M!oment M!al #29

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Grenzenlosen Spielspaß propagiert die Industrie immer wieder gerne, wenn es um dieses Thema geht. Diese Aussage ist zweifellos ein wenig übertrieben, jedoch weist sie in die richtige Richtung: die Zeit, welche man mit einem Spiel verbringt, wird durch die beschriebenen Mehrspieler-Chancen deutlich erhöht. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel, denn nicht jeder FIFA-Spieler nutzt die Online-Features des jeweils aktuellen Teils der Reihe. Viele Zocker begrüßen jedoch die gebotenen Optionen. Irgendwo wartet immer ein neuer Gegner – der Bereich Online-Mehrspieler schläft eben nie.

Ein weitere elementarer Bestandteil der vernetzten Gaming-Welt ist die Kommunikation. Textbotschaften- und Sprachnachrichten sind ein Standard geworden. Gleiches gilt für die wohl wichtigste Komponente auf diesem Sektor: den Chat. Private Räume lassen ruhige Unterhaltungen zu, im Gegenzug darf aber auch mit völlig Fremden in der Spielelobby gesprochen werden. Besonders gelungen ist der Party-Chat auf Microsofts Xbox 360, denn dort dürfen bis zu acht Spieler gemeinsam plaudern und dabei auch noch zocken, was ihnen gerade einfällt.

Die Dynamik gerade solcher Konstellationen ist erstaunlich und geht in vielen Fällen weit über die Grenzen der Videospiel-Welt hinaus. Somit eröffnet die Vernetzung auch ein gewisses Maß an persönlichem Kontakt, denn neben der reinen Sprache sind dank der Konsolen-Kameras selbst kleine Videokonferenzen möglich. Noch beschränken sich diese allerdings auf zwei Teilnehmer. Trotzdem liefert dies eine gute Möglichkeit, abseits diverser PC-Features in bildlichen Kontakt zu treten.

Abseits von Games und Gesprächen lauern aber noch viele weitere Beschäftigungen und Angebote auf den Marktplätzen. So stehen etwa aktuelle Filme zum Download bereit, Musikvideos lassen sich anschauen sowie hören, die neuesten Nachrichten Facebook sind abrufbereit und Twitter-Feeds kommen ebenfalls nicht zu kurz. Kurzum: cross-mediale Anknüpfungen sind in großem Maße vorhanden. Dieser Bereich wächst stetig, schließlich möchten viele Anbieter ihr Produkt so prominent wie möglich beim Spieler platzieren.

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rvn
rvn
20. September 2012 12:55

Man muss sich nur mal angucken, was für eine riesen Fanbase Gronkh und Elotrix zum Beispiel haben. Da wird einem 1. einiges klar und 2. schlecht.

Vreen
17. September 2012 14:47

ich sachs ja immer, internet is for porn…

general_spy
17. September 2012 14:36

Tja der Blog trifft mal wieder viele Dinge aus meiner Sicht richtig…Begonnen hat das oGaming mit den Vorteilen, jederzeit einen Spielpartner zu finden und Co-Op Erfolge zu feiern, wie einst nur im kleinen Freundeskreis offline.Seinerzeit gab´s bis zu 3 Kartenpacks gratis (!) zu einem Spiel dazu und ergab damit einen echten Mehrwert (z.B. Ghost Recon 2, Splinter Cell).Heute wird das online-Spiel seitens der Hersteller für exorbitante Downloadpreise von Contents, die eigentlich im fertigen Spiel enthalten sind und dem Käufer künstlich vorenthalten werden (z.B. “”Extra””level in Resi 5, Strecken und Spielmodi in NfS Hot Pursuit), missbraucht.Daneben wird in bester PC-Manier gepatcht, was das Zeug hält. Das mag in riesigen Rollenspielen noch erforderlich sein, aber ein Egoshooter oder Rennspiel wurde damals auch nahezu fehlerfrei hergestellt und ist heute nicht komplexer geworden.Auch Gelegenheitsspieler werden z.B. in der Egoshooterwelt seitens der Hersteller nicht gerade unterstützt. Einmal mehr zählt der Profit, wo mit “”Premium””-Services Karten vor dem generellen Erscheinungstermin veröffentlich werden oder Kunden im Rahmen des Services mit extra Erfahrungspunkten-WE gelockt werden. Damit werden die Hardcore gegen Einwurf von vielen Extra-Euros gefördert und Gelegenheitsspieler marschieren mit geringer Erfahrung und niedrigen Waffen-/Rüstungswerten ohne jeden Spielspaß ins Gefecht.Von online-Pässen zur Unterwanderung des Gebrauchtmarktes will ich hier gar nicht erst anfangen…Und ja, Freunde kann man sich aussuchen, Onlinespieler weniger… Da wird das Tennismatch verlassen, wenn man gerade verliert oder man wird übelst beschimpft oder rausgekickt, wenn man kein Topspieler ist und mal Fehler macht.Also ich für meinen Teil habe genug von der zunehmenden Abzocke und konzentriere mich zunehmden auf mitbezahlte Co-Op Modi oder halt interessante Einzelkampagnen. Und natürlich wird mit anderen alten Recken regelmäßig ein offline-Treffen arangiert, wo neben den klassichen Multiplayerspielen nett gegessen, geshoppt und gefachsimpelt wird.

