Tron: Evolution – im Test (360)

3
498
Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Pünktlich zum Film stellt Disney eine Reihe Tron-Spiele in die Regale, die als Bindeglied zwischen dem neuen Streifen und dem 28 Jahre alten Vorgänger dienen sollen. Während Wii- und Handheld-Fassungen auf Wettbewerbe im ’Game Grid’ setzen, wird auf PS3 und Xbox 360 die Handlung mit einem durchgehenden Abenteuer erzählt.

Tron Evolution versetzt Euch in die Rolle des Systemmonitor-Programms Anon, das auf die virtuelle Welt aufpasst. So macht Ihr Euch auf den Weg durch sieben Abschnitte, die alle im neuen Tron-Stil gehalten sind: Die meist dunkle Umgebung wird dominiert von großen, schlichten Strukturen, auf denen Kanten und Linien in Neonfarben schimmern – der futuristische Look kommt prima rüber und sorgt für passendes Flair, zumal spätere Levels mit Farbvariationen für Abwechslung sorgen.

Nicht so viel Einfallsreichtum wurde in das Spielkonzept gesteckt: Das orientiert sich extrem an Ubisofts Prince of Persia-Serie. Anon hüpft und klettert aber nur in seinen besten Momenten so dynamisch wie der Königssohn. Eine ungenaue Steuerung und nicht immer gelungene Kamerawinkel sorgen dafür, dass Ihr des Öfteren Euer digitales Leben aushaucht – da trifft es sich gut, dass alle paar Meter Checkpoints auftauchen.

Gekämpft wird gemäß der Filmvorlage mit einem Datendiskus als Wurfwaffe, was gut von der Hand geht, ohne viel Anspruch zu bieten. Nur wenn sehr viele Feinde auftauchen, wird es hektisch und unübersichtlich. Hin und wieder steuert Ihr einen Panzer oder schwingt Euch auf ein Light Cycle und düst durch James Bond 007: Blood Stone-artige Fluchtsequenzen, die sich jedoch als unspektakuläre Tunnelfahrten erweisen.

Tron: Evolution ist handwerklich solide, aber wenig einfallsreich inszeniert, ein paar interessante Ideen tauchen immerhin in den Online-Modi auf: An einigen Checkpoints könnt Ihr auf Wunsch zum ’Game Grid’ wechseln, Euch mit anderen Tron-Fans bei einer Handvoll Standard-Matchvarianten messen und dann wieder nahtlos ins Solo-Abenteuer zurückkehren. Hier wie da gewinnt Ihr Erfahrungspunkte und kauft Euch davon Upgrades für Anon und seinen Datendiskus – eine Trennung zwischen On- und Offlinecharakter wie etwa bei Call of Duty: Black Ops gibt es nicht.

+ sehr schicker Look
+ füllt die Story-Lücke zwischen den Filmen akzeptabel
+ Hüpf- und Klettersequenzen sehen zumindest gut aus
+ Kampfsystem hat ordentliche Ansätze
+ Verbindung von On- und Offlinespiel interessant

– einfallslose Aneinanderreihung von Kämpfen und Klettereien
– Steuerung hin und wieder schwammig
– Kameraführung schafft regelmäßig nicht den notwendigen Überblick
– Light Cycles fahren sich sehr träge

Ulrich Steppberger meint: Was habe ich darauf gehofft, dass hinter Tron: Evolution mehr steckt, als die ersten durchwachsenen Eindrücke vermuten ließen – doch es hat nicht sollen sein. Hinter der schicken Sci-Fi-Hülle verbirgt sich ein Prince of Persia-Verschnitt, der seinem orientalischen Vorbild nicht das Wasser reichen kann. Dafür sind die Kletter- und Sprungpassagen zu einfallslos und auf Dauer wenig abwechslungsreich, außerdem fühlt sich die Steuerung hin und wieder schwammig an. Die Kämpfe mit der Datenscheibe sind flott, auch wenn Blocken wenig effizient ist, und die Light-Cycle-Passagen sorgen trotz der seltsamen Trägheit des Vehikels für Auflockerung. Letztlich bekommt Ihr mit Tron: Evolution ein solides Abenteuer, das Fans der Vorlage ein paar Stunden ordentlich unterhält – unbedingt gespielt haben müssen es aber auch die nicht.

Innovationsarmes Sci-Fi-”Prince of Persia”, das von seiner Inszenierung lebt – letztlich fehlt es aber an Substanz.

Singleplayer67
Multiplayer
Grafik
Sound
3 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
leon123
14. März 2011 21:05

ein sehr einfalsloses spiel hat mir nicht gefallen

Tiuri
4. März 2011 14:00

Da Ihr für den Online-Test offenbar auch die PS3-Fassung unter die Lupe genommen habt: gibt es irgendwelche Unterschiede zur 360-Version?

jan1396
31. Januar 2011 16:20

naja der film ist ja auch nicht der hammer.