
| Spiel: | Syndicate |
| Publisher: | Electronic Arts |
| Developer: | Starbreeze |
| Genre: | Ego-Shooter |
| Getestet für: | 360 |
| Erhältlich für: | 360 |
| USK: | |
| Erschienen in: | 3 / 2012 |
Kommt es oder kommt es nicht? Bislang noch unklar, ob Syndicate wirklich offiziell in Deutschland erscheint, denn das Spiel hing noch in der USK-Prüfung fest. Die Gründe sind bereits nach wenigen Minuten klar: Blut, fliegende Körperteile und Gewalt gegen Zivilisten. All diese Elemente sind Teil des düsteren Shooters rund um den Syndikat-Agenten Miles Kilo, der als Teil des EuroCorps-Konzerns feindliche Übernahmen und Industriespionage nicht mit Laptop und Handy, sondern mit Schrotflinte und Flammenwerfer ausführt. Er hält sich dabei aber nicht wie Cyberpunk-Kollege Adam Jensen mit tiefgreifenden Fragen, Gesprächen und multiplen Lösungswegen auf in Syndicate wird geballert, bis die Rohre glühen. Und das so knackig wie lange nicht mehr.
Der schweigsame Kilo wurde als erster Agent mit dem Dart-6-Chip ausgerüstet, der es ihm erlaubt, sich in die Prozessoren anderer technisierter Menschen zu hacken und sie zu manipulieren. Die dafür erforderliche Energie sammelt Ihr durch Kopfschüsse und Kill-Serien. Habt Ihr genug gemordet, zwingt Ihr in der Nähe befindliche Gegner mit einem Druck auf die Schultertaste zum Selbstmord, blockiert kurzzeitig ihre Waffen oder zieht sie auf Eure Seite. Später stoßt Ihr aber auch auf Kämpfer, die keine Elektronik in der Rübe haben, dann ist Umdenken angesagt.
Für simple Rätsel lässt sich der Mikrochip ebenfalls nutzen: Viele Feinde verfügen über einen Schutzschild, den Ihr immer wieder runterfahren müsst, außerdem steuert Ihr damit Aufzüge, Hallentore und Barrieren, die Euer Vorankommen blockieren oder als Kugelfang dienen.
In den Gefechten gegen Konzerntruppen und andere Agenten sind diese Fähigkeiten bitter nötig, denn bereits auf der normalen Schwierigkeitsstufe geht richtig die Post ab. Selbst der einfache Soldat hält eine Menge aus, versteckt sich und wechselt blitzschnell die (unzerstörbare) Deckung. Später pusten Euch Granaten, schwer gepanzerte Minigun- und Raketenwerferschützen und MG-Türme schnell das Licht aus. Zum Glück lässt sich der Dart 6 aber auch noch anders verwenden. Auf Knopfdruck wechselt Ihr temporär in eine Schwarz-Weiß-Sicht, in der einmal ausgemachte Feinde selbst hinter Deckung orange leuchten, was sich besonders in Kombination mit einem durch Wände feuernden Maschinengewehr als nützlich erweist. Außerdem läuft das Geschehen in diesem Sichtmodus in Zeitlupe ab und Ihr steckt mehr Treffer weg, ehe Euch der ewige Systemabsturz droht. Um von dem kleinen Helfer in Eurem Kopf noch mehr zu profitieren, sammelt Ihr an vorgegebenen Stellen des Spiels die Chips von konkurrierenden Konzernen aus den Köpfen Eurer Widersacher und schaltet damit eines von 17 Fähigkeiten-Upgrades frei.
Das zur Verfügung stehende Waffenarsenal ist mit Pistolen, verschiedenen automatischen Gewehren und einer Handvoll schwerer Geräte nur Standardkost, es klingt dafür aber sehr wuchtig und befriedigend. Eure Tragekapazität ist auf zwei Schießprügel plus Granaten begrenzt, sekundäre Feuermodi sorgen dennoch für genügend Abwechslung in den Massenschlachten.
Grafisch gibt es weder viel zu meckern noch zu loben. Die Waffenmodelle sind detailliert aber gewöhnlich, die Levels zeichnen sich fast ausnahmslos durch glatte futuristische Designs, überstrahlendes Licht und holografische Einblendungen aus, geraten bei viel Weitblick aber auch gerne mal ins Stottern. Bis auf ein paar Sammelgegenstände bieten sie neugierigen Agenten keinen Grund, auf Erkundungstour zu gehen. Zudem reagieren weder Glasscheiben noch Gegenstände oder Mauern auf Beschuss, schade! Dafür beleben panische Zivilisten viele Levelabschnitte, laufen schreiend durch die Gegend, kauern sich am Boden zusammen und kümmern sich um Verwundete. Mordlustige Spieler laufen hier ungestraft Amok, sinnvoll ist diese Munitionsverschwendung allerdings nicht.
