Grasshopper Manufacture

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Ende Januar kaufte GungHo Online Entertainment (Ragnarok Online) das Entwicklerstudio Grasshopper Manufacture des umtriebigen Goichi “Suda51” Suda.

Meist stimmt es nachdenklich, wenn ein großer Fisch in der Spielebranche einen kleinen schluckt – doch in diesem Fall verhält es sich anders: Gegenüber GamesIndustry erklärte Suda 51, dass man jetzt endlich in der Lage sei, die Grasshopper-Spiele so zu vermarkten, wie er es für richtig halte – was deren Absatz definitiv vergrößern würde.

“Grasshopper hat eine sehr starke Basis, aber nur, weil wir so ‘indie’ waren, [behandelten] uns die Publisher immer anders”, klagte er. “Wir glauben, dass wir damals, als wir noch völlig unabhängig von einer großen Firma waren, nicht in der Lage gewesen sind, unsere Kreativität unmittelbar in Umsatz zu übersetzen – denn das war der Bereich, wo es immer eine Mauer zwischen Kreativen und dem Vertrieb gab.” Neben Killer is Dead entwickelt man zurzeit noch einen weiteren Titel – ein Action-RPG, bei dem GungHo Meister Suda laut Polygon“komplette kreative Freiheit” gibt (Konzept-Skizze siehe oben).

Grasshopper verdanken wir Titel wie Shadows of the Damned, Lollipop Chainsaw, Killer7 und No More Heroes, doch viele von ihnen litten unter recht geringen Verkaufszahlen. Nach Sudas Meinung lag es also vorwiegend am Marketing – seid Ihr auch dieser Meinung?


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JACK POINT
2. Juni 2013 1:05

Besser vermarkten? Na von mir aus. Ich kann nur Shadows of the Damned sagen, dass zwar “”Cabron!”” für meinen Geschmack hundert mal zu oft gesagt wird, aber spielerisch ist wirklich grundsolide, der Einstieg ist pacing-mäßig kultig und die Hauptfiguren Suda-typisch kultverdächtig. Die Grundspielmechanik ist für mich als Alan Wake-Vergötterer natürlich super, aber Lollipop Chainsaw ist präsentationstechnisch wirklich auch so genial wie alle Suda-Titel, aber spielerisch tatsächlich schwächer als ich anfangs gedacht habe. Warum sag ich das eigentlich. Die M!Games-Tests waren tatsächlich äußerst zutreffend, wie halt so oft.Warum man mit einer Kettensäge überhaupt nicht horizontale “”Schläge”” oder Schwinger macht, sondern eher vertikale und dann diese völlig hanebüchen kaum Schaden anrichtet ist eigentlich der größte Schwachpunkt. Aber sonst wär das Spiel ja auch viel zu einfach geworden.

Sil3ntChill
6. Mai 2013 20:41

Naja, da hat der gute Suda aber recht dick aufgetragen :)Was soller denn nun auch großartig anderes sagen, wo seine Spieleschmiede aufgekauft worden ist?Und sein Vorwurf, dass der ausbleibende Erfolg seiner Spiele ausschließlich am mangelnden Marketing lag, ist imo auch etwas zu eindimensional.Aber so so oder:Der Suda soll mal seinen Shit raushauen und gerne einfach mal super abdrehen beim designen 😉 Wir werden sehen, wie experimentierfreudig GungHo Online Entertainment sein wird. Ich würds Suda51 ja gönnen. Auch wenn seine Spiele vom Gameplay her immer ein wenig unrund wirken, ich mag den total flachen und absurden Humor 🙂

khaos
6. Mai 2013 19:17

Soll erstmal überhaupt wieder mehr gute als belanglose Spiele machen, der Suda.

