stadt untersucht. Und natürlich hängen all diese Dinge irgendwie zusammen…

Um Spuren zu sammeln, könnt Ihr in Archiven schmökern, etwa bei der Polizei oder in der Biblio­thek. Wichtige Orte markiert Ihr auf der Karte, Reed bewegt sich per pedes oder per Boot durch die recht große Stadt. Schnellreisepunkte erleichtern die Schnitzeljagd, die Euch von Ort zu Ort zu neuen Spuren führt.

Regelmäßig sammelt Ihr Hin­weise und rekonstruiert Tathergänge – praktischerweise hat Euer Alter Ego übersinnliche Fähigkeiten, die beim Ermitteln helfen. Doch Vorsicht, sieht und erlebt er zu viele schlimme, verstörende Dinge, sinkt die mentale Gesundheit und Eure Sicht verschwimmt. Leichen und Mons­ter erscheinen vor Euren Augen und im schlimmsten Fall hält sich der depressive Privatdetektiv die ­Pistole an die Schläfe! Weitere seltsame Bewohner der Stadt sind die sogenannten ­Innsmouther, die aus eben jener Stadt stammen, welche Lovecraft-Fans sicher ein Begriff ist. Diese Menschen mit fischähnlichen Köpfen werden von manchen Gruppen in der Stadt mit Skepsis und Argwohn betrachtet.

Eure Ermittlungen führen Reed an typische Horrororte wie Krankenhaus, Nervenheilanstalt, Friedhof, dunkle Keller oder sogar auf den Grund des Meeres. Richtig furchteinflößend wird das Spiel jedoch nie, eher atmosphärisch. Seltsame Monster hausen an verlassenen Orten der Stadt – lauft schnell an ihnen vorbei oder bekämpft sie mit einem kleinen Arsenal an Waffen und begrenzter Munition; die Schießereien sind undynamisch und hakelig.

Kampf- und Ermittlungsschwierigkeit könnt Ihr separat einstellen. Neben der Hauptstory gibt es etliche wendungsreiche Nebenquests mit mehreren Lösungswegen – leider wählt Ihr zu oft nur zwischen unbefriedigend und unbefriedigend. Schließlich erwarten Reed drei Enden, die jedoch von Euren Spielentscheidungen unabhängig sind.

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