
Eine Stärke von Breath of the Wild ist seine Tierwelt. Überall in Hyrule stoße ich darauf: Beim Planschen im Fluss schnappe ich zum Beispiel im Vorrüberschwimmen ein paar Fische und hebe ich einen Stein hoch, kann es gut sein, dass eine Echse oder eine Krabbe darunter hervorflitzt. Ähnliches gilt für Mäharbeiten: Flugs mit dem Schwert einen 360-Grad-Kreis geschlagen, schon fleucht vielleicht ein Käfer oder eine Libelle umher? Die kann Link fangen, verkaufen oder als Medizinbestandteil verwenden. Meine größte Freude hierbei ist jedoch das Erspähen neuer Vogel- und Säugetierarten: Zum Beispiel auf ornithologischer Seite lustig-bunte Enten, Feuertauben (die wie Schopfwachteln aussehen), mehrere Reiher-Arten, blaue Finken, Strauße und Rabenvögel. Das Angebot im Säugetierbereich ist freilich noch üppiger: Im Wald schleiche ich mich an Hirsche, Wildschweine, Eichhörnchen heran. Auf grasigen Ebenen sehe ich Rinder, Füchse oder die im letzten Eintrag beschriebenen Wildpferde, in der Wüste gibt es Sand-Walrösser. Im Hochgebirge wiederum tigert das ein oder andere Wolfsrudel herum das sind bislang aber die einzigen Tiere, die einem angeschlagenen Link gefährlich werden könnten. Alle anderen streifen possierlich und hübsch animiert herum, gehen ihrem Tagesgeschäft nach. Und flüchten, wenn Ihr Euch nähert. Und enden eventuell in Links Kochtopf. Wenn ich z.B. einen Hirsch abschieße, gibt es ein kurzes Puff-Geräusch und das Tier verwandelt sich in zwei Stücke Edel-Wild. Wer möchte, könnte den Retter von Hyrule aber auch komplett vegan ernähren mit Pilzen, Palmfrüchten, Bananen, Chilischoten & Co. Da fällt mir noch ein: Einen Mangel an Heiltränken gibt es in Breath of the Wild dank des Koch-Features nicht. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und circa 20 Minuten lang nur gekocht seitdem hab ich nahrhafte Mahlzeiten en masse im Tornister.

Worüber wollte ich noch sprechen? Genau, über meinen Ausflug in die Wüste. Der war anstrengend und nicht von Erfolg geprägt, aber der Reihe nach: Zunächst klettere ich mal wieder über irgendeinen Hügelkamm in Richtung meines Zielmarkers auf der Karte. Plötzlich breitet sich vor mir ein großes Tal aus, mit Affenbrotbaum-ähnlichen Pflanzenbewuchs. Mein Versuch, eines der dort herumlaufenden Wildpferde zu zähmen ich wollte das stolze, schwarze Ross schlägt fehlt; es ist zu wild, mein Link kann sich nicht darauf halten. Also geht es auf Schusters Rappen weiter durch die sich anschließende Wüste. Nach einer guten (ereignislosen) Weile zieht ein Sandsturm auf und in dessen Mitte erkenne ich eine gewaltige Kreatur. Ein gigantisches, mechanisches Dromedar? Mein Versuch, mich dem Phänomen zu nähern wird jäh beendet das Wesen schießt eine Elektroladung in meine Richtung, die 90% meiner Herzen frittiert. .