Nach dem Abspann der vorhersehbaren Geschichte ist noch längst nicht Schluss. Ein Koop-Modus für bis zu vier Spieler wirft Euch online auf neun verschiedene Karten, auf denen Ihr gemeinsam mehrstufige Missionen gegen harte und zahlreiche KI-Schergen erledigt. Teamarbeit ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Heilt Ihr Euch fleißig gegenseitig, belebt gefallene Kameraden wieder und setzt Gruppenfähigkeiten wie einen Schutzschild ein, habt Ihr gegen die zielsicheren künstlichen Heerscharen eine Chance. Dabei gilt: Je mehr Spieler sich beim Hacken einer Sicherheitstür oder eines Boss-Schildes beteiligen, desto schneller haben Eure Maßnahmen Erfolg. Auch das nützliche Dart-Display steht hier zur Verfügung, auf die Zeitlupenfunktion müsst Ihr aber verzichten.
Alles was Ihr tut, spült Erfahrungspunkte auf Euer Konto, Ihr seht jederzeit während der Matches, wer gerade in Führung liegt. Am Schluss der Runde steigt Ihr ab und an im Rang auf, kauft neue Waffen, verbessert alte und schaltet nach und nach neue Fähigkeiten frei. Ein Fest für Mannschaftssportler, allerdings ist es schade, dass man nicht mit mehreren menschlichen Teams gegeneinander antreten oder in die Rolle der Konzernsoldaten schlüpfen kann.
- fordernde Feuergefechte
- Gegner lassen sich auf drei Arten hacken und begehen damit Selbstmord, feuern auf eigene Leute oder werden geschockt
- knackiger Online-Koop-Modus für bis zu 4 Spieler mit auflevelbaren Charakteren
- Zivilisten werden bei Waffeneinsatz in Mitleidenschaft gezogen
- steigerbare Fähigkeiten
- Levelschläuche lassen Wahl- und Interaktionsmöglichkeiten vermissen
- Verlauf der seichten Geschichte ist viel zu vorhersehbar
Tobias Kujawa meint: Mit dem Ur-Syndicate hat der schwedische Ego-Shooter nur noch den Namen und das Szenario gemein. Statt Gruppentaktik steht hier knallharte Action im Vordergrund, mit der leider langweiligen Kampfmaschine Miles Kilo an vorderster Front. Doch so wenig Charakter der Agent hat, soviel Kampfkraft besitzt er. Mit den Chip-Fähigkeiten machen die fordernden Gefechte richtig Laune und trösten darüber hinweg, dass es abseits der blutigen Pfade kaum etwas zu entdecken gibt. Im Vorfeld wurde oft ein Vergleich mit Deus Ex angestellt, doch der hinkt gewaltig. Über die Rollenspielanteile, Charakterentwicklung und Storyelemente von Syndicate können Adam Jensen und J.C. Denton nur müde lächeln, dafür hat Kilo ganz klar die Nase vorn, wenn es um packende Schießereien gegen Dutzende Bösewichte und einen tollen Mehrspieler-Modus geht.
Matthias Schmid meint: Schon lustig, dass der neue Starbreeze-Shooter Syndicate fast zeitgleich mit The Darkness II erscheint schließlich hat mir dessen Vorgänger das schwedische Entwicklerstudio so sympathisch gemacht. Leider scheint den Nordmännern die Hintergrundgeschichte diesmal egal zu sein sonst hätten sie der cool designten und angenehm nüchternen Welt wohl mehr als eine 08/15-Story rund um korrupte Konzerne spendiert. Dämlich finde ich zudem die kleinen Buchstaben tja, dann lese ich die ganzen Schriftstücke halt nicht! Spielerisch gefällt mir der knackige Shooter sehr gut: Die Chip-Funktionen verleihen den Gefechten Pep, die Waffen haben Druck und die Rückmeldung, wenn ein Feind erledigt wurde, ist vorbildlich. Noch spaßiger finde ich nur den Koop-Modus hier haben es Teamspieler leicht und werden zudem artig mit Punkten belohnt.
