EA zieht Konsequenzen aus Minus-Geschäft

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Die Quartalszahlen sprechen nicht für Electronic Arts: für die Monate Juli bis September macht der Konzern ein sattes Minus von 391 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 788 Millionen US-Dollar. Als Grund werden vorgezogene Zahlungen in Höhe von 359 Millionen US-Dollar angegeben.

Die daraus gezogenen Konsequenzen betreffen vor allem die Belegschaft: bis Ende März 2010 fallen 1.500 Stellen weg, das sind 17 Prozent von derzeit weltweit 8.820 Mitarbeitern. Die Hauptlast wird die Produktentwicklung tragen. Laut Finanzvorstand Eric Brown sollen in der Entwicklung 900 Stellen, in der Vermarktung 500 und in der Verwaltung weitere 100 Stellen wegfallen. Einsparungspotential sieht EA bei den US-Studios Redwood Shores (EA-Hauptquartier), Tiburon (Madden-Macher) und den umstrukturierten Mythic Entertainment (Warhammer Online). Auch die Dead-Space-Macher Visceral Games stehen zur Disposition, nicht ausgeschlossen sind zudem komplette Studio-Schließungen.

EA-Chef John Riccitiello kommentiert das folgendermaßen: “Alles, was keinen hohen Profit abwirft und nicht viele Einheiten verkauft, wird ab jetzt fallen gelassen.“ Gemunkelt wird, dass ein EA-vertriebenes Spiel sich mindestens zwei Millionen mal verkaufen müsse, um im grünen Bereich zu sein. Innerhalb von zwei Jahren hat EA die Anzahl der Neu-Entwicklungen halbiert. Die Strategie ist klar: Weniger, dafür qualtitativ umso bessere Titel. Wobei allen Beteiligten klar ist, dass Qualität und Innovation noch lange nicht für einen hohen Abverkauf bürgen. Ein erfrischend ‘anderer’ Titel wie Mirror’s Edge hat sich zum Beispiel lange gemüht, überhaupt die Millionen-Marke zu knacken.

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captain carot
16. November 2009 7:17

Doom kam aber auch lange vor Duke Nuzkem 3D raus.Ich lass mich ja auch gerne von neuen Titeln überzeugen, es ist eben eher so, dass man mit wachsender (Spiele-)Erfahrung und steigendem Alter kritischer wird und sich nicht mehr ganz so leicht begeistern lässt.Doom heute finde ich z.B. im Vergleich zu modernen Shootern langweilig. Dabei haben für mich heute kaum mal Shooter diesen Wow-Effekt, den Doom als mein erster FPS-Titel oder Goldeneye auf dem N64 als wegweisender Meilenstein hatten.Aber gerade weil ich heute kritischer bin sehe ich eben die Spiele von damals nicht durch die rosarote Brille, statt Massenware und und Schrottspiele von früher einfach auszublenden.

jorginho
15. November 2009 21:56

Doom, hmm! War jeher der Duke Nuken Fan! Und schon damals hatte Duke Nuken viel innovative Sachen, die heute als Standart gelten müssen, wie zBsp: zerstörbare Okjekte, wie WCs und Lavabos, sich im Spiegel betrachten usw! Man muss es einfach verstehen, dass heutzutage ein Game viel komplexer ist als früher und aufwändiger! Man kann also ruhig ein paar Graphikfehler verzeihen, finde ich jedenfalls! Klar, es wird immer schlechte Games geben – das gab es schon immer und wird es immer geben! Das Gleiche gilt für die Filmebranche! Wenn man schon beim Thema EA sind, ich vermisse die alte Road Rash Serie! Die war nämlich super und seit der PS 1 ist nichts Neues rausgekommen! Innovationen gab es immer bei Systemenwechsel, wie bei NES zu SNES oder Mega Drive oder dann zur PS 1! Spiele die damals für mich den Wow Effekt hervorruften, waren: super mariomario 3piratesnorth and southphantasy star 4duke nukenstreet fightersouledge need for speed 1v-rallygran turismoroad rash 3dfinal fantasy 7resident evilmax payneusw.

