Das Rote Kreuz fordert Strafen für Spieler

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Das Rote Kreuz fordert die Spiele-Industrie auf, in gewalthaltigen Games eine Art Bestrafungssystem zu implementieren. Dies erklärte Francois Senechaud vom Internationalen Roten Kreuz in einem Beitrag der BBC. Als Grund hierfür nennt er die bildliche Darstellung von Kriegsverbrechen in virtuellen Räumen, welche aufgrund der aktuellen technischen Möglichkeiten immer realistischer ausfielen. Mit zunehmendem Realismus in Videospielen müssten daher auch die Konsequenzen für die Gamer realer werden. Konkrete Kriegsverbrechen wären zum Beispiel das Schießen auf Zivilisten, Folterungen oder der Diebstahl der sogenannten “Hundemarken”.

Einen ersten Schritt in diese Richtung geht Bohemia Interactive (u. a. ArmA-Reihe) in ihren Spielen auf dem PC: Feuert Ihr dort etwa fortwährend auf Unbeteiligte, greift Euch das eigene Team an.

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Quackie
6. Oktober 2013 11:04

Von der idee her nicht schlecht,aber man sollte es nicht übertreiben!!!!!!!

chief wiggum
3. Oktober 2013 10:01

dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.ich finde sowas wie medienkompetenz gehört heute einfach in die schule. aber warscheinlich ist der begriff noch nicht ausreichend definiert alsdass mann sich trauen würde ihn in den lernplan mitaufzunehmen.

ChrisKong
3. Oktober 2013 2:53

Jein, das ist doch genau das Problem, um spektakulär zu wirken, müssen immer mehr Tabus gebrochen werden, die Extreme sind wahrscheinlich eben genau die Sache, die für viele den Reiz ausmachen, man darf tun, was man im echten Leben eben nicht darf. Die Grenze ist einzig der gute Geschmack. Aber wenn jetzt natürlich eine Generation heranwächst, die schon vorgestumpft ist, dann kann man sich ausmalen, wohin die Reise geht, dagegen werden die Folterszenen pillepalle sein.Für unsereins unverständlich, aber als wir klein waren gab es diese explizite Gewaltdarstellung in Spielen einfach noch nicht, teils weils technisch nicht machbar war und weil die Kontrollen verhältnismässig strenger waren. Wenn ich sehe, was da alles so durchgewunken wird im Filmsektor, dann kann man nur noch staunen.Das Problem ist vielfach nicht mal nur der Konsum von solchen Spielinhalten, sondern, dass man die Jugendlichen damit allein lässt, es nicht thematisiert, obwohl man es sollte.Eltern neigen dazu, sich als Eindringlinge zu fühlen, wenn sie sich in das Hobby ihrer kleinsten einmischen, da wird gerne weggesehen oder ausgeblendet und bagatellisiert, was die Kinder teilweise so treiben.Wir haben vor nicht allzu langer Zeit auch vermehrt Übergriffe sexueller Natur von Kindern verübt durch Kinder. Da sage noch einer, das hätte es früher auch in dem Umfang gegeben und die Medien spielen dabei doch eine gewichtige Rolle.Früher hat man sich vielleicht ins elterliche Schlafzimmer geschlichen und sich heimlich die Pornos der Eltern angeschaut. Man hatte aber immer dieses moralische Damoklesschwert über sich schweben, man wusste, dass man etwas Verbotenes tat.Ich glaube kaum, dass das bei der heutigen Verfügbarkeit von Hardcore Material, überhaupt noch was spezielles ist, sprich es wird banalisiert und beispw. ein Frauenbild vermittelt, wo eine Frau in den unmöglichsten Situationen dem Mann Oralverkehr angedeihen lässt.Dass diese Reizüberflutung von devoten Frauen, die auf ihre Sexualität reduziert werden, nicht auf die jugendlichen Konsumenten abfärbt, ist ein Ammenmärchen, meist gerne verbreitet von Leuten, die sich und ihr Hobby missverstanden fühlen.Per se machen solche medialen Aktivitäten noch keinen Triebtäter, Killer, Schläger und Junkie, es ist vielmehr eben die Art der Konsumation, die zu denken geben müsste, mehr als es die Inhalte tun.

