Natürlich liegen Erfolg oder Misserfolg einer solchen Show zuallererst an den Ausstellern. Wenn alle kommen und ihre Spiele und Konsolen mitbringen und dann noch der organisatorische Rahmen stimmt, steigt eine Riesen-Party, und alle sind zufrieden. Doch gerade das Fernbleiben von Nintendo in diesem August hinterlässt einen bitteren Geschmack. Der Wii U-Release steht bald vor der Tür, und im besten Fall soll natürlich jeder Spieler sich vom Start weg ein solches Gerät nach Hause holen. Man möchte meinen, dass es da Sinn mache, die Konsole auch dem Publikum zu präsentieren und so die Vorfreude zu schüren. Nintendo sieht das jedoch anders – keine Wii U für Köln. Das auch hier wieder die Kosten eine Rolle spielen, ist klar. Auf der E3 darf eine Riesen-Show rund um Big N’s neues System erwartet werden. Das ganze Bohei dann zwei Monate später zu wiederholen, ist selbst für den Mario-Konzern schwierig zu stemmen – finanziell ging es denen nämlich auch schon mal besser. Aber viele Spieler brauchen gar keine große Show, sondern wollen einfach nur wissen, was sie überhaupt erwartet. Natürlich berichtet die Fachpresse in aller Ausführlichkeit aus L.A., das ersetzt allerdings nicht das Selber-Spielen! Man darf nicht vergessen: die Expo ist eben nur für Fachbesucher. Mit der Entscheidung, nicht nach Köln zu kommen, stößt Nintendo daher nicht nur viele Gamer vor den Kopf, sondern auch die gamescom selbst. Das gleiche gilt für SEGA und THQ, welche einige Spiele zu zeigen hätten, aber lieber zu Hause bleiben.
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Gleichzeitig steigt in diesem Jahr der Anteil der Mobile Games, Browserspiele und Online-Welten an. Kein Wunder, denn die Hausmesse dafür ist nicht mehr – gehabe Dich wohl, Games Convention Online. Das der Markt für derlei Software riesig geworden ist, steht außer Frage. Und auch hier nimmt Deutschland eine Vorreiter-Rolle ein. Ich möchte die entsprechenden Hersteller und Entwickler sicher nicht von der Messe jagen. Eine Koexistenz ist möglich, quasi Halle an Halle, und durchaus erwünscht. Doch ist dies vielleicht schon ein Signal in Richtung Zukunft: wieder “nur” Online, Mobilspiel und Browsergaming für Deutschland?
Die Entwicklung großer Spiele wird nicht günstiger, die Risiken eines finanziellen Flops steigen zunehmend. Sich da einen Auftritt auf zwei großen Messen innerhalb von nur acht Wochen zu leisten, mutet in solch schwierigen Zeiten schon fast größenwahnsinnig an – über die Tokyo Game Show spreche ich an dieser Stelle erst gar nicht. Die E3 wird auch auf Sicht die Vorzeigeveranstaltung bleiben, wenn es um neue Games und Konsolen geht. Selbst dort bleiben immer wieder große Publisher fern, wie in diesem Jahr THQ, die nach diversen Flops tiefrote Zahlen schreiben.









Ich war bis jetzt an jeder Gamescom. Die erste Messe war am Besten. Dann nahm die Qualität nur noch ab. Wenn ich nicht noch ein paar Tage in Köln bleiben würde, täte ich mir die Gamescom nicht mehr an:Zu wenig Spielstationen, zu lange Wartezeiten, kein Zeitlimit an den Stationen, kaum mehr Merchandise, wenig Neuigkeiten, Standschliessungen teilweise 2h vor Messeende, Raumverschwendung (Jet bei Battlefield, im Kino von MW3 hätten bei engerer Stuhlung oder stehen doppelt bis dreifach so viele Personen Platz gehabt), schlechte Organisation (bei Boarderlands/The Darkness war nie klar, welches Video nun wirklich gezeigt wird), keine Ticketlimitierung, etc.Schade drum, denn die Gamescom hätte Potential.