Ziep
17. September 2012 9:40

Es ist natürlich ein Unterschied, ob man sich kurz ärgert, wenn man ein Match verliert, oder pausenlos Tiraden von sich lässt im anonymen Deckmantel des Netzes. Ich geb dir recht, das sind Maßnahmen, die man treffen könnte, aber die sind anscheinend nicht en vogue, vor allem nicht bei Pronami. Aber schau mer mal ab dem 20.9., vielleicht hat sich der sture Bock doch was einfallen lassen…

Doublefine
17. September 2012 7:00

Ganz ehrlich? Ein wenig flamen gehört schon dazu. Wenn ich zurück denke an meine aktive CS-Zeit da ist schon das ein oder andere Schimpfwort gefallen wenn ich geheaded wurde oder Kurz vorm Defuse die Bombe hoch ging. Allerdings streifen mittlerweile zuviele pubertäre Helden rum, die sich herbe einen darauf einen kloppen wenn sie im Netz mal geflamt oder ne Bitch (verzeiht den Ausdruck) flachgelegt haben. Was gegen diese Kiddies/Idioten helfen könnte wäre, in einen geschlossenen Netzwerk wie Xboxlive präktikable Spielerbewertung. Das heißt wer ständig flamt landet nur mit seines gleichen auf nen Server oder wahrscheinlich besser wenn er ne bestimmte Anzahl Negativtickets gesammelt hat, wird sein Voiceoutput an einen Mitarbeiter MS´s geleitet, welcher nach einen Katalog Subventionen verteilt. Das ebenfalls angesprochene Abusing bestimmter Mannschaften könnte auch ziemlich einfach abgeschaltet werden. Ein Modus in dem alle Teams gleichstark sind und nur das spielerische Können entscheidet sollte kein Problem darstellen.

Ziep
16. September 2012 17:15

Ich finde, online lohnt sich, um mit Freunden, die nicht gerade um die Ecke wohnen, zu zocken. Es ist doch unglaublich, wie viel Ehrgeiz so mancher mitbringt, mit bugs und beschiss die Ranglisten hochzugeiern. Unglaublich, wie viele Nulpen unterwegs sind! Schlechtes Balancing vom Hersteller ist die andere Sache, ich nenne hier die Raketenteams bei PES2012. Macht Fussball so spaß? Mir nicht.Abgesehen davon…warum, warum, warum, warum nur… bekommt Konami so einen Scheiss Online Modus nicht gebacken ???! Jedes Jahr die gleiche Kacke! Abbrecher werden eher belohnt als bestraft, spielen, ohne einen Hals zu kriegen (aus welchem Grund auch immer, es gibt so viele) ist nicht möglich!Ich hasse es, aber ich muss dieses Kack-FIFA loben! Die geben sich da deutlich mehr Mühe! Statuswerte der Spieler können aktualisiert werden über Onlineverbindung, Kaderaktualisierungen nicht nur einmal im Jahr, mensch, dafür ist doch Online wie geschaffen! Aber Service ist einfach ein Fremdwort, so sehr ich Konami liebe!Demon´s Souls hat ja auch ständige OLV gebraucht, wenn man mit Invasions und hints spielen wollte, aber da war das gut gemacht! Nicht frei Kommunizieren lassen, nur vorgefertigte Messages, wobei Bösartige Kreaturen natürlich Falschmeldungen hinterliessen, aber wenn die nicht Bewertet wurden, sind die ja schnell verschwunden. So ists richtig! Man kann sich diesen geistigen Dünnpfiff doch nicht immer gefallen lassen, der da kommt ?! Sollte vielleicht mit permanenten Bestrafungen geahndet werden, sobald solche Worte fallen…Ach, mir doch wurscht… 🙂

Lofwyr
15. September 2012 16:10

Schöner Artikel. Ich möchte Online nicht mehr missen trotz der angesprochenen Nachteile.

mobby
15. September 2012 15:48

[quote=Valis]

Früher habe ich oft bei dem Genuss eines Offline Spiels den Netzwerkstecker gezogen damit ich in Ruhe offline zocken konnte. Heute bin ich zu faul dafür.