Hitokiri
3. Oktober 2013 1:57

Ja die Branche geht da schon sehr an die Grenzen. Und ich finde auch das viele Jugendliche abstumpfen. Wie gesagt, mich wunderts dass noch kein Stern, oder Spiegel auf die Waterboarding Szene in GTA V hingewiesen hat und ein Sturm der Empörung losgetreten wurde. Vorallem was mich echt massiv stört, ist die Tatsache dass ich als Spieler keine Möglichkeit habe das Foltern komplett zu umgehen. Haltet mich für nen Gutmenschen (was ich zum Glück auch bin) aber mir tat die arme Sau danach richtig leid und Trevor ist damit bei mir der totale Unsymphat geworden, dem ich im späteren Verlauf den Antiheldentot wünsche :/ Schade, den Quatsch hätte das geniale Spiel nicht gebraucht.

ChrisKong
3. Oktober 2013 0:33

Rede ich von mündigen Bürgern? Ich rede von Kindern und Jugendlichen, und da stumpft mediale Gewalt ab, wer was anderes behauptet, hat leider kaum bis wenig Ahnung. Das war schon früher so, da gings auf dem Schulhof eben auch mal rupiger zu und her, weil man Sachen nachgeahmt hat, die man in der Glotze gesehen hat. Das heisst ja nicht, dass man den Bezug zur Realität komplett verliert, aber eine Abstumpfung findet definitiv statt.Geh mal heute auf den Schulhof und guck dir mal die Videos an, die die Runde machen, da findest du von Hardcore Pornos bis hin zu Snuff-Scheisse so ziemlich alles.Wenn ich mir als Erwachsener diese ganzen Sachen geben will, ist das einfach eine ganz andere Hausnummer, als wenn ein Jugendlicher sich die Sachen reinzieht, der gerade erst seinen moralischen Kompass eicht.

Anonymous
Anonymous
2. Oktober 2013 23:16

: Virtuelle Gewalt stumpft dich vielleicht für andere Virtuelle Gewalttaten ab, sei es in Filmen oder Spielen, aber in der Realen Welt ist das nochmal was ganz anderes.

fish_lx
2. Oktober 2013 21:33

[quote=captain carot]

Pff, ich hab bei GTA damals auch gerne mal Fußgänger überfahren. Das hat schließlich rein garnix mit der Realität zu tun. In letzterer neige ich eher dazu, Wespen, die sich im Sommer in die Wohnung verirren lebendig auszuquartieren.

[/quote]es soll allerdiongs kinder geben, die dazu neigen wespen zu zertreten weil das einfühlungsvermögen noch nicht ausgeprägt ist (bei manchen bleibt das auch so).Ich seh die heranwachsende jugend schon bei wespen-waterboarding, und stachelziehen es sei denn man klebt ihnen ein rotes kreuz auf die flügel… äh…naja vielleicht hinkt der vergleich auch, aber nicht jeder ist eine so gebildete, weise karotte.

Ravingrabbid
2. Oktober 2013 20:27

Übertrieben gewalthaltige Spiele landen doch eh auf dem Index, deshalb find ich so eine Maßnahme eher unnötig. Sicher, man kommt als volljähriger Zocker auch ohne weiteres an die indizierten Titel heran, aber das ist, auf den Massenmarkt betrachtet wohl eher die Ausnahme.Prinzipiell ist die Idee an sich aber nicht grundsätzlich verkehrt. Gerade bei Spielen die sich einer ernsteren Thematik annehmen und die vielleicht auch ernst genommen werden wollen, könnte so etwas sogar funktionieren.Aber auch hier heißt es dann lieber in Maßen als in Massen. Und zum moralisch erhobenen Zeigefinger sollte es auch nicht verkommen.

ChrisKong
2. Oktober 2013 20:09

Gewalt in Videospielen kann schon abstumpfen, Tatsache ist, dass diese ganzen Spiele mit extremen Gewaltdarstellungen halt auch von vielen Minderjährigen gespielt werden. Eltern sollten einfach Bescheid wissen, was ihre Kinder da spielen. Die Branche täte gut daran, hier Aufklärungsarbeit zu leisten, sonst gibt man eben solchen Institutionen das Zepter in die Hand und die haben Ideen, die dann sicher nicht im Sinne des mündigen Spielers sind.

captain carot
2. Oktober 2013 19:55

Pff, ich hab bei GTA damals auch gerne mal Fußgänger überfahren. Das hat schließlich rein garnix mit der Realität zu tun. In letzterer neige ich eher dazu, Wespen, die sich im Sommer in die Wohnung verirren lebendig auszuquartieren.

Hitokiri
2. Oktober 2013 18:56

Ein bisserl off-topic:Mich wunderts ehrlich gesagt dass die Folterszene des Ausländers in GTA V (ohne jetzt groß zu spoilern) bisher nicht von den Medien aufgegriffen wurde. Die finde ich nämlich ziemlich heftig. Da ist jetzt die Forderung nach Strafen durch Beschuss auf Zivilisten eher harmlos.

