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Das funktioniert in Standard-Scharmützeln recht ordentlich, bei den Bosskämpfen stören mitunter unfaire Mechanik-Kapriolen wie unendlich nachrückende Mob-Nervensägen oder kaum blockbarer Instant-Death-Quatsch das an sich solide Kampfgetriebe. Ihr Hauptaugenmerk legen die Entwickler eben nicht auf optische oder spielmechanische Politur, sondern auf die literarisch hochwertige Ausgestaltung der Spielwelt und ihrer Bewohner.
Auch die Verteilung der Belohnungen lässt durchblicken, wie sehr die Dontnods auf ihre Schreib-Fähigkeiten vertrauen: Kämpfe, Quests oder Heilungen bringen lediglich einen Bruchteil der Erfahrungspunkte, die mit dem Blut der Londoner nur einen Knopfdruck entfernt um Euch herumwandeln. Doch welcher arme Teufel hat es verdient, als Erfahrungspunkte-Blutwurst zu enden? Selten liegt der Fall so klar wie bei einem irren Triebtäter, der bestialisch mordet, weil es ihm danach halt einfach besser geht. Oft haben auch die miesesten Kotzbrocken nachvollziehbare Motive: Eine Erpresserin beschafft Medikamente für die Ärmsten, ein stumpfer Schlägertyp versucht mit Gewalt seine Vaterrolle auszufüllen. Grandios geschriebene und (englisch) gesprochene Dialogbäume lassen die Lebensläufe der 64 Charaktere glaubhaft aufblühen und halten mitfühlende Naturen ein ums andere Mal vom Zubiss ab. Besonders perfide: Je mehr Details Ihr aus dem Leben Eurer Mitbürger aufdeckt, umso mehr Erfahrungspunkte stecken im Blutwert – und umso mehr wachsen sie Euch ans Herz…
Mit jedem gerissenen Opfer fallen Euch kommende Kämpfe leichter, aber jeder ausgesaugte Mensch wird auch eine Lücke hinterlassen, war jemandes Freund, Geliebter oder Verwandter oder trug wenigstens zur allgemeinen Gesundheit seines Distrikts bei. Reißt Ihr zu viele Opfer, versinkt einer der vier Stadtteile Londons unwiederbringlich im Chaos und nur geistlose Ghule und fanatische Vampirkiller suchen die entvölkerten Straßenzüge noch heim. Dadurch wird ein Spieldurchlauf als ”Guter” nicht einfach eine Entscheidung, sondern eine Herausforderung!









Ich habe da n Abend mal reingespielt und dann erstmal auf den “spiel ich irgendwann weiter”-Stapel gelegt.
Das war vor inzwischen über zwei Jahren …
Aber irgendwann vielleicht …. irgendwann…
Auf der One damals war das Spiel technisch eine absolute Katastrophe. Selten sowas Schludriges gesehen. Das würde ich mit dieser Performance mit Sicherheit nicht wieder spielen wollen.
Ich war echt überrascht, wie gut das Spiel sogar auf der Switch läuft. Ich liebe es.
Ich hatte es mir irgendwann mal geholt und dann ewig nicht gespielt. Glaube letztes Jahr bin ich es endlich mal angegangen und hatte sehr viel Spaß. Trau dich. Es lohnt sich. ?
Für mich ein typisches “irgendwann kauf ich dich” Spiel. Irgendwie gibt’s aber immer ein Spiel, dass mich ein Stück mehr interessiert und es bleibt beim irgendwann.
Habe gestern mit diesem Game angefangen, bis jetzt gefällt es mir ziehmlich gut.
Sehr gut in Szene gesetzt, coole Atmosphäre, toller Soundtrack und die Story finde ich auch bis jetzt ganz cool. 🙂
Habe es zuerst pazifistisch gespielt. Das wurde ab Mary dann zu schwierig. Also die ersten ausgesaugt. Diese Doppelrolle Arzt / Vampir ist fantastisch, knifflig, strategisch. Menschen heilen des Eides wegen, oder wegen der Qualität des Blutes? Habe drei Bezirke komplett auf feindlich gehabt, dafür war ich sehr overpowered. Die letzten Gegner kein Problem. Etwas fehlte mir die Balance, wenn ich einen VIP NPC aussauge, erscheinen mir die Konsequenzen als zu drastisch. Mein Lieblingsteil war ganz gegen Ende, als die Musik mit der Panflöte spielte (track “Another Land”). Erinnerte mich sofort an die Welten Kihachirō Kawamotos. Ich habe mir daraufhin den OST gekauft, auch wenn zu vie Celo drin ist – ein Instrument, das ich nicht abkann, wie schon bei RiME. Mich zieht es in diese Version von London. Und ich wünsche mir einen Nachfolger, der 1666 spielt, als London brannte.
Als ich “Ahhh – die Kindärrr därr Nachd, welch süßä…! Ich werde dich vor eine Wahl stellen, die… When you came in the air went out. And every shadow… ” gelesen haben, war ich mir nicht sicher ob das Spiel etwas für mich ist. Mir sagt das nämlich gar nichts…
Ich habe trotzdem zugeschlagen und war zunächst begeistert. Was mir im Test aber gefehlt hat ist die Warnung vor dem Kampfsystem das meiner Meinung nach einfach nur zum kotzen ist. Die Bosskämpfe sind dermassen schwer das ich kurz davor bin aufzugeben.
Ein guter Rat an Dontnod: Storytelling könnt ihr, Action und Kampf aber nicht. Lasst es bleiben. Ich habe damals Remember Me schon nicht durchgespielt weil irgendeine Sprungpassage so verstümpert war.
Auf mein Merkzettel. Es muss nicht Triple A Titel sein, sofern das Blutdiament schön geschliffen ist.
super geschrieben…
noch kein video oder bild gesehen aber haben will.
die story muss der hammer sein 🙂
Wir sehen uns in der Wolkenstadt, alter Halunke!
RIP von seinem Pile of Shame erschlagener Lando. ?
Klingt interessant, vielleicht mal zum Sonderpr… *wird von seinem Pile of Shame erschlagen*
Den Erwartungen nicht ganz gerecht worden.
Du meinst, wie ein fein geschliffener Diamant.
Das ist so gut geschrieben. Bemerkenswert, wirklich. Jeder Satz sitzt, jede Formulierung, keine Langeweile, kein Firefanz. So wird ein Produkt interessant.
Schön, mal wieder was von Herrn Wildgruber zu lesen. Guter Test zu einem guten Spiel noch dazu. Nur eine Sache, die ich schon öfter mal angeprangert habe: Warum kann die Meinung und die Wertung nicht standardmäßig auf der gleichen Seite erscheinen? Dieses elendige Geklicke nervt so sehr, Bildergalerien schaue ich mir auf maniac.de z.B. gar nicht mehr an. Tja, schade…