
Meinung
Sönke Siemens meint: Schräg, schräger, Wonderlands. Was dem neuesten Loot-Shooter aus dem Hause Gearbox an frischen Spielmechaniken und überraschendem KI-Verhalten fehlt, macht er mit einer Flut an flotten Sprüchen, pointierten Gags und liebenswerten Charakteren mehr als wett. Flankiert wird all das mit einer starken deutschen Synchro, einer stilsicheren Präsentation, griffigem Gunplay, diversen Wow-Momenten und einem Koop-Modus, der auf PS5 und XSX auch offline mit bis zu vier Spielern via Splitscreen funktioniert. Online-Cross-Play für alle unterstützten Plattformen ist ebenfalls an Bord und klappte nach anfänglichen Schwierigkeiten gut. Insgesamt also ein bärenstarkes Ballervergnügen, das sich Genre-Kenner und Koop-Liebhaber mit einem Faible für verrückte Geschichten nicht entgehen lassen sollten.
Steffen Heller meint: Nach meinem Preview-Anspieltermin war ich ziemlich ernüchtert, denn jeder Aspekt, den Wonderlands gut und anders als Borderlands macht, blieb in der Demo vollkommen verborgen. Die Oberweltkarte nervt zwar mit langatmigen Zufallskämpfen, passt jedoch toll zum ”Bunker and Badass”-Setting. Story und Humor bieten immer wieder alberne Highlights und kommen im Gegensatz zu Borderlands 3 weniger flach daher. Ob Ihr am Spin-off Spaß haben werdet, wird aber vor allem davon abhängen, ob Ihr der Loot-Shooter-Formel immer noch etwas abgewinnen könnt. Die Schießereien unterscheiden sich nämlich nur unwesentlich von den Vorgängern und das Aufleveln der Fähigkeitenbäume fühlte sich zu keinem Zeitpunkt befriedigend an. Ja, ich werde zwar ständig um ein paar Prozentpunkte stärker, aber der ”Klick”-Moment, in dem sich meine Klasse übermächtig und vollkommen anders anfühlt, bleibt leider aus.








