
| Spiel: | From Dust |
| Publisher: | Ubisoft |
| Developer: | Ubisoft |
| Genre: | |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | 6 |
| Erschienen in: |
Nachdem sich Peter Molyneux nur noch für Fable interessiert, sind Götterspiele rar geworden. Ein Franzose feiert damit jetzt sein Comeback: Eric Chahi schuf Anfang der 1990er-Jahre das atmosphärische Abenteuer Another World und tauchte dann unter bis jetzt. Unter seiner Leitung entstand From Dust, das buchstäblich weltbewegend ist.
Als spirituelle Kraft eines Volksstammes ist es Eure Aufgabe, die Schützlinge unbeschadet durch eine Reihe mehr oder weniger unwirtlicher Landschaften zu führen. Dazu steuert Ihr den Odem eine Markierung, mit der Ihr per Tastendruck Naturelemente wie Erde, Wasser oder Lava aufnehmt und wieder ablegt. So verformt Ihr in Echtzeit die Umgebung, um dem Stamm den Weg freizuräumen. In jeder Welt befinden sich Totems, an denen fünf Menschen beten müssen, wodurch ein Dorf entsteht und neue Fähigkeiten in Euch erwachen lasst für eine bestimmte Zeit Wasser gefrieren oder verdunsten, Feuer erlöschen oder steigert die Kapazität des Odems. Habt Ihr alle möglichen Siedlungen errichtet, öffnet sich das Tor zur nächsten Welt.
Flapsig gesagt, ist From Dust damit eine Art Götter-Lemmings, nur dass Ihr den Schützlingen die Ziele genauer vorgebt. Doch das Gottspiel wird durch das Zusammenwirken der Naturkräfte richtig imposant: So türmt sich abgelegte Erde nicht künstlich auf, sondern folgt den Gesetzen der Schwerkraft, von außen drohen Gefahren wie gewaltige Fluten oder Vulkanausbrüche. Ihr habt das Schicksal Eurer kleinen Welt in der Hand, seid aber nicht allmächtig in späteren Abschnitten kommt Ihr nur mit bedachtem und exaktem Agieren zum Erfolg.
Technisch gibt From Dust ein ansprechendes Bild ab, realistisch animierte Wasser- und Lavamassen beeindrucken ebenso wie Echtzeit-Umgebungsverformungen, ohne dass die Bildrate einbricht. Dass nicht jede Textur allzu detailliert ist, fällt kaum ins Gewicht: Da die Kamera zwar frei bewegt, aber nicht stufenlos gezoomt werden kann, seid Ihr meist nicht nahe genug dran, um Makel zu erkennen. Etwas schade ist, dass Ihr die Stämme in der Regel nur in Ameisengröße seht und diese schon mal in der Naturpracht verloren gehen können. Auch der einzig größere Kritikpunkt hängt mit Euren Schützlingen zusammen: Die suchen sich eigenständig Wege zu den ihnen vorgegebenen Zielen, die durch leuchtende Linien angezeigt werden. Doch das sind nicht immer die sinnvollsten Routen, hin und wieder bleiben einige Leute irgendwo hängen, weil sie scheinbar verwirrt den Faden verloren haben. Das kann Eure Planungen durcheinanderwirbeln und schon mal nerven, schadet dem Reiz von From Dust aber zum Glück kaum: Unterm Strich ist das Naturspektakel trotzdem göttlich.
Toll aussehende Göttersimulation, bei der Ihr nach Herzenslust die Welt verändert.
| Singleplayer | ![]() | 9 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |









