Thief: Deadly Shadows – im Klassik-Test (Xbox)

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Seite 3

Meist in engen Gassen, in denen niemand zusehen kann, schlagt Ihr zu: Mucksmäuschenstill schleicht Ihr hinter dem Opfer her und achtet dabei auf verräterische Lichtquellen, die Euren Schatten ins Sichtfeld des Opfers werfen könnten. Ein Tastendruck, und das Beutestück ist Euer. Allerdings wird der Beklaute sich bei der Stadtwache beschweren und in der nächsten Zeit höchst misstrauisch bleiben. Überhaupt machen Euch die Häscher das Leben zur Hölle: Nur in den eigenen vier Wänden und in bestimmten Unterweltvierteln seid Ihr sicher vor dem Arm des Gesetzes. Werdet ihr geschnappt, geht’s ins Gefängnis von Pavelock.

Eure Ausrüstung präsentiert sich ebenso vielfältig wie die Lösungswege der Missionen: Mit Moospfeilen produziert ihr schalldämpfende Unterlagen, die Lärm-Variante lenkt Gegner ab und die Feuer-Pendants verwendet Ihr zum Entfachen vorher gelegter Ölteppiche. Werdet ihr entdeckt, setzt Ihr Blitzbomben, Tretminen oder Gasgranaten ein. Geht die teuer erkaufte Ausrüstung während eines Auftrags zur Neige, benutzt Ihr Kisten, Fässer oder Flaschen, um physikalisch korrekt berechnete Ablenkungsmanöver und Wurfattacken auszuführen. So könnt ihr beispielsweise ein Fass über eine Rampe rollen lassen und Euch oberhalb davon im Schatten verstecken. Prallt das Ding gegen eine Wand, traben sämtliche Wachen im Umkreis heran, um nach dem Rechten zu sehen. So habt Ihr genug Zeit, an den Aufpassern vorbei in den nächsten lichtlosen Gang zu entschwinden. Oder Ihr schleppt eine Kiste auf die Brüstung einer Burg und lasst sie einem unten herumschnüffelnden Hammeriten-Bruder gut gezielt auf den Kopf segeln. Mit etwas Übung schaltet ihr Gegner auf diese Weise ebenso effektiv aus wie mit Knüppel oder Dolch.

Sound und Optik des neuen Thief geben ein realistisches Abbild Eurer Umwelt wieder: Schattenwurf wie Ausleuchtung der Level und Figuren sind eine Augenweide. Selbst Mauersteine werden einzeln berechnet und werfen individuelle Schatten. Besonders beeindruckend kommt dies bei den flashigen Blitzbomben zur Geltung. Die dynamischen Lichtquellen könnt ihr nicht nur als Tarnung nutzen, sondern auch taktisch einsetzen: Schiebt Ihr ein Fass vor ein Fenster, ist’s dahinter gleich zappenduster. Bemerkenswert auch die unterschiedlichen Arten von Lichtmalereien: So produzieren Fackeln oranges Schummerlicht und Gaslampen grellweiße Strahlen. Akustisch ist dagegen Subtilität Trumpf: Markante Musikstücke hört Ihr selten, lediglich die Umgebungsgeräusche und die Dialoge wurden aufwändig produziert und im Spielprinzip verankert. Die mit kompetent übersetzten deutschen Untertiteln versehene englische Sprachausgabe versprüht knisternde “Der Name der Rose”-Atmosphäre. Sporadische Zwischensequenzen, Dialoge im Spielverlauf und gut geschriebenen Texteinschübe spinnen die offensichtlich von Umberto Ecos Mittelalter-Krimi inspirierte Story weiter.

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ghostdog83
19. September 2022 21:22

Ich habe es damals am PC gespielt und bin sehr angetan gewesen.

Das leidige Problem mit der Bildrate blieb mir so auch erspart – zu dem Zeitpunkt habe ich bei Multi-Titeln der jeweiligen PC-Version den Vorzug gegeben.

Kikko-Man
19. September 2022 20:50

Dann doch eher umgekehr: Splinter Cell ist Thief in der Neuzeit. Das erste Thief ist ja von 1998.

Lincoln_Hawk
19. September 2022 19:12

Auf jeden Fall ein gutes schleichspiel eine schöne dichte Atmosphäre

tetsuo01
19. September 2022 16:18

, es gab ja nur noch eines von square. Das war recht mau. Hab ich nie durchgespielt…

Dirk von Riva
19. September 2022 15:32

Irgendwie auch kein Vergleich zu den PS3/4 Thiefs

tetsuo01
19. September 2022 14:16

Im grunde war es splinter cell im mittelalter. Ich liebe fast alles an dem spiel. Grafik, gameplay, leveldesign…alles top.

18. September 2022 18:00

Das Setting finde ich schon irgendwie ganz stimmig, trotzdem bin ich mit dem Spiel nie richtig warm geworden. Wenn schon schleichen auf Xbox, dann lieber Splinter Cell.