captain carot
15. November 2009 20:31

Halo 3, bei Release schon keine Schönheit, macht manch anderem Shooter aber eine lange Nase.Hab heute beim Spaziergang mit dem Hund noch mal drüber nachgedacht. Für uns alte Hasen, die wir ja auch schon eine Zeit lang erwchsen sind ist zum Teil wohl die kindliche Begeisterung von früher weg, man wird kritischer usw.Dazu kommt, mein erstes richtiges Action Adventure jenseits zweier Game Boy Ausfälle war Zelda 3, mein erster Ego Shooter Doom. Da hat man eine wahnsinnige Entwicklung miterlebt. So manche Neuerung, die ich früher als großes Wow-Erlebnis empfunden habe ist da kaum wichtiger als manche kleinen Neuerungen heutiger Spiele, ich sehe es heute aber viel kritischer, weswegen mir manche Sache heute als Minimalverbesserung erscheint.

jorginho
15. November 2009 19:57

Mich stört’s persönlich am meisten, dass immer über die Grafik gemeckert wird! Bugs da, Bugs dort – mecker mecker! Für mich zählt nur der Spielspass und wenn der stimmt, dann ist für mich die Grafik nur zweitranging! ich meine, bei Assassins Creed hatte ich x-mal neu starten müssen, weil bei mir stets das Bild eingefroren war! Mein Gott, wer von der Alten Schule ist, kennt das nur zu gut von früher! Das Geile aber war, dass man immer von ganz vorne wieder starten musste, weil es keine Speichermöglichkeiten gab!!! Heute sehe ich das ganz locker!!! GTA 1 :Grafik kacke, dafür Spielspass top – nur als Beispiel!

captain carot
15. November 2009 11:51

: Nein, wenn ich in eine alte Play Time oder so gucke waren die meisten Spiele Schrott bis Mittelmaß und teilweise hat man sich schon über EINEN Test über 75% pro Monat gefreut.Im Schnitt waren die Spiele schlechter, nur verdrängt man mit Contra,

-Randall-
14. November 2009 21:41

Hinzu kommt der Preisverfall recht früh nach dem Start.Ich habe dieses Jahr 3 Spiele, und das auch nur weil es Specialeditionen waren, am Starttag gekauft und somit den regulären Preis bezahlt. Batman, Sacred 2 und Halo ODST.Bei der masse an (guten) Spielen zahlt sich ein wenig Geduld schnell in barer Münze aus.

jorginho
14. November 2009 15:06

ja du hast schon recht napalus! aber du musst auch sehen das fruher hochsten 5 spiele im monat raus kamen! heute ist es das dreifache! die spielebranche erlebt momentan ein boom und jeder will nun mal die kuh melken solange sie milch gibt! fruher waren die spiele auch viel schwerer ohne speicher moglichkeiten, hattest zum teil nur ein leben usw. das heisst wen man hergeizig war spielte man 2 monaten mit dem gleichen game! heute, kaum hat man ein game fertig beginnt man schon mit dem nachsten!

Napalus
12. November 2009 22:35

carotTeilweise hast du recht aber du musst auch zugeben das Originalität zu damaliger Zeit prozentual einfach viel höher lag und der Durschnitt der Spiele einfach besser war.Man kling Ich alt!!!!!;-)

captain carot
12. November 2009 18:47

Hm, igrendwer hat die letzten Tage laut Call of Duty gebrüllt.Auch wenn es hier nicht steht, EA will auch weiter Experimente mit ganz neuen Titeln wagen, nur wenn die nix einbringen wird der Titel fallen gelassen.: Komisch, ich seh auf Flohmärkten, bei Ebay und in unzähligen alten Tests fast nur Fließbandware mit gelegentlichen Meilensteinen.Anders ausgedrückt, es gab auch früher massenhaft Einheitsbrei und Ausschlachterei.Denkt nur mal an die Strike Reihe, unzählige Klone von Space Invaders, Mario Bros oder auch Doom und Wing Commander.

Napalus
12. November 2009 9:52

Inovation und einzigartige Spiele werden heutzutage kaum noch honoriert.Die meisten Gamer freuen sich über Einheitsbrei.Tausend Shooter etc.Ich denke das liegt am Generationenwechsel.Alter Gamer gibt es nicht mehr so viele.WIR alten schätzen Spielspass über alles und pfeifen meistens auf Technik Schnick Schnack.Bei der NEUEN Generation ist Grafik und COOLES Gameplay meistens alles.Ich verstehe die Firmen das sie nur noch auf sichere Pferde setzen wollen.Aber trotz allem wird es sicher immer Spiele geben die etwas anders sind und doch eine kleine und starke Fanbase um sich scharen.OKAMI FOREVER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