Tomatenmann MofD
2. Oktober 2013 18:30

Nun ja ich hab ja schon auf die nächste PETA-Anti-Nintendo-Aktion gewartet..aber das ist neu ^^

BoC-Dread-King
2. Oktober 2013 18:26

Vielleicht eine Überlegung wert……..Denn einige haben anscheinend Spaß dran und finden es lustig bei GTA wahllos Zivilisten zu verprügeln und es dann noch bei YouTube hochzuladen. Ein Kumpel hat mir letztens mal son Video geschickt, aber ich konnte nicht drüber lachen!

Pixelblut
2. Oktober 2013 17:41

Beim roten Kreuz haben die ja echt Probleme… auf Unbeteiligte habe ich aber auch schon oft geschossen – natürlich rein virtuell und fast nie absichtlich. Ich bin froh wenn einen das Spiel dann nicht gleich bestraft – bei DOS-Spielen wie Red Baron, Aces of the Pacific, etc. durfte man 2 eigene Einheiten abschießen – erst beim dritten Mal gabs Kriegsgericht und dann ab in den Schützengraben=GAME OVER. Was das Töten von Zivilisten im Rahmen von Kampfhandlungen angeht so wären reale Konsequenzen i.d.R. wohl keine – es sei denn der Soldat richtet gleich ein Massaker an oder tötet Unbeteiligte außerhalb von Kampfhandlungen. Ob der Herr Senechaud das meint?Oder wollte der sich einfach mal melden nach dem Motto “”He wir haben gemerkt es gibt brutale Games und alle reden drüber. Wir auch!””

Asaziel
2. Oktober 2013 17:38

Jessas, was kommt als Nächstes?

Playchief86
2. Oktober 2013 17:36

Finde das nicht mal schlecht

fish_lx
2. Oktober 2013 17:31

find ich interessant. sinnlos überdimensionierte gewalthaltdarstellung wie in der CoD reihe dient nur dem coolnessfaktor für kleine kinder. und obschon eine grenze zwischen realer und virtueller gewalt gezogen wird, nimmt man sich doch inhalte und ideen heraus.da ist es für entwickler schon auch wichtig erstmal die message zu transportieren; hey waterboarding mag zwar lustig aussehen, aber eigentlich ist folter verboten. genauso wie die roten kreuze nicht zur zielhilfe dienen sondern abschüsse eigenltich im realen krieg sanktioniert werden.

WNxKraid
2. Oktober 2013 17:12

Gibts in der realen Welt nicht genug Probleme, oder warum muss man sich jetzt wieder über virtuelle Menschenrechtsverletzung (an sich schon absurd) aufregen?Und Bestrafung für diverse Verhaltensweisen gibt es in manchen Spielen schon längst.So führte schon das Töten zu vieler zivilisten in Goldeneye (Wissenschaftler, Natalya, Boris, Geiseln, Zivilisten in Streets) zu einem Mission Failed.Andere Spiele nutzen diverse Entscheidungen des Spielers um die Charakterentwicklung hin zum guten oder bösen zu verändern. Bei GTA steigt der Fahndungslevel.Einige Spiele bestrafen den Spieler für “”Friendly Fire””.Selbst bei Zelda greifen einen die Hühner an wenn man sie zu sehr belästigt.

Sauerland ist Schauerland
2. Oktober 2013 17:08

Wenn das Rote Kreuz sonst keine Probleme hat, ist doch alles in Ordnung. Aber gut, ich denke auch, dass die ganzen Bürgerkriege von Kindern/Jugendlichen geführt werden, die ihr CoD zu ernst nehmen. 😛

ChrisKong
2. Oktober 2013 16:46

Moralapostel schlafen nicht.

APT
APT
2. Oktober 2013 16:45

Ich fordere redeverbot für leute die ihre ideen nicht zu ende denken bevor sie den mund aufmachen.

Max Snake
2. Oktober 2013 16:12

Kommt drauf an, so allgemein kann es nicht funktionieren.

Lombax
2. Oktober 2013 16:05

Find ich etwas zwiespältig! Einerseits kann man garnicht eine Bestrafung ins Spiel packen,ohne es damit zu schaden z.B Saints Row. Andererseits wird die Gewalt nicht nur in Videospielen brutaler,sondern auch sark in Filmen und Serien,aber da kann man keine Bestrafung hinzufügen!