Max Snake
6. Mai 2013 18:39

Killer 7 ist ein Spiel was nicht zur den breiten Massen gehört, weil es zu exotisch wirkt, aber ich denke die Spieler finde es zu abgefahren um solchen Mind Fucking Titel eine Change zu geben. Bei Lollipop Chainsaw war Ihren Erfolg, weil man auf plump gesagt gegen Zombie kämpft. Wenn ich noch so denke, wie viele Spiele aus Westen mit unverbrauchte Setting inkl. gute Einfälle raus kam. Nur leider müssen einige Spiele müssen die Trend des Shooter nacheifern und die Erfolg von einige Spiele sieht nicht so rosig aus aus.

Kiryu
6. Mai 2013 18:01

Das selbe koennte ich dir sagen was deine kritik am Marketing an Jap Spiele betrifft,behauptungen ohne Substanz.Wissen West Publisher denn wie sie ihre Spiele in Japan vermarkten sollen?Wie mann ganz eindeutig sieht,nein.

gunsenbrenner
6. Mai 2013 17:38

Ich glaube weder an subtilen Rassismus noch sind für mich japanische Spiele automatisch die Besten. Das Marketing für viele Spiele aus Japan ist tatsächlich unterirdisch. Sie schaffen es nicht den Mainstream für ihre Spiele zu begeistern, wobei ich Lollipop Chainsaw tatsächlich für sehr guten Mainstream halte. Nier, Final Fantasy XIV, Lollipop Chainsaw, Asuras Wrath … es war auch alles nicht so schlecht wie es gemacht wurde.Das hat mehr mit dem kulturellen Verständnis zu tun. Hier macht keiner einen Kotau, wenn er gehackt wurd bzw. entschuldigt sich für ein schlechtes Produkt bei seinen Kunden. Ich bedauere eher, daß viele japanische Spiele hier im Markt nie ankommen. Ich kenne genügend hervorragende westliche Titel, denen man ihre Grafik nehmen kann, und sie wären immernoch gut spielbar. Solche Pauschalaussagen sind nicht diskussionswürdig sondern einfache Behauptungen ohne Substanz. Dark Souls war doch erfolgreich, oder? MGS IV … das war toll. Das letzte MG mit Raiden … prima.

Seska1973
6. Mai 2013 17:29

@Vedek SveDu hast ein guten Punkt geschrieben

Equipo
6. Mai 2013 16:44

[quote=Kiryu]Was tatsaechlich stimmt ist dass die West Entwickler grafisch in dieser gen die nase vorn haben aber von der Innovation,Artdesign und Gameplay sind sie den West Entwickler immer noch weit voraus[/quote]Diskussionwürdig würds ich das mal nennen.

Equipo
6. Mai 2013 16:41

@ Vedek SveAlso Grasshopper Spiele kommen auch in Japan wohl nicht so super an…^^Und wo sind denn diese “”verrückten Japano Gedöhns”” Spiele? Ich würde behaupten, da gibts einfach nicht so besonders viele.

Kiryu
6. Mai 2013 16:32

[quote=kevboard]

japanische spiele sind die besten spiele imo. westliche entwickler machen fast nurnoch filme die sie dann als spiele verkaufen, und so kommt man sich beim neuen TombRaider oder bei Uncharted eher vor wie ein Zuschauer und weniger wie der der die Kontrolle hat.
ich hoffe inständig dass japanische entwickler diesem trend nicht folgen und weiterhin >SPIELE< entwickeln!

und ich hoffe auch das Suda sich treu bleibt denn seine spiele sind unvergleichlich, oder kennt jemand ein spiel dass auch nur annähernd wie Killer7 ist? ich nicht.

[/quote]Ja im Westen herscht seit dieser gen ein subtiler Rassismus gegenueber Jap Spiele und das sieht man besonders in Amerikanischen gaming seiten die sich fuer innovativer halten als sie in wirklichkeit sind.Da wird ein Tales of Graces f und co gern als >generic< bezeichnet aber der x-te Militaershooter soll dann so innovativ sein.Was tatsaechlich stimmt ist dass die West Entwickler grafisch in dieser gen die nase vorn haben aber von der Innovation,Artdesign und Gameplay sind sie den West Entwickler immer noch weit voraus.Nimmt mann den West Spielen die Grafik weg bleibt meist nicht mehr viel uebrig.

