Warzone 2100 – im Klassik-Test (PS)

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Beim Aufbau Eurer ersten Basis bringen Eure Konstrukteure außer Bau-LKW und leichter Kampfeinheit nichts zustande.

Also schickt Ihr Eure Militärforscher an den Entwicklungscomputer und erweitert den Technologiestandard. Ihr entwickelt robustere Fahrzeugrümpfe, schnellere Antriebe und zahlreiche ­unterschiedliche Fahrzeugtürme wie Mörser, MG oder eine Reparatureinheit. Aus den genannten Bauteilen konstruiert Ihr nun selbständig Fahr­­zeuge und gebt den Produk­tions­­auftrag an eine Eurer Fabriken. Um Eure Gebäude mit der notwendigen Ener­gie zu versorgen, errichtet Ihr über einer Ölquelle einen Bohrturm, ein Kraftwerk verarbeitet das “schwarze Gold”.
Eure Einheiten agieren in Kämpfen weitgehend selbständig. Ihr könnt jedoch bestimmte Verhaltensregeln vorgeben, z.B. ob Eure Truppen flüchtende Gegner verfolgen oder lieber auf Verstärkung warten. Als besonders vorteilhaft stellen sich die Kommandos “Rückzug bei mittlerem/schweren Schaden” heraus: Eigen­ständig kommen die Fahrzeuge zurück zur Basis und steuern das Reparaturwerk an. Da Eure Einheiten mit zunehmenden Kampfer­folgen besser zielen und dank Ausweichmanöver schwerer zu treffen sind, solltet Ihr sie mit dieser Strategie möglichst lange am Leben erhalten.

Im weiteren Verlauf wird Euch durch neue Entwicklungen wie z.B. einen Kontrollturm, mit der ein Führungs­fahrzeug den Einsatz koordiniert, weitere Arbeit abgenommen – bei Großkämpfen in späteren Levels ist diese Hilfe uner­läßlich. Zumal der Schwierig­keitsgrad trotz dreier Stufen eher den geübten Strategen anspricht. Vor allem die clever agierenden feindlichen Truppen, die ihre Angriffe fernab von Kanonenfutter-Strategie und „Augen zu und durch“-Mentalität vortragen, machen Euch trotz Eurer stetig wachsenden Angriffspower zu schaffen.

Warzone 2100 läuft in der Midres-Auflösung (512×256 Bildpunkte) und spart nicht mit grafischen Details: Bei fast allen Gebäudetypen bewegt sich irgend etwas, auch bei den Panzern dreht sich das Geschütz. Dazu zischen Raketen durch die Luft, ziehen Rauchschwaden und sorgen beim Einschlag für leuchtende Explosionen.

Zu hören bekommt Ihr während Eurer Missionen Explosionsgeräusche, Synthe­sizer-Klänge sowie Hinweise aus dem Mund Eurer weiblichen Assistentin.

Speichern dürft Ihr Euren Feldzug nur nach jedem Level (drei Blocks pro Spielstand). Plant für Eure Schlachten genügend Zeit ein – spätere Missionen dauern zum Teil mehrere Stunden. ts

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NikeX
4. September 2019 11:21

Hässlichste Monotonie, aber thematisch passend. Einer der besten Strategietitel. Sehr bedrückend. Habe ihn heute noch. Auch die Musik. Eine Mischung aus electro noise, ambient.