Die Messe sollte auf mehr Hallen verteilt werden und das ohne den Ausstellern noch mehr Standgebühren zu verlangen.Damit sollte die Menschenmassen besser verteilt sein.Sitzgelegenheiten waren auch Mangelware.Wär doch top, Bereiche einzurichten, in denen man bequem chillen kann und anderen beim Zocken zusehen kann.Manche Hersteller hielten es auch nicht für Notwendig, ihren Stand genau solange offen zu halten wie die Messehalle. z.B. wurde mir der Eintritt zu Rage verwehrt 🙁 und das eine Stunde vor Feierabend.Weniger ist manchmal mehr. Viele Aussteller hatten Bühnen, auf denen Shows und Trailer gezeigt wurden. Mir wären mehr Spielstationen lieber gewesen und am besten irgendwo eine große Leihnwand, auf der man als Wartender den anderen zuschauen kann.
ich war bisher nur einmal auf der games convention in leipzig und das war anno 2007.Mir hat es super gefallen, allein schon das geniale Messegelände mit der imposanten verglasten Halle fand ich war die reise Wert.Da habe ich zum ersten mal xbox360 gezockt und war hellauf begeistert. Meine Kumpels die auch auf der GC getestet haben, sind dann ( kein witz ) in der woche danach los und haben sie alle eine gekauft. MS hatte auch ein super großen Stand der zum daddeln einlud.Ich wollte ein paar jahre später nochmal hin aber Köln finde ich vom Messe Zentrum her nicht so dolle.
Ich war früher ein paarmal auf sehr kleinen, lokalen Spielemessen. Meist hatte das eher Flohmarkt-Charakter. Es gab natürlich keine Neuheiten, dafür konnte man auch Spiele kaufen. Solche Veranstaltungen finde ich viel, viel besser!So um 1990 herum war ich fast jedes Jahr auf der Cebit. Aber eigentlich gab es da immer nur recht wenig zu schauen. Irgendwann habe ich das dann als sinnlos aufgegeben. Gleiches denke ich über Spielemessen heutzutage. Im Internet kann ich Livestreams schauen, aufbereitete Reportagen und die Spiele im Video schauen. Der einzige Grund, neben dem Erlebnis und der Atmosphäre wäre, dass man ein Spiel anzocken kann. Aber ein paar Stunden anstehen um ein paar Minuten irgendwas zu zocken? Ne, da warte ich lieber ein Jahr länger, bis das Spiel rauskommt. Das Problem, das deutsche Messen wie die Gamescom haben ist meiner Ansicht nach, dass sie zu spießig sind. Das geht halt mit dem Altersproblem los, bei den Messebabes weiter und überhaupt versuchen alle immer entweder gekünstelt cool zu sein oder sind einfach sowieso geschätsmäßig steif. Die Amis sind einfach viel lockerer drauf und man merkt, dass sie fun bei sowas haben.
Ich war bisher nur bei einer einzigen Messe und das war die Games Convention 2003 und auch da bin ich nur aus beruflichen Gründen hingefahren. Ein wirkliches Interesse habe ich aber nie gehabt, mich auf eine Messe zu quälen. Ich will spielen und keine Trailers. Ich will Games sehen und keine Messe-Babes. Ich will spielen und keine Merchendise-Artikel. Ich will spielen und keine großen Stände mit großen Figuren oder Typen in Kostümen. Groß Tam-Tam machen können die Entwickler und Publisher im TV oder Netz aber auf solchen Messen geht es um Eindrücke auf das Produkt bezogen und nicht darum möglichst effektreich mit den Schlüsseln vor dem Gesicht des Babys zu wedeln.
