Tiny Tina’s Wonderlands – im Test (PS5 / Xbox Series X)

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Knapp neun Jahre nach dem Borderlands 2-­Kult-DLC ”Tiny Tina’s Sturm auf die Drachenfestung” bringt Gearbox Software seinen ersten großen, von langer Hand geplanten Loot-Shooter mit Fantasy-Setting auf den Markt. Ähnlich wie beim eingangs genannten Download-Inhalt präsentieren die Macher Wonderlands als Tabletop-Spiel, das Tiny Tina zusammen mit ihren Freunden ­Valentine, Frette sowie dem ­Newbie (das seid Ihr!) angeht. Die verwegene Sprengmeisterin fungiert dabei wie gehabt als allmächtiger ­Dungeon Master – plötzliche Änderungen der Handlung inklusive.

Bevor es in typischer Borderlands-Shooter-Manier zur Sache geht, steht jedoch zunächst einmal die Erschaffung einer Spielfigur auf der ­Agenda, beginnend mit der Wahl der ­Klasse. Begeisterte Nahkämpfer sind mit dem Brr-Serker gut bedient, Magie-Enthusiasten entscheiden sich für den Zauberschuss und Stealth-Fans finden vermutlich im Killomanten ihren Favoriten. Wer dagegen gerne einen hilfreichen KI-Begleiter an seiner Seite weiß, setzt entweder auf den Klauenbringer samt Flugdrachen-Buddy, den Grabspross samt fliegendem Totenkopf-Kumpel oder den Sporenhüter samt pummeligem Pilzgefährten. Die insgesamt sechs Klassen wurden angemessen austariert, haben individuelle Talentbäume und verfügen über zwei auf Knopfdruck einsetzbare Action-Skills. Hinzu kommt: Ab einem gewissen Punkt innerhalb der Story erhält Euer Alter Ego Zugriff auf eine Sekundärklasse. Ein schöner Twist mit viel taktischem Potenzial. Schön auch, dass Ihr Aussehen, Stimme, Charakterhintergrund sowie ein halbes Dutzend Attribute Eurer Spielfigur vielseitig maßschneidern dürft.

Endlich startklar, spielt Wonderlands seine größte Trumpfkarte direkt aus und konfrontiert Euch mit einer herrlich bunten, humorvoll inszenierten Fantasy-Wunderwelt, die sofort zum Erkunden einlädt und in der im Grunde alles möglich ist – sofern Tina dies wünscht. Beispiel gefällig? Nach einiger Zeit entdeckt Ihr das Gebiet ”Schluchzender Moder”. ­Tabletop-Mitspieler ­Valentine fängt sofort an zu meckern, da er den Ortsnamen in Anbetracht der vielen Nadelbäume am Wegesrand überhaupt nicht passend findet. Tiny Tina lässt sich das natürlich nicht zweimal sagen, schreitet ein und erzählt diesen Teil der Geschichte einfach neu – woraufhin sich die Tannen in Echtzeit in ­haushohe Pilze verwandeln. Eben diese Spielwelt-Transformationen sorgen für Überraschungen, sind grafisch ansehnlich gemacht und hätten für unser Empfinden sogar öfter eingesetzt werden können.

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