rhmf2
11. November 2009 17:41

was für kapitalistenschw…….,naja, ich verstehe ja dass eine firma mit seinen produkten geld verdienen muss.aber wo bleibt bei so einer einstellung die liebe zum spiel,die begeisterung,das herzblut und die liebe zum detail? nur noch blockbuster oder wie,keine chance auf experimente! die spiele werden dann zwar technisch auf hohem niveau sein ,aber wenn sie keine seele haben machts trotzdem keinen spass.das ist ja dann wie in hollywood!!!!!!!! und der kleine programierer der darf dann seinen ideen keinen freien lauf mehr lassen,wenn es nicht kommerziel genug ist.ich finde diese entwicklung sehr bedenklich.schade.dann lobe ich mir doch lieber das 10 tausendsde japano rpg das vielleicht nicht perfekt ist,das aber mit liebe zum detail und mit herzblut gemacht wurde.

captain carot
11. November 2009 13:21

: Also in der letzten Zeit wurden mehrere Shooter unter 80% bewertet, unter anderem Raven Squad.Genau so wurde etwa bei SotC damals sehr genau auf die vielen Besonderheiten des Titels hingewiesen. Okami dagegen wurde super bewertet, besser als die

WNxKraid
11. November 2009 12:56

EA ist und bleibt ne wie Regine Pfeifer so schön formuliert hat: “”Schweinefirma””.Erst alle kleinen Entwickler schlucken und dann die Studios dicht machen.Man sollte nicht immer auf pure Verkaufszahlen schielen, sondern die Teams auch anhand der geleisteten Arbeit bewerten.Wenn ein Spiel nicht der erhoffte Erfolg wird, liegt das nicht unbedingt an der Qualität der Titel.Das man schlecht abverkaufte Spiele nicht fortsetzt ist ja nachvollziehbar, aber deswegen gleich ganze Studios dicht zu machen halte ich für falsch.Das führt dazu das sich keiner mehr traut inovative Konzepte umzusetzen, sondern sich alle nur noch an dem orientieren was sich gut verkauft hat.Vielmehr sollte man mal Untersuchen warum sich ein Titel trotz hoher Qualität und guten Wertungen schlecht verkauft hat.Manchmal reicht es schon wenn das Spiel Zeitnah zu ein paar anderen guten spielen erscheint.

Saldek
11. November 2009 12:45

ist doch schon wie mit Sega, Capcom und anderen Firmen.Clover z.B. brachte geniale Spiele wie VJ oder Okami, beide gefloppt, Studio geschlossen. Sega brachte über viele Jahre die besten Spiele der Branche: Virtua Fighter, Sega Rally, Shenmue, Skies of Arcadia, Phantasy Star Online usw. Natürlich gefloppt, heute kommen viel mehr Fließbandproduktionen und Durchschnittspiele wie Mario & Sonic @ Olympic Games verkaufen sich 15 Millionen mal. Genauso wie die Leute jedes NfS kaufen, Fifa etc.Innovationen oder stilistisch frische Titel lohnen sich scheinbar nicht. Daher ist es auch etwas ärgerlich das die Presse solche Spiele viel kritischer auseinandernimmt als Fließbandwahre. Egoshooter z.B. werden heute obligatorisch nicht mehr unter 80% bewertet. Perlen wie bspw. Ico oder SotC wurden, u.a. auch von der Maniac damals, mit völlig wirren Argumenten zerrissen (z.B. das es bei SotC nur Einöde gäbe und keine lebendige Stadt, oder die geniale Pferd-Steuerung usw).

captain carot
11. November 2009 12:38

Laut ign.com soll es übrigens weiterhin auch Experimente mit neuen Titeln/Reihen geben, um das Risiko abzufangen aber eben nur erfolgreiche Reihen fortgesetzt werden. Bei den aktuellen Verlusten versteht man allerdings auch, warum so viele Entlassungen angepeilt werden.Ich hoffe trotzdem auf Mirror´s Edge 2.

Kalas
11. November 2009 11:50

Ich mag EA (seit kurzem). Mirrors Edge, Battlefield Bad Company 1+2, Dead Space, Dragon Age, Mass Effect 2, Brütal Legend und The Saboteur (?) stechen aus der Masse an Spielen hervor. Schade nur, dass diese Politik nur zum Teil vom Kunden belohnt wird.

Dex Dexter
11. November 2009 11:12

[quote]Die Strategie ist klar: Weniger, dafür qualitativ umso bessere Titel[/quote]Was für eine Hammer-Strategie!! Genial! 😉