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| Spiel: | Dirge of Cerberus: Final Fantasy 7 |
| Publisher: | Square Enix |
| Developer: | Square Enix |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | PS2 |
| Erhältlich für: | PS2 |
| USK: | |
| Erschienen in: | 12 / 2006 |
Was seine Genre-Ausrichtung angeht, lässt sich Japans Rollenspiel-Lieferant Nummer 1 neuerdings immer öfter auf Experimente ein: Die erfolgreiche Final Fantasy 7-Marke wird munter ausgeschlachtet und bekommt neben Handy- bzw. Westentaschen-Ablegern sogar ein Action-Spinoff präsentiert. Wesentlich konsequenter zeigt sich der Hersteller bei seiner Lokalisierungs-Politik. Anders als das unter Buena-Vista-Schirmherrschaft stehende Kingdom Hearts 2 leidet Dirge of Cerberus unter derselben Übersetzungsfaulheit wie Dragon Quest 8 und alle bisherigen Final Fantasy-Episoden: Man spricht nach wie vor englisch – nur untertitelt wird deutsch. Danke.
Dabei hätte es wirklich nicht weh getan, für die paar Zwischensequenzen einige patente Schwätzer ins Studio zerren – denn im restlichen Spiel sprechen eher die Waffen denn der Mund. Ex-Final Fantasy 7-Nebencharakter Vincent Valentine war schon zu seinen Zeiten als Datenstreiter ebenso wortkarg wie schlagkräftig, aber hier wird er endgültig zum Baller- und Haudrauf-Recken degradiert: Beim Kampf gegen die ehemalige Shinra-Splittergruppe ‘Deepground’ zückt Vincent die namensgebende ‘Cerberus’-Wumme – ein in seiner Grundform nicht allzu durchschlagendes Kaliber, das Ihr aber durch die Montage von Läufen, Aufsätzen und magischen Amuletten tüchtig aufrüsten dürft.
Um sich in schmierigen Gangsystemen, verfallenen Villen, Stadtruinen und Industriekomplexen zurechtzufinden, setzt Vincent auf eine mutige Kombi aus Adventure-typischer Verfolgerperspektive (für das Gelatsche) und ‘Über-die-Schulter-Ballerei’ (sobald die Waffe gezückt wird). Die bekannte Verwandlung ins klauen- wie muskelstarrende Untier wurde für US- und Europa-Version auf den Einsatz eines speziellen Objekts begrenzt – der aus dem Rollenspiel bekannte ‘Limit Break’ als Resultat von kassiertem bzw. ausgeteiltem Schaden fiel der Schere zum Opfer.
Aber ein bisschen Rollenspielbeiwerk gibt’s dennoch: Nicht nur, dass Ihr an Euren Bleispritzen rumschrauben dürft – zusätzlich gibt’s am Ende jedes Abschnitts einen warmen Erfahrungspunkte-Regen, den Ihr entweder für einen Stufenaufstieg ausgebt oder gegen Bares eintauscht.









Auf der Preview noch erhofft, entpuppt sich als langweilige Schießbude.
Bin überrascht, dass das – im Zuge der ganzen FF VII-Remake-Geschichte – noch nicht wieder neu aufgelegt worden ist. Kommt aber vielleicht ja auch noch nach Teil 2 des Remakes (da Vincent dann wieder präsenter ist)