[/quote]Brauch man ja auch nicht, geht doch ganz bequem im System-Menü 😛 (Bei PS3 zumindest) Ich hab auch schon längst die automatische Anmeldung ausgeschalten und geh nur rein, wenn ich mal was aus dem PS Store laden möchte oder mich da umschaue, oder gar doch mal ein MP-Spiel spielen möchte.

15. September 2012 14:18

Leute die nur am Beleidigen und Fluchen sind, stören mich irgendwie überhaupt nicht. Da habe ich immer was zu lachen. Vorallem wenn dann die “” You German Nazi and Sauerkraut”” Leute kommen. Die kann man immer so geil verarschen : )Mich nerven eher Leute die im Hintergrund so laut Musik am laufen haben, dass man nur noch Rauschen ausm Headset hört.

Valis
15. September 2012 13:54

Naja dank Proxy und TOR Netzwerk macht auch ein IP Ban oft kein Sinn. Wenn sich die Betroffenen damit auskennen.Aber immerhin hast du sie direkt gekickt. Hatte jetzt gedacht du redest von LIVE oder PSN, da kann man ja recht vernünftig Beschwerde einreichen.

APT
APT
15. September 2012 13:46

Ich bin mod in dem channel und hab sie gekickt…. du wirst nich glauben wie viel spass manche leute haben immer wieder neue accounts zu machen nur um anderen auf die nerven zu gehen.In meinem eigenem forum gibts für solche spinner direkt nen IP ban.

Valis
15. September 2012 13:39

Früher habe ich oft bei dem Genuss eines Offline Spiels den Netzwerkstecker gezogen damit ich in Ruhe offline zocken konnte. Heute bin ich zu faul dafür.Aber im Grunde sind die Spieler ja selber Schuld. Kaum noch jemand kann 20 Minuten aushalten ohne auf sein Smartphone zu gucken. Man will immer und überall erreichbar sein. Deshalb wird das auch in Zukunft nicht mehr anders werden, eher schlimmer.Nur DLC ist so eine Sache auf die kann ich gerne verzichten!Edit: : Jedes vernünftige System (Xbox Live, PSN etc.) hat heutzutage ein Beschwerde System. Vielleicht solltest du das in Zukunft nutzen und nicht nur einfach tatenlos dabei zusehen. Des weiteren hättest du auch etwas dagegen sagen können, damit die Betroffenen wissen das so etwas nicht toleriert wird.

APT
APT
15. September 2012 13:38

Die meisten von denen, die sich online so aufspielen, sind im echten leben bestimmt ganz kleinlaut. Is bei Street Fighter IV aber auch nich besser… was man da teilweise nach dem match an den kopf geknallt bekommt is einfach nich normal. Ich versteh nich wie man sich so benehmen kann… online oder nicht.Ich mein, sicher… wenn ich mit kumpels online zocke dann is manchmal auch jedes zweite wort ‘fuck’ oder ‘scheiße’ oder sowas in der art. Aber das was einigen teens da hautzutage an beleidigungen aus dem gesicht fällt, vor allendingen uns deutschen gegenüber, oder gar deutschen spinnern die in gamechats einen auf rechtsextrem machen…… das is nimmer feierlich.Erst letztens waren welche in nem chat und liesen so sprüche vom stabel wie ‘Gehen wir nacher noch n paar Neger um den block scheuchen?’ …und das war noch das harmloseste.

Speedrunner
15. September 2012 12:43

[quote=Kamek]

Zitat
Denn bei allen Vorzügen und Nachteilen des vernetzten Konsolen-Spiels: manchmal möchte man doch einfach nur seine Ruhe haben.

Kann ich nur unterschreiben. Das Online Spielerlebnis ist oft geprägt von “” besoffenen Teenagern”” die sich entsprechend benehmen. Auch auf Ami-Servern ist man gerne mal der Nazi aus Deutschland. Warum viele Spieler die anscheinend keine gefestigte Persönlichkeit ausgebildet haben gerade Online zu finden sind?
Vielleicht wollen sie ihr unterentwickeltes Ego stärken. Mir zumindest vergeht oft dabei der Spaß einer ansonsten sehr spaßigen Angelegenheit.

[/quote] Jep besonderst der Aspekt mit Nazi und Co. sind schrecklich, da gehe ich lieber wieder aus der Lobby raus und Spiel ein Singleplayerspiel. Erst gestern war in CS:GO zwei Deutsche die Begriffe gebrauchten wobei (*****sohn) noch der netteste war, und für sowas muss man sich doch einfach schämen. Wenn die meisten Leute sich so dick aufspieln würden im richtigen Leben hätten wir wohl um einiges mehr Krankenhausaufenthalte…