Sehr schöner Bericht. Danke, Sascha.Die einzige Con, die ich mir geb, ist die “”gamecity”” in Wien. Im Herbst wird das Rathaus drei Tage lang zum Zockernest. Relativ überschaubar, bei freiem Eintritt und amtlicher Präsentation.Kann ich nur empfehlenhttp://www.game-city.at/
Ich fahr wohl hin für einen Tag , ist um die Ecke und Fahrkarte ist im Eintritt erhalten , die Preise für Essen sind exorbitant ( Mario Kotaska Bratwurst 4€ ) aber das ist normal für eine Messe
Naja, Köln ist auch einfach sehr “”steril””, einfach nur große graue Hallen mit Kinos drin. In Leipzeig hat alleine das “”Glas”” Dach schon für Aufsehen gesorgt, es war eine ganz andere Atmosphäre! Aber ich gebe dir Recht, lieber weniger von den Kinos wo nur Trailer gezeigt werden und lieber mehr kleine Stände mit Anspiel-Stationen.Ich war letztes Jahr da und hab 3 Stunden bei Gears of War 3 angestanden. Danach hatte ich auf kein Spiel mehr Bock und bin nur noch rumgelaufen und hab von ausserhalb ein wenig rumgeschaut, das war sehr viel besser als den ganzen Tag nur in einer Schlange zu stehen.Der letzte Absatz ist allerdings ein Witz. “”Es bleibt zu hoffen, dass die Hersteller in diesem Jahr ein klares Zeichen in Richtung der Spieler setzen und soviel aus Ihrem Portfolio präsentieren wie möglich””Das glaubst du doch nicht wirklich? Es wird wieder nur halbgares Zeug gezeigt was schon auf der E3 gelaufen ist, und anspielen wird man auch nichts können.Kein Halo 4, kein Bioshock Infinite, kein God of War etc. Es wird wieder nur Trailer geben, wie jedes Jahr auf der GC.
Das mit den Wartezeiten lässt sich wohl nicht wirklich lösen. Ich bin ja schon bei Karstadt früher nie drangekommen, wenn die eine Konsole aufgebaut hatten. Aber man sollte dem weniger geduldigem, umherstreifenden Publikum mehr bieten: Mehr Mechandise (das Zeug kostet ja nun echt nicht die Welt), mehr Show, mehr und größere Demo-Screens an den Ständen und dazu vielleicht noch als I-Tüpfelchen ein paar wirklich gute Spiele-Schnäppchen. Schließlich spart man sich ja Vertrieb und Händleraufschlag.Wenn ich früher auf die Comic-Messen des Landes gepilgert bin, dann hauptsächlich wegen der Raritäten-Schnäppchen und dem Merchandisekram (um den man nicht erst betteln musste). Gute alte Messezeit!
Nunja, mich störte eher die “”zu volle”” Hallen. 2-4 Stunden anstehen für einen Trailer der im Internet zu haben ist oder wird. Die Organisation muss sich wirklich was einfallen lassen wegen dem Thema “”ab16/18″” Problem. Den warum entsteht diese Schlangen? Weil Sie eine Sichtschutz Wand aufbauen müssen wegen diesen “”ab16/18″” und innerhalb dieser “”Kabüfchen”” nur begrenzte Leute rein passen ohne zu ersticken/zerfließenGanz zu Schwiegen die Doppelten Tankstellen Preise bei den Essen Ständen…Ich war bei der ersten “”Neustart”” Messe in Köln, und da haben die meisten “”in der Schlange stehender”” nicht auf die “”AB16/18″” Hinweise geachtet. “”Ach was, ich komme schon Rein!””. Ist schon Lustig, wenn Sie auf der Messe es durchdrücken wollen, wo es im Internet jeder 10+ Jährige, der Computer nutzen kann, es so zu sehen bekommt. Bei der 2ten War es mir schon zu Voll.. Die 3te habe ich schon nicht mehr besucht, und die Infos aus dem Internet geholt.. Entspannter und Privater und ohne 2-4 Stunden anstehen für einen Trailer