Light Crusader – im Klassik-Test (MD)

13
3106
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Die Mega-Drive-Spezialisten von Treasure nutzen den aktuellen Mangel an knobelintensiven Abenteuern: Ihr Adventure-Debüt Light Crusader pflegt die Landstalker-übliche Isometrik-Ansicht und fordert das Spielerhirn mit geballter Rätseldichte. Auf Geheiß Eures Monarchen sollt Ihr als wackerer Ritter ein Entführungsdilemma enträtseln und stöbert unter dem örtlichen Friedhof eine Goblinkommune nebst Mammut-Dungeon auf.

Echtzeitscharmützel mit Goblins und Schleimbatzen sind Eure geringste Sorge auf der Suche nach den entführten Dörflern. Erzmagus Bloodroke hat die Katakomben mit gemeinen Rätselkammern und Dämonen gesichert. Die Fantasie des Fieslings beschränkt sich nicht nur auf klassische Schalter-und Schiebeprobleme: Zeitbomben werden nur durch den Hieb auf eine Standuhr gestoppt und öffnen nach der Explosion Türen oder aktivieren Hebel und Bodenplatten. Lichtschranken zerschmelzen starre Monster oder schieben massige Polygonportale zur Seite, schwingende Kugeln und rotierende Quader bringen Euch sicher über Abgründe oder zur nächsten Schatztruhe. Belohnung für das zermarterte Heldenhirn sind der Weg in die nächste Rätselkammer, ein zusätzlicher Lebenspunkt oder spezielle Gegenstände wie ein schickes Goblinkostüm. Beim Kampf gegen entstellte Kreaturen wie z.B. einen feuerspeienden Drachen oder ein schleimiges Moosmonster läßt selbst der stärkste Ritter Lebenspunkte: Ihr futtert eine Nahrungsration, erquickt Euch am nächsten Quell und speichert anschließend in einer Orakelkammer den Spielstand.

Zurück
Nächste
13 Kommentare
neuste
älteste
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen
Max Snake
22. März 2026 10:35

Carot 🙏

captain carot
22. März 2026 10:06

Teilweise. Low Volume Distortion und ein paar andere Punkte machen den Yamahs schon erkennbar. Anders als das was danach kam vaben die Dinger in meinen Ohren noch ihre Klangcharakteristik.
Auf der anderen Seite haben halt mehrere japanische Geräte Yamaha Soundchips. Ich glaube selbst Neo Geo ist mit Mega Drive in dem Punkt verwandt.

@Max: das hat nix mit Glaubenskrieg zu tun sondern damit, wie technische Eigenschaften Komposition und Soundsignatur damals beeinflussten. Und auch mit Tricks, die die Entwickler damals nutzten.

Bei den Amigas (hab mich übrigens vertan, 28KHz Samplingrate) wurde im Lauf der Zeit ein ganzer Haufen Tricks entwickelt, um zum Beispiel eine Art FM Sythese zu ermöglichen oder mehr Kanäle zu haben.

Beim C64 mit Drei-Kanal-Synthesizer gab es einen Trick für einen vierten Kanal.

Und natürlich haben die Geräte einfach ihre Stärken und Schwächen.

Kikko-Man
22. März 2026 0:53

Auch wenn ich den MD-Sound sehr mag, wuerde ich den Sound nicht als spezifisch ansehen. Klingt halt wie jede x-beliebige Arcade-Soundhardware der Zeit, die FM Synthese benutzt hat.

Max Snake
22. März 2026 0:05

Eigentlich mag ich den Sounds Chips aus der Mega Drive genauso lieber, wie bei SNES. Möchte eigentlich hier kein Glaubenskrieg setzten. Ich hatte nur den Musik von Light Crusader gesäuerst und keine allgemeinen Diskussionen.

captain carot
21. März 2026 22:59

Das ist ja manchmal schon fast eine Glaubensfrage. Der SNES Soundchip ist moderner und bietet bei orchestralem bzw Samples von echten Instrumenten einfach den besseren Sound. Dazu kommt der Echofilter, der bei orchestralem gerne für einen gewissen Hall genutzt wurde.

Mega Drive hat einen ganz spezifischen Sound gerade bei eher elektronischem.

