
In meiner Kindheit war ich immer mehr Lego- als Playmobil-Fan, danach baute ich unter anderem Revell-Flugzeuge und gestaltete mit Dremel-Werkzeug und Modeliermasse Warhammer-Figuren um. Irgendwann geriet die ganze Bastelei in Vergessenheit, bis ich im Frühjahr über die Destiny-Bausätze von Mega Bloks stolperte. Zur Erklärung: Mega Bloks ist eine kanadische Firma, deren Produkte glatt als Lego-Kopien durchgehen könnten. Zu Halo und Call of Duty findet man ebenfalls so einige Bausätze im Programm. Schade, dass man die Destiny-Pakete noch nicht in Deutschland bekommt. Abhilfe schafften Amazon Frankreich und Amazon USA. Achtet darauf, dass der Händler auch nach Deutschland schickt, Mega Bloks selbst tut es nicht. Wer auf die offizielle Shopseite geht, bekommt keine Möglichkeit zum Kauf und kann sich die Sets nur anschauen.
Ich bestellte mir den Fallen Walker samt Gefallenen-Captain, Drohne und Hunter für ca. 60 Euro, den “Gläserne Kammer”-Boss Atheon samt Vex-Harpy und Warlock für ca. 30 Euro und den Kabal Abfänger samt Titan für ebenfalls ca. 30 Euro. Letzteren Bausatz wählte ich eigentlich nur wegen dem Titan, denn diese Spielklasse kommt komischerweise in keinem anderen Destiny-Mega-Bloks-Set vor, Warlocks und Hunter gibt es dagegen wie Sand am Meer.

Nach ein paar Tagen Wartezeit trafen die Pakete ein. Erster Eindruck: Die Kartons sind sehr stabil, der jeweilige Hüter ist in einem Plastikfenster zu sehen. Manko für Sammler und Wiederverkäufer: Die Verpackungen sind an den Rändern nicht gefaltet sondern fest verklebt. Zum Öffnen braucht es einiges an Kraft und die Kartons sind danach kaum noch vernünftig zu gebrauchen.
Nachdem ich die Packungen aufgehebelt hatte, begrüßten mich mehrere durchsichtige Plastikbeutel mit Steinchen, Anleitungen in Heftform und im Falle von Atheon noch eine übergroße Sammelkarte. Dann ging es über mehrere Abende hinweg ans Bauen.
Ich begann mit Atheon, weil er mir am einfachsten erschien. Die Harpy war fix zusammengesteckt und Waffen sowie Geist am Warlock montiert. Nett: Die Ausstattung der Hüter lässt sich theoretisch untereinander tauschen, ich blieb aus Bequemlichkeit bei den jeweils mitgelieferten und vormontierten Konfigurationen. Atheon selbst war selbst für jemanden wie mich, der jahrelang nichts mehr gebaut hat, keine große Herausforderung und nach etwa 1,5 Stunden vollendet. Kopf, Arme und Beine lassen sich gut bewegen, er passt aber auch auf die mitgelieferte kleine Grundplatte, wenn man wie ich seine Modelle einfach gerne sicher in die Vitrine stellt. In der Bildergalerie unten seht Ihr einen Größenvergleich mit einer handelsüblichen Legofigur.