Starbreeze-CEO: “Die Syndicate-Neuauflage war von Anfang an eine verlorene Schlacht”

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Zuerst war die GAME-Insolvenz der Hauptgrund, jetzt  die giganischen Erwartungen einiger Fans: Die Ursachen für den kommerziellen Misserfolg der Syndicate-Neuauflage sind offenbar vielschichtig. Nun hat Mikael Nermark, CEO von Entwickler Starbreeze, noch einmal mit Edge über die Zeit nach dem Release des Sci-Fi-Shooters gesprochen.

“Ich bin immer noch stolz auf unseren Mut, die Marke wieder auferstehen zu lassen”, sagt Nermark rückblickend. Dem Team sei von Anfang klar gewesen, dass es eine kleine lautstarke Gruppe geben werde, denen man es nicht rechtmachen könne. Bei einem zu traditionellen Weg werde nach Innovation geschrien, bei der anderen Richtung würde man zu sehr von der Vorlage abweichen. Es war von Anfang an eine verschlorene Schlacht.

Unklarheit herrscht noch darüber, wie hoch der finanzielle Schaden durch Syndicate am Ende ist. Während Starbreeze die Entwicklungskosten als relativ niedrig bezeichnet, nannte EA in Person von deren Label-Boss Frank Gibeau den Titel einen kommerziellen Flop.

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captain carot
21. Juni 2012 17:14

: Im Prinzip ist das klar, nur muss man sich da fragen, wie Banane sind die in den Chefetagen mittlerweile?Neue Fans gewinnt man damit nunmal eher nicht und alte stößt man vor den Kopf.

DanJJ
21. Juni 2012 16:55

war zum scheitern verurteilt……das ich nicht lache ! Genau wie bei front mission , als sie versucht haben ein 3 person mech spiel daraus zu machen. Dabei war die serie mit fire emblem eine der besten im strategiegenre. Aber heute versucht man ja aus allem einen shooter zum machen. In der hinsicht epic fail !

bitt0r
21. Juni 2012 16:32

aber der skrillex-remix des alten syndicate-titelliedes ist echt geil!

Asaziel
21. Juni 2012 10:30

@FlammussDer war gut.^^@KaoruKeiner sagt, dass das Spiel schlecht war. Es war halt nur kein Syndicate. Wie Oliver Grüner gesagt hat, mit einem anderen Namen hätte keiner gemeckert, aber so kommt es leider nicht an das Original heran. carot””Die eig

captain carot
20. Juni 2012 21:32

Als Spiel? Nicht wirklich, es ist ein passabler, aber nicht überragender Shooter. Ein mittelgroßes, unabhängiges Studio wie Starbreeze ist da in der Zwickmühle. Man ist davon abhängig, entweder für eigene Konzepte einen Publisher zu finden, der das alles finanziert (heutzutage sehr schwer), oder eben Auftragsarbeiten abzuliefern, wozu hier eben Syndicate gehört, für die man aber nunmal eine feste Finanzierung durch den Publisher hat.Die eigentliche Frage, die man sich stellen muss: Welcher Teufel hat EA geritten? Für junge Spieler ist Syndicate eh kein zugkräftiger Titel und ältere Spieler hätte alles erwartet, nur keinen geradlinigen Shooter.

Saldek
20. Juni 2012 19:34

Ein steriler, geskripteter Ego-Shooter. Und das soll Syndicate sein? Im Stil von Deus Ex hätte ich auch gut mit einem FPS leben können, aber dieses Spiel hat gar nichts mit dem Original zu tun. Leider zu recht gescheitert.

20. Juni 2012 19:00

ich fand das spiel geil! hätte nur nen bisl mehr story vertragen können….

Flammuss
20. Juni 2012 17:04

@Asazieloder aus F1 2012 ein (Achtung, versteckter Wortwitz) RUNDEN basiertes Strategiespiel ;-)@Oliver GrünerRecht hast Du!

Asaziel
20. Juni 2012 15:47

Tja, das war eben leider kein Syndicate. Was wäre, wenn jemand einen Ego-Shooter aus North&South macht. Käme fast aufs Gleiche raus.Aber eben nur fast.

link82
20. Juni 2012 15:34

jepp, kann mich als großer Fan des alten Klassikers Syndicate dem Posting von Oliver auch nur anschließen, dem bleibt nichts hinzuzufügen

Relax
20. Juni 2012 15:32

[b]Oliver Grüner[/b]Unterschreibe ich glatt.

Oliver Gruener
20. Juni 2012 15:31

Ach man. Verlorene Liebesmüh und Schadensbegrenzung tut eh nicht mehr not.Hätten sie das Spiel irgendwie genannt, bloss nicht Syndicate, hätte keiner gemeckert und jeder hätte gesagt: “”Netter kleiner Ego-Shooter der mal ein paar Stunden spaß macht””. So war der Fail von dem Augenblick vorprogrammiert, als sie das Genre bekannt gegeben haben. Hätte es sich wenigstens mehr wie Alpha Protocol oder Deus Ex Human Revolution angefühlt, dann hätten auch viele Fans trotz der Irreführung durch den berühmten Namen das Spiel akzeptiert. Aber das alles ist JEDEM, allen voran sicher auch den Entwicklern, von vornherein klar gewesen. Weil da irgend ein Marketingmensch ohne Bezug zur Spielebranche (mal wieder) scheinbar das Kommando hatte, muss man sich jetzt rausreden? Albern! Die sollten lieber die Füße stillhalten oder schlicht die Wahrheit sagen. Ihr Marketinggeblubber nimmt ihnen eh keiner ab.Seit dem Epic Fail mit Shadowrun sollte auch der dümmste Entwickler mitbekommen haben, dass man nicht einfach einen berühmten Namen auf ein völlig Franchise-Fremdes Spielgenre pappen und dann alleine wegen dem Namen auf gute Verkäufe hoffen kann! Im Gegenteil, jedem muss klar sein, dass es einen riesigen Shitstorm gibt!