
Mit etwas Verspätung (der Deutschen Bahn sei’s gedankt) habe ich es dann gestern doch noch zum FFM Rumble #5 an die Fachhochschule in Frankfurt am Main geschafft. Zur Begrüßung haben die Veranstalter ein feines Paket aus netten Mitbringseln geschnürt: Mit meiner Anmeldung bekomme ich einen Street Fighter X Tekken-Turnbeutel, einen Street Fighter X Tekken-Energie-Drink und einige Street Fighter X Tekken-Pins in die Hand gedrückt. Die Titelauswahl hätte bei genauer Betrachtung aber vielfältiger ausfallen können.
Der Austragungsort ist bereits gut besucht, an den knapp 30 Bildschirmen wird bereits ausgiebig trainiert und gefachsimpelt. Die wichtigste Frage, die man immer wieder zu hören bekommt: “Na, mit welchem Charakter spielst du?” Nachdem ich die Lage sondiert habe, wage auch ich eine Trainingsrunde auf die eine bittere Erkenntnis folgt: Worauf habe ich mich hier bloß eingelassen? Erst jetzt wird mir bewusst, auf welch hohem Niveau hier gespielt wird. M.Bison-Spezialist Robert Brandl, über den Ihr in der kommenden M! Games mehr lesen könnt, bestätigt meine Befürchtung: “Jep, hier tummeln sich einige der besten Spieler Deutschlands”, stellt er fest. In den nachfolgenden Trainingsrunden habe ich nicht den Hauch einer Chance egal ob Super Street Fighter IV Arcade Edition, Ultimate Marvel vs. Capcom 3 oder Street Fighter III: 3rd Strike Online Edition dann kann das Turnier ja starten.
Bis dies geschieht, dauert es allerdings noch eine Weile: Wegen diverser Probleme fliegen die Fäuste mit beinahe dreistündiger Verspätung. Sehr ärgerlich. Dann geht es aber doch noch los und vor den meisten Bildschirmen herrscht nun Schweigen. Neben diversen modifizierten Arcade-Sticks (andere Eingabegeräte sucht man beinahe vergebens) kann man hier und da auch eine schweißnasse Stirn und zitternde Hände beobachten. Die Spannung, die in der Luft liegt, ist eindeutig zu spüren und wird hier und da durch unqualifizierte Kommentare gestört: “Scheiß Xbox.” “Du bist scheiße.” Stille.
Still bin auch ich, denn was sich im Training abzeichnete, setzt sich im Ernstfall fort: Meine Bilanz fällt nach sechs Kämpfen (gespielt wird Best-of three mit zwei Gewinnrunden pro Kampf) mehr als ernüchternd aus: 24 Runden 24 Niederlagen. Autsch.
Meine Erkenntnisse des Tages:
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Griffe in Beat’em-Ups waren, sind und werden in meinen Augen immer ein Ärgernis bleiben.
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Trotz Niederlagen habe ich dank toller Atmosphäre und netter Leute eine Menge Spaß gehabt.
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Auch wenn sie nicht Fußball spielen können Beat’em-Ups beherrschen die Niederländer.
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Abel nervt.
Ich bin gespannt, was der nächste Tag bringt. Damit Ihr Euch einen Eindruck von dem Event machen könnt, habe ich zur Videokamera gegriffen:









Die haushohe Überlegenheit hat AUSSCHLIESSLICH damit zu tun, dass GEMEINSAM trainiert wird. Das ist das A und O beim Beat’Em Up-Sport.@Max SnakeNix für ungut, aber NUR ein guter Stick ist echt zu wenig. Das ist der Unterschied zwischen SEIN und HABEN 😉
@Stefan Schwach!!!^^Hätte auch mal Lust auf ein RL Turnier.
[quote=Stefan Stöckmann]Auch wenn sie nicht Fußball spielen können – Beat’em-Ups beherrschen die Niederländer.[/quote]Auch wenn ich mich nicht für Fussball interessiere, aber: Das Ergebnis der letzten WM sagt was anderes ;D. Dennoch kann ich dir in dem Punkt zustimmen, dass die im allgemeinen sehr gut sind. Sobald man Online die niederländische Flagge sieht, wird erstmal geschluckt.@Topic: Ich sehe es allerdings auch wie du, dass die Auswahl hätte etwas breiter ausfallen können. Von den oben genannten Games zocke ich nur noch SSFIV: AE und das auch nur noch sehr selten, da das Balancing einfach tierisch im Popo ist (was ja auch Ono selber zugegeben hat).Dennoch werde ich mal schauen, dass ich nächstes Jahr dort auch aufkreuzen kann.
Tja Stefan so ging mir das auch, trotz guter Arcade Stick wurde ich beim Tekken 6 immer abbekommen, aber ich hatte mein Spaß gehabt hoffe das du gut schlafen kannst als ich.