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| Spiel: | UFC Undisputed 2010 |
| Publisher: | THQ |
| Developer: | Yuke's |
| Genre: | Sport |
| Getestet für: | 360, PS3 |
| Erhältlich für: | 360, PS3 |
| USK: | 18 |
| Erschienen in: | 7 / 2010 |
UFC Undisputed 2010 hat kräftig an Muskelmasse zugelegt und einige neue Techniken erlernt. Der Kader wurde auf über 100 Athleten erweitert, die dieses Mal alle ihren realen Vorbildern nachempfunden sind. Außerdem bekommt Ihr zusätzlich zu den sechs Kampfstilen des Vorgängers mit Sambo, griechisch-römischem Ringen und Karate drei neue Möglichkeiten, den Gegner ordentlich zu vertrimmen. Auch neu: die Spielmodi ’Titel’, ’Titelverteidigung’ und ’Turnier’.
Kernstück des Spiels bleibt aber der Karriere-Modus, den die Entwickler deutlich verbesserten. Den drögen Terminkalender müsst Ihr zwar immer noch ertragen, doch wurden die Ladezeiten merklich reduziert und die Flut an E-Mails abgestellt. Jetzt bekommt Euer Recke nur noch Nachrichten, die ihn unmittelbar betreffen. In verschiedenen Trainingscamps erweitert Ihr Euer Moveset ganz nach persönlichem Geschmack, die Festlegung auf zwei Kampfstile ist passé. Apropos Recke. Dieser hat jetzt einen langen Weg vor sich, bevor er bei einem UFC-Mainevent im Ring steht. Ihr beginnt als Amateur und kämpft als frischer Profi erst einmal in der WFA, bevor Euch UFC-Präsident Dana White per Zwischensequenz irgendwann in die UFC holt. Überhaupt lockern zahlreiche Filmchen in Spielegrafik den Trainingsalltag auf und belohnen Euch für Fortschritte. Ihr werdet vor wichtigen Matches gewogen, nach gewonnenen Kämpfen interviewt und könnt dabei sogar aus mehreren Antwortmöglichkeiten wählen, die Euer Alter Ego dann mit Sprachausgabe ins Mikro tönt. Während der Kämpfe reden die sehr guten Kommentatoren über Eure Karriere und die letzten Kämpfe, auch stellen sie Prognosen über Eure Zukunft an. Nach spätestens zwölf Jahren endet Eure Laufbahn und Ihr tretet entweder als gefeierter Champion oder als Nobody ab.
Die Kämpfe sind spannend inszeniert und erfordern Eure volle Konzentration. Wenn Eure Deckung nicht stimmt, liegt Ihr schneller bewusstlos am Boden, als Ihr K.o. buchstabieren könnt. Die Athleten sehen fantastisch aus und wenn der Schweiß aus allen Poren strömt und Blut aus einem Schnitt an der Braue fließt, kann man den Mattenboden fast riechen.
Die Steuerung von UFC 2010 als komplex zu bezeichnen, grenzt an Untertreibung. Im Stand könnt Ihr den Gegner mit verschiedenen Schlägen und Tritten in unterschiedlichen Stärkegraden beharken, in den Clinch gehen oder einen Takedown versuchen. Dazu kommen verschiedene Deckungsarten und zum ersten Mal das Ausweichsystem, mit dem Ihr Schläge einfach auspendelt. Der Käfig spielt jetzt auch eine größere Rolle, denn Ihr könnt Euren Gegner gegen das Gitter drücken und ihn entscheidend in seinen Bewegungen einschränken. Am Boden bekamen die Aufgabegriffe eine Frischzellenkur. Sie werden nun von der Kamera stärker in den Fokus gerückt und Ihr dürft verschiedene Aufgabetechniken miteinander verbinden, um Euren Kontrahenten ins Schwitzen zu bringen. Dazu rotiert Ihr sowohl in der Offensive als auch in der Defensive den rechten Stick.
Löblich, dass die verschiedenen Techniken in einem detaillierten Tutorial erklärt und direkt geübt werden können. Mit viel Training gehen Euch Kombinationen und Griffe butterweich von der Hand und Ihr greift nach der Krone beziehungsweise nach dem Gürtel.










