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| Spiel: | Untitled Goose Game |
| Publisher: | Panic |
| Developer: | House House |
| Genre: | Geschicklichkeit |
| Getestet für: | Switch |
| Erhältlich für: | Switch |
| USK: | |
| Erschienen in: | 11 / 2019 |
Das Prinzip von Untitled Goose Game ist schnell erklärt: Ihr steuert eine weiße Gans watschelnderweise durch einen kleinen, doch liebevoll gestalteten Mikrokosmos, und das in rudimentärer Comic-Optik. Hier eine kleine Gärtnerei, dort ein Straßenverkauf oder ein Lokal – die Gans erkundet alles. Kleine Objekte kann sie in ihrem Schnabel wegtragen, größere wegzerren. Sie kriecht durch enge Gänge, versteckt sich im Gebüsch, schwimmt im Teich oder schnattert drauflos.
Wozu das Ganze? Um eine Liste mit Aufgaben abzuarbeiten, deren Sinn und Ursprung Euch zwar verborgen bleibt, deren Ausführung jedoch einen Heidenspaß macht. Stibitzt einem Mann seine Pantoffeln von den Füßen, damit er barfuß geht, oder macht den Gärtner nass, indem Ihr den Gartenschlauch aufdreht, während er im Beet nebenan arbeitet. Für viele Aufgaben müsst Ihr heimlich vorgehen – da hilft es, dass sich die Gans an unzugänglichen Orten verstecken kann oder – falls entdeckt – einfach mal ihren Verfolgern davonschwimmt. Für manche Herausforderung müsst Ihr zudem Eure grauen Zellen bemühen. Nach drei bis fünf Stunden sind dann aber schon alle Aufgaben geschafft – der Umfang ist also leider etwas kurz. Nach dem Abspann schaltet Ihr immerhin einige Zusatzaufgaben sowie einen Time-Attack-Modus frei.
Die Gans erscheint als Prototyp eines Störenfrieds in der kleinbürgerlichen, heilen Welt voller gepflegter Gärten! Vielleicht ist das Spiel sogar eine Parabel auf die Unsinnigkeit menschlichen Tuns: Wie Sisyphos räumen die Bewohner beharrlich alle Dinge auf, die die Gans verschleppt hat. Sie laufen ihr hinterher, wenn sie sie beim Klauen erwischen, doch können eigentlich nichts unternehmen. Panisch rennt eine Frau jedes Mal zu ihrem Besen, als könne der sie vor allem Übel der Welt retten – sie schafft es jedoch nicht einmal, die Gans (also Euch) wirklich lange von ihrem Stand fernzuhalten. Fast rührend wirken da die Versuche, die Gans durch selbst gemalte Verbotsschilder zu vertreiben! Können die NPC-Menschen es doch nicht fassen, dass in ihrer wohlprogrammierten Spielwelt die Gans nicht ihren Regeln gehorcht. Dabei folgt diese ironischerweise doch auch einer To-do-Liste!
Ist die Gans also vielleicht der Versuch eines launischen Gottes, den Menschen ihr sinnloses Streben vor Augen zu führen? Hier ist viel Raum zum Philosophieren, was von der Fangemeinde bereits mit Freuden aufgenommen und kreativ umgesetzt wurde – wer im Internet nach der ”Goose” sucht, findet zahllose launige Memes und Artworks.









So 2 bis 3 Euro wäre mir das Wert.
Ich will es endlich physisch haben. 🙁
Das ist das knuffigste Spiel ever!
Die Idee ist so unfassbar lustig, das wird gekauft 😀