6. Mai 2013 15:30

@ kevboard und Vedek SveKann euch nur zustimmen. Sehr schön geschrieben.

kevboard
6. Mai 2013 14:57

japanische spiele sind die besten spiele imo. westliche entwickler machen fast nurnoch filme die sie dann als spiele verkaufen, und so kommt man sich beim neuen TombRaider oder bei Uncharted eher vor wie ein Zuschauer und weniger wie der der die Kontrolle hat.ich hoffe inständig dass japanische entwickler diesem trend nicht folgen und weiterhin >SPIELE< entwickeln!und ich hoffe auch das Suda sich treu bleibt denn seine spiele sind unvergleichlich, oder kennt jemand ein spiel dass auch nur annähernd wie Killer7 ist? ich nicht.

Vedek Sve
6. Mai 2013 14:39

Als ich Anfang der 90er anfing mich richtig für Videospiele zu begeistern gehörte eine umfassende Faszination für die japanische Popkultur noch zum guten Ton (ich erinnere nur an das Man!ac-Cover mit Gorn, obwohl es keinen Bezug zu Spielen hatte). Videospieler interessierten sich auch für Mangas und Animes. Der heißeste Scheiß für unsere Konsolen kam ja eh aus Nipponia. Gerne auch als sündteurer Import.Heute scheint sich dies gewandelt zu haben. Japanische Entwickler reden sich selbst schlechter als Sie sind. Angeblich kommt alles Inovative nur noch aus dem Westen (was ich bezweiflen würde). Obwohl wir immer mehr japanische Spiele auch bei uns sehen (Artelier, Persona, ja selbst Yakuza hätten es doch vor Jahren nie in den Westen geschafft), wirkt die Zielgruppe immer enger. In den meisten Magazinen (die M! Games dankenswerter Weise ausgenommen) spielt Japano-Nerderei nur noch eine sehr kleine Rolle (Final Fantasy und nicht viel anderes). Viele Spieler/innen können gar nicht verstehen was an diesem verrückten Japano Gedöhns denn so toll sein soll. Also finden sich zwar viele Otaku-lastige Spiele (Artelier, etc.) bei uns in Minimalauflagen, ein Diabolic Pitch etc. geht aber sang- und klanglos in der XBox Arcade unter.Ob da nun das Marketing dran schuld ist würde ich bezweifeln. Vielleicht sind Videospiele nun eben viel mehr mainstream und damit weg vom extremen Fokus auf Japan. So wie die meisten Japaner ungern westliche Spiele spielen, spielen viele Westler gerne japanische Games.Und sind wir doch mal ehrlich: Suda51 ohne Punk-Attitude wäre doch nur langweilig. Und punk geht eben nur, wenn man nicht zum Mainstream gehört. Alles andere ist ja Ausverkauf, Anbiederung und sowas von nicht “”true””.Auch wird Ihnen ein japanischer Publisher im Westen wenig helfen.

6. Mai 2013 14:28

Die machen halt einfach mal Nischentitel. Da kann man keine krassen Verkaufszahlen erwarten. Sehr schade, ist aber so.Hoffe die bleiben sich aber treu : ) Ich liebe deren Spiele.Und Killer Is Dead wird bestimmt richtig cool. Bin schon richtig geil drauf.

Piotrik
6. Mai 2013 13:59

Ich galube der wahre Kern der Japanofans steht auf klassische Nippons, Rpgs usw.!Nicht jeder Mangafan ist ein Videospieler warscheinlich sogar im Gegenteil.Und die durchschnittliche Erwachsenenschicht ferpönt sogar diesen erwachsenen Japanostiyle.Japan bleibt immer etwas eigenes.Nein mit Mrketing hat das nichts zu tun!Ich bin sehr angetan davon.