Dragon Quest Heroes II – im Test (PS4)

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Seit Langem herrscht Frieden in der Welt von Dragon Quest Heroes II. Doch eine uralte Prophezeiung sagt Schreckliches voraus, wenn der Krieg wieder über die sieben Reiche tobt. Gerade als die angehende ­Schwertkämpferin Resa ihren Cousin Raphael im hübschen Orenkia besucht, greift tatsächlich die Armee von Resas und ­Raphaels Heimatland Aridia an. Bei der Verteidigung Orenkias springt ihnen schnell die mächtige Kriegerin Zora zur Seite. Schon bald versuchen die drei im Auftrag des Großkönigs der sieben ­Reiche herauszufinden, warum ausgerechnet Cesar (eigentlich ein guter Freund der beiden Helden) auf dem Kriegspfad wandelt.

Natürlich gabeln sie erneut im Verlauf ihres Abenteuers jede Menge Figuren aus älteren ­Dragon Quest-Episoden auf: Da gibt sich der Händler ­Torneko aus Dragon Quest IV ebenso die Ehre wie Maribel und Ruff aus dem erst kürzlich für 3DS erschienenen Dragon Quest VII oder der starke Schnitz aus dem sechsten Teil der Reihe. Im Kampf seid Ihr stets zu viert unterwegs und wechselt auf Knopfdruck ­zwischen Euren Helden.

Auch wenn Dragon Quest Heroes II auf den grundlegenden Systemen von Koei Tecmos Warriors-Reihe basiert, entfernt sich das Abenteuer weiter als jede andere Variation der klassischen Massenschlägerei von seinen spielerischen Ursprüngen: Sie schlägt stärker in die Rollenspiel-Richtung aus als all die anderen, ­schier zahllosen Warriors-Ableger. Die Welt ist relativ zusammenhängend und bietet nicht einfach nur ­Hunderte von Monstern, die auf eine Abreibung warten, sondern auch Quest­geber und optionale Aufgaben. Besiegte Monster hinterlassen Erfahrungspunkte und Geld, die örtlichen Händler verkaufen Euch dafür neue Ausrüstung. Ein zentrales Element sind Monstermünzen: Die verdient Ihr durch das Erlegen von Gegnern und nutzt sie, um Kreaturen in den Kampf zu rufen. Neu dabei: Manche davon verwandeln Euch für kurze Zeit in das entsprechende Monster, dann dürft Ihr eine ­Weile als Golem oder übellaunige ­Gewitterwolke kräftig austeilen. Auch etliche Mehrspieler-Varianten sind geboten: Die Hauptstory könnt Ihr kooperativ durchspielen, mithilfe von speziellen Karten wagt Ihr Euch für besonders dicke Belohnungen in optionale Dungeons. Ebenfalls neu: Eure Figuren können jetzt wie in vielen RPG-Vorbildern die Klasse wechseln und so neue Manöver und ­Fähigkeiten erlernen.

Meinung

Thomas Nickel meint: Man kennt die Figuren, und das typische Akira-Toriyama-Design, hat die Musikstücke schon oft gehört, auch die Geschichte erfindet das Rad nun wirklich nicht neu – aber was soll’s? Dragon Quest Heroes II besticht mit feiner Spielbarkeit, motivierendem Helden-Leveln, den witzigsten Monstern der Rollenspielgeschichte und einfach tonnenweise Charme. Die serientypisch ausgesprochen britische Lokalisation ist sich für kein Wortspiel zu schade und punktet mit motivierten Sprechern und vielen Akzenten, die für akustische Abwechslung sorgen. Natürlich macht es einfach Spaß, mit voller Spezial­attacken-Leiste in eine besonders große Monsterhorde zu preschen, um dort ein magisches Donnerwetter zu entfesseln. Und als Ausgleich für die hübsche, aber letzten Endes nicht wirklich spektakuläre Grafik gibt es weitgehend stabile 60 Bilder pro Sekunde – da metzelt es sich gleich noch einmal so gut.

  • große, weitläufige Welt
  • 15 spielbare Figuren
  • Helden des Vorgängers als DLC geplant

Der Haufdrauf-Nachfolger zieht die Rollenspiel-Schraube noch ein wenig an und punktet als feiner Metzel-RPG-Hybrid mit charmanter Präsentation.

Singleplayer86
Multiplayer
Grafik
Sound
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