Persönlich ist mir selbst der Amiga Sound mit den 22,05KHz Samplingrate lieber als der MD Sound. Die neueren Systeme sind crisper und nicht so ‚dreckig‘, sie haben deutlich mehr Kanäle, aber der Amiga Sound hat einfach was ganz spezifisches

ghostdog83
21. März 2026 22:29

Da waren schon ein paar ganz stimmungsvolle Musikstücke dabei. Zum Beispiel das hier:
https://www.youtube.com/watch?v=4b3-nN9fNiE&t=166s

Ohne jetzt eine Grundsatzdebatte lostreten zu wollen, gefällt mir die Musik auf dem SNES insgesamt besser. Wenn ich da an Terranigma denke, kommt kein MD Spiel, was ich bisher gespielt habe, an dessen musikalische Klasse heran.
https://www.youtube.com/watch?v=oiW2DbKa_dI

comment image

Max Snake
21. März 2026 21:33

Light Crusader war ein Action – Adventure mit menge Kopfnüssen und experimentieren mit den Zauberkunst.

Schön das es dir gefallen hat.
Ist gut über 30 Jahre her gespielt habt bist zum Endboss und besiegt habt.

Schade, dass die Musik eher mäßig ist.

ghostdog83
21. März 2026 20:53

Der nächste Titel, den ich in der Sega Mega Drive Classics Collection beendet habe, der, wenn es nach der weitläufigen Resonanz im Netz geht, wohl zum Schlusslicht zählen dürfte, verglichen mit Werken wie Beyond Oasis & Landstalker.

Das, was mich an Landstalker gestört hat (u. a. die schlechte Orientierung im Raum bei Sprüngen), findet sich hier in verbesserter Form wieder. Die Sprungpassagen könnten zwar noch ein Quäntchen filigraner gestaltet sein, was angesichts der Perspektive vermutlich nie zur Gänze möglich sein dürfte, aber sie funktionieren über weite Strecke gut, auch aus heutiger Sicht.

Die Bandbreite an Ideen und Möglichkeiten, die Perspektive zur Interaktion zu nutzen, finde ich interessant und zugleich ungewohnt (im positiven Sinne). Bspw. wenn Objekte um die eigene Achse im Raum gedreht werden müssen, wo sich wiederum andere Objekte darauf befinden, die sich mitbewegen.

Auch wenn das Ganze aus spielerischer Sicht eine Steigerung darstellt, bleibt am Ende dennoch der Eindruck, dass sich diese Perspektive nur als Übergang von 2D zu 3D angeboten hat.

Bei den Kämpfen kann sich Light Crusader zwischen Beyond Oasis und Lanstalker einordnen. Die Kämpfe sind nicht so statisch und häufig anzutreffen wie in Landstalker, fühlen sich aber auch nicht so gut an wie in Beyond Oasis. Das Magiesystem ist trotz seiner Limitierung eine Bereicherung für die Dynamik in den Kämpfen.

Da, wo der Titel deutliche Abstriche hinnehmen muss, wo vermutlich die Ursache zu finden ist, weshalb ein Landstalker mehr Anklang finden konnte, ist beim erzählerischen Korsett. Während die Spielwelt bei Landstalker sehr viel Charakter versprühen kann, wirkt das hier eher so, als hätte Treasure darauf nicht viel Wert gelegt, sich auf das Nötigste beschränkt, die Spielwelt zusammen zu halten. Während bei Beyond Oasis und Landtalker die Erzählung zum weiterspielen motivieren kann, ist ein solcher Drang hier kaum vorhanden. Was schade ist, da das Artdesign auch zur damaligen Zeit bereits sehr markant anmuten konnte. Darauf aufbauend hätte man eine sehr viel interessantere Geschichte mit den entsprechend ausgearbeiteten Charakteren spinnen können (Gothic-Horror).

Rudi Ratlos
7. Mai 2018 11:11

Das war von Treasure? Dann werd ich mir das mal ansehen 🙂

Max Snake
7. Mai 2018 7:38

Hab mit Komplettlösung durchgespielt aus der Sega Magazin.

Lando
5. Mai 2018 22:02

Dann bin ich auch ein Freak. ^^ Hab’ noch einige der Tunes im Ohr. Vor allem die Melodie der Stadt (Name vergessen, zu lange her).

genpei tomate
5. Mai 2018 20:25

Eines der wenigen Rollenspiel angehauchten Adventures, bei denen ich mich durch-beißen wollte. Das Problem nur: beim zweiten mal durch-spielen wollen, waren schon knappe 20 Jahre vergangen und mein Modul, das müssen Alterserscheinungen sein, fing an, hier und da einzufrieren. Durch-oder-überhaupt spielen unmöglich. 🙁
Ich glaube, man muss ein Megadrive-Soundchip Freak wie ich sein, um die Musik großartig zu finden, weil…”Schizophren”…naja, ich weiß nicht…
Nach dem Test hier kriege ich fast Lust, mir ein “neues-altes” Modul besorgen zu wollen… 😉

Lando
5. Mai 2018 17:04

Hat mich als Pimpf begeistert und schockiert. Man konnte…

Kleiner Spoiler
…im späteren Spielverlauf Orks (pixel-)blutig zerhacken. ^^