Bundesregierung unterstützt neuen Online-Jugendschutzfilter

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Der Verein JusProg e.V. hat mit der Entwicklung und Veröffentlichung eines neuen Jugendschutzfilters dafür gesorgt, dass Jugendliche am PC nur Inhalte zu sehen bekommen, die für ihr Alter auch geeignet sind. Über das Programm kann eine Sperre ab 6, 12, 16 und 18 Jahren eingestellt werden, wodurch auf dem Zielrechner nur altersgerechtes Material aufgerufen werden kann. Durch eine staatliche Anerkennung soll die Rechtssicherheit der Inhalte, die dem § 11 Jugendmedienschutz-Staatsvertrags (JMStV) unterliegen, gewährleistet sein.

Die Reaktionen auf das derzeit nur in der Beta-Version vorliegende Programm fallen bisher positiv aus. So äußerte etwa die KJM (Kommission für Jugendmedienschutz), dass sie das Produkt sofort anerkenne, wenn es in den nächsten sechs Monaten umgesetzt werde. Auch der Geschäftsführer der USK, Felix Falk, ist erfreut: “Das Jugendschutzprogramm ist eine gute Unterstützung für Eltern, um ihre Kinder vor problematischen Online-Inhalten zu schützen”. Heiko Hubertz, CEO von Bigpoint und stellvertretender Vorsitzender des G.A.M.E.-Bundesverbandes, ist ebenfalls erfreut: “Die Anerkennung gleicht für uns erhebliche Wettbewerbsnachteile gegenüber ausländischen Anbietern aus. Hier wurde ein mutiger Schritt von der Politik vollzogen”

Bleibt die Frage, ob sich damit wirklich etwas ändert: Auf Konsolen bezogen funktioniert ein solches Programm ohnehin nicht, außerdem haben zumindest PS3 und Xbox 360 bereits ihre eigenen Jugendfilter an Bord – und wenn die keiner aktiviert, ist’s so oder so egal. Sollte aber die vor ein paar Monaten gekippte Regelung mit Sperrzeiten etc. für Online-Inhalte wieder auftauchen, ist ein solches Programm sicher relevant.

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Jab
Jab
15. August 2011 13:33

Überflüssiges Staats-Parasitentum! Da will sich wieder ein dubioser Verein an Steuergeldern mästen und springt daher auf den Jugendschutz-Zug auf. Dabei gibt es solche Programme und Tools schon wie Sand am Meer. Außerdem hat Windows solch ein Tool bereits eingebaut (Was M! anscheinend nicht bekannt ist). Dieser Verein muss über gute “”Connections”” (aka. Korruption) in die Politik verfügen.Abgesehen davon sieht die Seite des Vereins absolut “”spießig”” aus, passend zu diesem Spaßverderber-Programm.Aber wenn dies den “”Gutmenschen”” in diesem Land das Gefühl gibt “”DIE KINDER!!!”” zu schützen, ist ja alles in Ordnung.

captain carot
14. August 2011 17:23

: Gerade im Netz ist es unmöglich, durchgehend zu kontrollieren, was der Nachwuchs macht. Es ist nunmal alles mögliche zu jeder Zeit erreichbar. Eltern sind dagegen ab einem gewissen Punkt auch machtlos.Selbst mit Medienkompetenz ist so eine So

Oliver Gruener
14. August 2011 16:10

Medienkompetenz muss man halt lernen. Dann braucht’s auch so eine Software nicht. Hier sind Eltern und Schule gefordert aber auch die Peergroup spielt eine entscheidende Rolle. Ab einem bestimmten Alter ist deren Einfluss eh größer als der von Schule und Eltern. Aber Schule und Eltern sind vorab gefordert zu verhindern, dass ihr Nachwuchs überhaupt in eine “”asoziale”” Peergroup hinein findet / hinein will. Neugierige Jugendliche schauen sich sowieso gerade die Sachen an, die für sie nicht gedacht sind. Das ist aber nicht schlimm, wenn sie gelernt haben richtig damit umzugehen.

Gabberhead
14. August 2011 10:14

Also wird den Eltern noch mehr Verantwortung abgenommen

captain carot
14. August 2011 0:36

: Das ist definitiv eines der Hauptprobleme. Die Eltern sind mit dem Internet oft überfordert oder es interessiert sie erst gar nicht.

DoctoroDoom
13. August 2011 17:03

solange die eltern ihre kinder vernachlässigen wird es nicht viel bringen.

bubbabenali
13. August 2011 11:09

Das muß aber “”Powered by Magic”” sein, denn bisher gab es noch kein Jugendschutz/ Alterskontrollprogramm, das nicht von findigen Jugendlichen ausgehebelt werden konnte.

Anonymous
Anonymous
12. August 2011 23:03

Geht das jetz nur um Spiele oder prinzipiell alles im Netz?

Transparenz Kubus
12. August 2011 20:33

Edit: Danke Oliver, hab mich zu früh aufgeregt. 😉

pwndius_pilatus
12. August 2011 20:25

Ja aber Filme wie Keinohrhasen bei Kino-Release ab 6. Prima Sache.

Oliver Gruener
12. August 2011 18:59

Ihr versteht da was falsch. Das ist ein Programm für Eltern, das diese auf dem PC ihr Kinder installieren können um so zu entscheiden, auf welche Seiten (unabhängig wo auf der Welt die Seiten sind) der Nachwuchs kommen kann. Anhand eben bestimmter Regeln, die die Eltern selbst festlegen (White- und Blacklists, Alterseinstufungen etc.)

mobby
12. August 2011 17:51

Gnahhh, dann dürfen wir uns in Zukunft also “”ausweisen””, um zu zeigen, dass wir über 18 sind? Da wären wir wieder bei der Sache mit der Anonymität…

sscore_riot
12. August 2011 17:12

tja..die jugend von heute kann einem schon leid tun..armbänder auf “bierfesten“ ..gängelung bei ausweiskontrollen ..und jetzt auch noch das ..also meine “jugend“ war da schon um einiges “geiler“ ^^

Lofwyr
12. August 2011 17:09

Das wird ja unglaublich nützlich sein wenn die Kids auf US-Seiten rumsurfen.