Schnell, brutal, hart Syndicate sorgt für glühende Zeigefinger und ist sowohl allein als auch im Koop-Modus eine echte Herausforderung, lässt aber eine packende Hintergrundgeschichte vermissen.
| Singleplayer | ![]() | 80 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |











Was keine 85% sowas nenn ich pingelig.Ihr liebt das shootern nicht mehr!
Hetero
Danke!!! 🙂 Klassisches Spiel mit Brett vorm Kopf!!!!!
immer in Bewegung bleiben, oft die Chip-Sicht nutzen, damit das Geschehen langsamer abläuft und man mehr aushält und möglichst viel Raum zwischen sich und dem Typen lassen, damit die Raketen länger fliegen. Ansonsten immer fix gucken und hacken und die Granaten austreten, die deinen Chip blockieren.
@ TobiasDann gib mal irgendwie nen Tipp!! Bist du immer in Bewegung? Begibst du dich irgendwo bestimmtes in Deckung? Auch wenn ich anfangs es schaffe die Flugbahn zu hacken, werde spätestens dann, wenn der Typ mich noch zusätzlich bombardiert und ich vers
Ich finde ehrlich gesagt riddick als auch the darkness (trotz toller story) von starbreeze unglaublich überbewertet und kann den ganzen hype ala “”oh starbreeze bringt ein neues Spiel raus”” in keinster Art und Weise nachvollziehen…insofern reiht sich da syndicate prima ein.Zu kurz, unnötiger MP Part und ohne wiederspielwert…man hätte echt ein “”richtiges”” sequel zu syndicate machen sollen als einen lieblosen Ego-shooterIch weiß es schlägt zwar in einer völlig andere kerbe aber wer auf cyberpunk steht, ist mit deus ex besser auf jeden Fall besser bedient!!!!
@Richie: Den fand ich eigentlich am einfachsten. 🙂
ich zocke es auch derzeit auf mittlerem Schwierigkeitsgrad und die Zwischenbosse sind schon echt knackig. Hänge derzeit bei dem Typen, der einem die ganzen Zeit Raketen auf den Latz knallt und man die Flugbahn durch Hacken ablenken muss. Wer mal Bock auf Coop hat, darf sich ruhig mal melden!! 😉
Gibt es im Spiel denn irgendeinen Splitscreen-Koop-Modus(z.B. ala MW3)?
80% stehen ja auch nicht für ein schlechtes Spiel. ICh find´s allerdings schade, dass ausgerechnet Starbreeze bei der Story nix rausgeholt hat.
Schade, das die Story nicht besonderes verbirgt.
Ich glaube es ist trotzdem ein echt gutes Spiel geworden. Der hohe Schwierigkeitsgrad macht mich ähnlich an wie bei Dark Souls. Ich glaube auf die story kann ich, ob des knackigen Gameplays wegen gerne verzichten. Es hat natürlich nicht mehr viel mit dem Ursyndicate zu tun. Aber so ist das halt jetzt gerade in Mode, ist ja bei the Darkness 2 auch nicht anders. Ich habe das alte Syndicate so gut wie nie gespielt,deswegen kann ich da jetzt auch keine Vergleiche ziehen. Nach Deus Ex freue ich mich jedoch über jeden Cyberpunktitel. Dieses Genre spricht mich sehr an. Aber dann ist da ja auch nochBinary Domain…
Ich bin Super zufrieden mit dem Spiel , und vielen dank für den online Test …großartig .
Tja ich habe es schon seit Ankündigung gesehen. Ein steriler, linearer Shooter mit Action-Fokus. Das düster-dreckige, beklemmende Gefühl von früher kommt überhaupt nicht rüber. Früher gab es sehr große Maps, heute Korridore.Lizenzausschlachtung. Schade.
Schade,ich war schon allein wegen Starbreeze,voller vorfreude auf dieses Spiel.Bis Dato hoffte ich,daß es ein Splitscreen-Coop-Modus bietet.Hab ziemlich auf dieses Spiel gehofft,und nicht der Test,sondern vor allem der Coop-Modus,welcher offenbar nur Online funktioniert,hindert mich darann,es zu spielen.Dazu noch die 25 entlassenen Starbreeze Leute…Da sehe ich schwarz für eventuell zukünftige Spiele von diesen Entwicklern.
wow – hätte dem spiel mehr zugetraut, gerade wenn man an riddick zurückdenkt. naja wieder ein spiel, welches beim händler versauert
ja
Hab ich das richtig verstanden das die Kampagne nicht im Koop spielbar ist?